Dezember-Blog

Prodo-Studie: Auswirkung von Depression bei Elternteilen auf Kinder

 Bild-Prodostudie

Bild-Prodostudie

In der sogenannten „Prodo-Studie“ der LMU München wurden 100 Familien mit je mindestens einem an Depression erkrankten Elternteil untersucht. Es ging um die Auswirkung der Erkrankung auf die Kinder. Beginn der Studie war 2014. Die Auswertung aller Daten wird in frühestens einem Jahr erwartet.

Die Familien wurden in zwei Gruppen eingeteilt. In der einen erhielten Kinder eine Unterweisung in Stressbewältigung, die Eltern in Erziehungsstrategien. Ziel ist unter anderem, dass die Familien mehr Zeit miteinander verbringen. Die andere Gruppe blieb ohne Intervention.

Erste Ergebnisse waren vielversprechend: Bisher ist kein Kind der Gruppe mit Intervention an Depression erkrankt, in der Kontrollgruppe dagegen schon. Weitere Forschung zu dem Thema „Was genau wirkt an der Intervention?“ ist vorgesehen. Insgesamt wurden bisher 561 Fragebögen ausgewertet. Informationen zu der Studie gibt Dr. Belinda Platt von der Kinder- und Jugendpsychiatrie der LMU München, E-Mail: Belinda.Platt@med.uni-muenchen.de.

Mehr zur Studie finden Sie unter http://www.prodo-studie.de/Information/Information.html

Buchbesprechungen:

-        „Erziehungsfähigkeit psychisch kranker Eltern …“ von Anita Plattner (Herausgeber)

 Buchcover:"Erziehungsfähigkleit psychisch kranker Eltern richtig fördern und einschätzen"

Buchcover:"Erziehungsfähigkleit psychisch kranker Eltern richtig fördern und einschätzen"

Das Buch „Erziehungsfähigkeit psychisch kranker Eltern richtig einschätzen und fördern“, herausgegeben von Anita Plattner, startet mit einem Kapitel über allgemeine Kriterien der Erziehungsfähigkeit, darunter auch Informationen zum juristischen Hintergrund. Den Kern des Buchs bilden Informationen über die wichtigsten psychischen Erkrankungen und mögliche Auswirkungen auf die Erziehungsfähigkeit. Wie ein roter Faden zieht sich die Gefahr der Parentifizierung, sprich die Umkehr der Eltern-Kind-Rolle, durch die einzelnen Kapitel. Nicht zuletzt kommt die Arbeit mit psychisch kranken Eltern und deren Kindern zur Sprache. Es wird beispielsweise gezeigt, wie man spielerisch mit Kindern über ihre Probleme kommunizieren kann. Informationen über spezifische Unterstützungsangebote für betroffene Eltern und Kinder runden das Buch ab. Nur im äußersten Notfall müssen die Kinder aus der Familie genommen werden.

Das Buch ist erschienen im Ernst Reinhardt Verlag. ISBN 9783497027132, Paperback, 176 Seiten, 26,90 Euro.

-        „Wie viele Gesichter hat die Angst?“ von Zora Sanné und Beate Kneuse

 Buchcover: "Wie viele Gesichter hat die Angst?"

Buchcover: "Wie viele Gesichter hat die Angst?"

 

BASTA-Mitglied Beate Kneuse hat zusammen mit Zora Sanné ein Buch veröffentlicht. Es trägt den Titel „Wie viele Gesichter hat die Angst?“ und ist die Lebensgeschichte von Zora Sanné – eine Geschichte über Missbrauch, Folter und eine multiple Persönlichkeit, die die Journalistin Kneuse recherchiert und aufgeschrieben hat. Zora Sanné wurde fast 15 Jahre von ihrem Vater sexuell missbraucht. Das Buch beschreibt die schwierige Kindheit ebenso wie die übrigen Lebensstationen. Es berichtet von Klinikaufenthalten und Gerichtsverhandlungen und vom permanenten Kampf ums Überleben als multiple Persönlichkeit. Es erzählt aber auch von beruflichen Erfolgen, von verwirklichten Träumen und einem ungeheuren Lebenswillen.

Bestellt werden kann das Buch bei Books on Demand (www.bod.de/buchshop/wie-viele-gesichter-hat-die-angsto-zora-sanne-9783746017082) oder über den Buchhandel. ISBN 9783746017082, Paperback, 388 Seiten, 13,99 Euro.

Broschüre „Lichtblicke“: Aus eigener Kraft frei von Depression und Ängsten

 Cover der Broschüre "Lichtblicke"

Cover der Broschüre "Lichtblicke"

Die Deutsche DepressionsLiga (DDL) stellt eine neue Broschüre mit dem Titel „Lichtblicke“ vor. Darin schildern neun Betroffene ihre Depressionserfahrung und wie sie wieder zurück ans Licht gefunden haben. Die Berichte sind offen und sehr persönlich und geben Außenstehenden einen eindrucksvollen Einblick in die Gefühlswelt von Erkrankten. Dank der finanziellen Unterstützung durch AOK Plus – Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen kann die Broschüre unter www.depressionsliga.de/aktuell-beitrag/lichtblicke-erfahrungsberichte.html kostenlos bestellt werden. Unter diesem Link kann „Lichtblicke“ auch kostenlos als pdf heruntergeladen werden. Die Postanschrift lautet: Deutsche DepressionsLiga e.V., Postfach 1151, 71405 Schwaikheim.

BASTA wünscht allen Lesern und Mitarbeitern ein besinnliches Fest und einen guten Start ins Jahr 2018:

Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.
— Guy de Maupassant (1850 - 1893), französischer Erzähler und Novellist
 Keine Illustration zum Zitat, aber schön: Ein Weihnachtsenterich noch ungebraten auf dünnem Eis auf dem Schliersee.

Keine Illustration zum Zitat, aber schön:
Ein Weihnachtsenterich noch ungebraten auf dünnem Eis auf dem Schliersee.