232 Grablichte stehen für 232 Menschen, die in München im letzten Jahr durch Suizid ums Leben kamen. (KI-generiertes Bild)
welttag der Suizidprävention am 10.9.2026
232 Grabkerzen werden am 10.9.2026 um 13 Uhr auf dem Marienplatz entzündet, stellvertretend für die Menschen, die im vergangenen Jahr in München durch Suizid ums Leben kamen.
Zur Gedenkaktion haben sich mehrere Münchner Beratungseinrichtungen zusammengeschlossen. Dazu gehören die Katholische und Evangelische TelefonSeelsorge München, DIE ARCHE Suizidprävention und Hilfe in Lebenskrisen e. V., die Krisenberatungsstelle Münchner Insel sowie der Krisendienst Psychiatrie Oberbayern. Zugleich informieren die Beteiligten vor Ort über ihre Angebote für Betroffene, Angehörige und Menschen im Umfeld psychischer Krisen.
In diesem Jahr übernimmt der neue Oberbürgermeister Dominik Krause die Schirmherrschaft für diesen Tag.
Einen Artikel zur Münchner Aktion finden sie unter: https://www.bezirk-oberbayern.de/index.php?object=tx,3432.15&ModID=255&FID=3432.3918.1&NavID=3432.360
Mehr Informationen zum Welttag für Suizidprävention gibt es auf der Seite: https://www.welttag-suizidpraevention.de/
Die Veranstalter bitten darum, diese Kampagne zu unterstützen, und Plakate, z.B. in Volkshochschulen, Kliniken und in Sozialpsychiatrischen Dienste auszudrucken und auszuhängen.
Hier können Sie Plakat-Motive herunterladen: https://kampagne.welttag-suizidpraevention.de/index.php/downloadcenter/#plakate
Ein Plakatmotiv der Kampagne “Deine Geschichte ist nicht zu Ende” des Welttags der Suizidprävention
Der Podcast “Psyche im Quadrat” auf www.bezirk-oberbayern.de
Ab dem 10.9. Neue Folge des Podcasts Psyche im Quadrat zum Thema Suizidgedanken
Am 10.9. wird auch die neue Folge des Psychiatrie-Podcasts “Psyche im Quadrat” zum Thema Suizidgedanken veröffentlicht. Moderator Matthias Riedel-Rüppel spricht mit Dr. Victoria Kramer, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie ärztliche Leiterin der Leitstelle Krisendienst Schwaben, und Dr. Karolina De Valerio, EX-IN-Genesungsbegleiterin und Referentin beim Münchner Bündnis gegen Depression e. V.
Zu hören unter: https://www.bezirk-oberbayern.de/Gesundheit/Psychische-und-psychosomatische-Erkrankungen/Podcast-Psyche-im-Quadrat/
Das offizielle Plakatmotiv der Woche der Seelischen Gesundheit 2026
10. biS 20. Oktober:
Bundesweite Woche der Seelischen Gesundheit
Unter dem Motto „Miteinander statt nebeneinander – für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt” findet die Aktionswoche 2026 vom 10. bis 20. Oktober in ganz Deutschland statt.
Veranstaltungen können noch bis zum Start der Aktionswoche im Oktober angemeldet werden.
Die Adresse lautet: https://www.seelischegesundheit.net/veranstaltung-einreichen-2026/
Die Auftaktveranstaltung mit dem Titel “20. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit“ findet am Freitag, den 9. Oktober im Hotel Aquino, Hannoversche Straße 5B in 10115 Berlin-Mitte statt.
Die nächste Münchner Woche der Seelischen Gesundheit ist erst 2027, da sie im zweijährigen Turnus stattfindet.
Dr. Johanna Löchner ist Professorin am Institut für Allgemeinmedizin der LMU (Foto von der Webseite www.johanna-loechner.com)
Digitale Prävention psychischer Erkrankungen stärken
Dr. Johanna Löchner ist neue W2-Professorin für „Mentale Gesundheit in der Primärversorgung“ am Institut für Allgemeinmedizin des LMU Klinikums.
Ihr Team hat bereits mehrere digitale Anwendungen entwickelt und untersucht. In einem aktuellen Projekt führen junge Menschen per Smartphone ein Tagebuch zu Schlaf, Stress und Stimmung. Bei auffälligen Werten werden sie zu einem diagnostischen Gespräch eingeladen. Die Studie wird im Rahmen des DZPG bis 2030 fortgeführt. Parallel entstehen ein digitales Präventionsprogramm und ein „Buddy-System“ für junge Menschen, die sich einsam fühlen.
Bei KI-basierten Angeboten sieht Löchner noch erheblichen Forschungsbedarf. Ziel sei es, sichere und wirksame digitale Instrumente zu entwickeln, über mögliche Risiken aufzuklären und die Prävention psychischer Erkrankungen verantwortungsvoll bekannt zu machen.
Digitale Tagebücher, Apps, sichere Chatbots und niedrigschwellige Beratungsangebote könnten dazu beitragen, Warnsignale früher zu erkennen, Versorgungslücken zu schließen und den Zugang zu geeigneter Hilfe zu erleichtern.
Den ganzen Artikel finden Sie unter: https://www.dzpg.org/aktuelles/beitrag/digitale-praevention-psychischer-erkrankungen-staerken
Fruchtkörper des halluzinogenen Pilzes Psilocybe semilanceata. (Common license: https://en.wikipedia.org/wiki/File:Psilocybe_semilanceata_6514.jpg)
Positve Ergebnisse einer Studie zu Psilocybin-assistierter Therapie für Schwere depresSionen
In einer ersten vom National Institute for Health and Care Research (NIHR) finanzierten Studie am Kings College London haben Forschende um den Professor James Rucker sehr vielversprechende Ergebnisse zum Einsatz von Psilocybin bei der Behandlung von Menschen mit schweren therapieresistenten Depressionen erzielt.
Durchgeführt wurde die Studie mit 60 erwachsenen Patientinnen und Patienten mit schwerer Depression, die auf mindestens zwei herkömmliche Antidepressiva-Therapien (oder eine Medikation plus Psychotherapie) nicht angesprochen hatten.
Verabreicht wurde eine einmalige Dosis von 25 mg synthetischem Psilocybin (bzw. ein Placebo in der Kontrollgruppe), eingebettet in ein strukturiertes psychotherapeutisches Protokoll aus Vorbereitung, Begleitung am Dosierungstag und anschließender Integration.
Nach drei Wochen zeigte die Psilocybin-Gruppe eine signifikant stärkere Reduktion der Depressionssymptome als die Kontrollgruppe. Auch ein anhaltender Effekt war zu verzeichnen, der über den Nachbeobachtungszeitraum von 6 Wochen stabil blieb.
Mehr zu der Studie unter https://www.kcl.ac.uk/news/promising-results-from-first-publicly-funded-uk-randomised-trial-of-psilocybin-for-depression (Englischer Artikel).
Die Studie wurd auch in der englichen Fachzeitschrift “Nature” veröffentlicht: https://www.nature.com/articles/s41591-026-04541-0#Sec1
Filmplakat zum Kinofilm “Eine Krankheit wie ein Gedicht”
Filmtipp: EINE KRANKHEIT WIE EIN GEDICHT
Am 8. Oktober 2026 startet der Dokumentarfilm EINE KRANKHEIT WIE EIN GEDICHT bundesweit in den deutschen Kinos.
Im Pressetext zum Kinofilm heißt es: “In dem Film erzählt Regisseurin Jelena Ilić auf intime und poetische Art und Weise die Geschichte ihres psychisch kranken Vaters. Drogeninduzierte, chronifizierte, schizo-affektive Psychose des manischen Formenkreises ist seine Diagnose. Doch er ist mehr als seine Krankheit.
In Fotografien, Malereien und Skulpturen hat er die Welt seiner Psychosen festgehalten. Und auch die Beziehung zwischen Jelena und ihm findet ihren Ausdruck in der Kunst: in einem gemeinsamen Comicbuch, dessen Seiten die Beiden abwechselnd mit Zeichnungen füllen.
EINE KRANKHEIT WIE EIN GEDICHT ist ein vor kreativen Einfällen sprudelnder Film voller Wärme und Humor über umgekehrte Eltern-Kind-Rollen, die Poesie im Chaos und das Durchdringen einer Krankheit.”
