November-Blog

(Münchner) Patientenverfügung

Es gibt zwar schon einige Patientenverfügungen, aber diese hat uns durch seine verständliche und sachliche Darstellung überzeugt. Verfasst wurde sie von Herr Winzen. Er koordiniert eine der beiden Beschwerdestellen Psychiatrie in München.

Hier der direkte Link: https://wegweiser-betreuung.de/psychiatrie/patientenverfuegung
 

 Zufrieden und sicher - der Buddha in der Kiste. Foto: Peter Bechmann, 2005

Zufrieden und sicher - der Buddha in der Kiste. Foto: Peter Bechmann, 2005



Neues und Interessantes zur Depression

Depression ist eine Volkskrankheit. Viele leben mit der Erkrankung, ohne sich behandeln zu lassen. Mittlerweile gibt es neue Behandlungsansätze und verschiedene Möglichkeiten, sich darüber zu informieren:

-        Botox gegen Depression?

Botulinumtoxin (Botox) ist bislang vor allem als Faltenkiller bekannt. Doch Mediziner setzen den Wirkstoff längst auch gegen schwere Erkrankungen wie Depressionen ein. „Nach nur einer Behandlung im Bereich der Zornesfalte erleben 60 Prozent der Patienten eine deutliche Besserung“, erklärt Psychiater Marc Axel Wollmer, Chefarzt  derAsklepios Klinik für Gerontopsychiatrie in Hamburg. Die Wirkung halte etwa sechs Monate an. Experten warnen vor zu großer Euphorie. Botox solle vorerst nur in Studien gegen Depressionen eingesetzt werden, aber nicht im klinischen Alltag. In Deutschland ist Botox als Wirkstoff für die Behandlung von 15 Erkrankungen zugelassen. Dazu gehören unter anderem chronische Migräne, Lidkrampf, vermehrtes Schwitzen und Blasenfunktionsstörungen.

Mehr dazu beispielsweise unter:
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/botox-gegen-migraene-und-depression-faltenglaetter-als-allround-genie-a-1135488.html



-        bild der wissenschaft 11-2017: „Mit Turbo gegen Depression“

Wo der Weg aussichtslos erscheint und die Depression unüberwindbar, hilft in schweren Fällen oft nur noch eine medikamentöse Therapie. Doch viele Patienten brauchen mehrere Versuche, bis sie ein Medikament finden, das ihnen hilft. Inzwischen untersuchen Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München und von der Universität Mainz die Gehirne von Mäusen, die mit dem Antidepressivum Paroxetin behandelt wurden. Dabei fanden sie gewisse Proteinmuster, die sich offenbaren, wenn das Medikament seine Wirksamkeit entfaltet. Auch beim Menschen kommen diese Proteine im Blut vor. Somit besteht die Hoffnung, dass sich von einem Bluttest auf die Wirksamkeit von Paroxetin schließen lässt. Das berichtet bild der wissenschaft. Bisher waren allerdings nur 17 Patienten in die Studie eingebunden. Bevor sich von einem Test für die Wirksamkeit von Paroxetin sprechen lässt, will das Forscherteam die Blutproben von mindestens 100 weiteren Patienten analysieren. Neben Blutproben bilden auch Gentests und Messungen von Hirnströmen interessante Ansätze, die über die Reaktion auf Medikamente Aufschluss geben könnten.

 

-        Depression verstehen: Termine zur kostenfreien AOK-Kinotour

Mit dem Dokumentarfilm „Die Mitte der Nacht ist der Anfang vom Tag“ ist die AOK Bayern von Oktober bis November 2017 auf Kinotour in vielen Lichtspielhäusern sowie an einigen Hochschulen in Bayern. Im Film geht es um zwei an Depressionen erkrankte Menschen und eine betroffene Familie. Der Filmemacher, selbst Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, begleitete die Hauptpersonen ein ganzes Jahr lang hautnah.

Zwar wurde der Film zum Beispiel in München schon gezeigt, aber vielleicht haben Sie Glück in Ihrer Region: https://bayern.aok.de/inhalt/termine-zur-aok-kinotour-in-bayern/

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-        Internetseite www.fideo.de

„FIDEO-Fighting Depression Online“ ist ein Projekt der Stiftung Deutsche Depressionshilfe.

Besuchen Sie die Seite. Sie finden dort einen Selbsthilfetest, Informationen über die Erkrankung sowie Tipps für Familie, Freunde und für Pädagogen.

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