Januar-Blog

Krisendienst Psychiatrie in ganz Oberbayern unter 0180/655 3000 erreichbar

Der Bezirk Oberbayern hat kürzlich die 6. Münchner Woche für seelische Gesundheit genutzt, um über den Krisendienst Psychiatrie zu informieren. Bezirkstagspräsident Josef Mederer beschrieb den Krisendienst als kompetentes und wohnortnahes Hilfsangebot. Der Bezirk Oberbayern fördert den Dienst aus eigenen Mitteln mit 7,4 Millionen Euro pro Jahr.

Die Leitstelle ist täglich von 9 bis 24 Uhr unter der Nummer 0180 655 3000 in ganz Oberbayern erreichbar. Der stufenweise Aufbau des Krisendienstes ist damit abgeschlossen. Bisher haben sich bis zu 1.730 Menschen monatlich an den Krisendienst gewandt – mit steigender Tendenz.

Befinden sich Menschen in schweren psychiatrischen Notlagen, sind auch Hausbesuche möglich. „Wir kommen anonym und ohne Blaulicht“, verspricht Amona Woyde, Sozialpädagogin und Mitglied eines mobilen Einsatzteams im Landkreis München. „Der Schutz der Betroffenen hat für uns Priorität.“

 

  Die BASTA-Mitarbeiterin Kerstin Schultes auf dem Podium bei der Veranstaltung im Bezirk

 Die BASTA-Mitarbeiterin Kerstin Schultes auf dem Podium bei der Veranstaltung im Bezirk


Woche der psychischen Gesundheit vom 29. Januar - 2. Februar 2018 in Freising

"Ganz.schön anders." Lautet das Motto der Woche der psychischen Gesundheit, die das Caritas-Zentrum Freising und die Stiftung Bildungszentrum der Erzdiözese München und Freising im Kardinal-Döpfner-Haus veranstaltet. Und ganz schön anders wird auch die

Musikalische Lesung von Mitgliedern des Psychose-Seminars
am Mittwoch den 31.1. um 19 Uhr im Kardinal Döpfner Haus.

Neben Veronique Dehimi, Dr. Karolina Devalerio und Dr. Heinrich Berger wird auch das BASTA-Mitglied Peter Bechmann Texte lesen. Sie stammen aus dem Buch Psycho-Tisch, das in diesem Jahr erscheinen soll und Texte rund um das Münchner Pschose-Seminar enthält. Der Eintritt ist frei!

Das Programm erhalten Sie beim Sozialpsychiatrischen Dienst, Bahnhofstr. 20, 85354 Freising, Telefon: 08161/5387950

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„Eins mit der Musik“: Artikel in GEO 01.2018

In den meisten Kulturen wird getanzt. Doch erst seit Kurzem entschlüsseln Psychologen, Neurobiologen und Musiktheoretiker die Wirkung perkussiver Musik auf Psyche und Körper. Wie GEO berichtet, nutzen Mediziner und Therapeuten die Resonanz, die Musik und Bewegung im Menschen erzeugen, zur Behandlung etwa von chronischen Schmerzen oder der Symptome der Parkinson-Erkrankung oder zur Stressbewältigung.

Musik mit klaren Grundrhythmen, die typische Tanzbewegungen unterstützen, animiert uns dazu, uns zu bewegen. Rhythmische Muster in groovy sind es, die uns mitreißen. Der Neurobiologe Thomas Fritz studiert am Max-Plank-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig die Wirkung von Musik auf das Gehirn. Das Einschwingen in einen Rhythmus stärkt nicht nur das Zusammengehörigkeitsgefühl, sondern steigert auch Ausdauer und Leistung. Das belegen beispielsweise die rhythmischen Gesänge von Seeleuten beim Segelsetzen. So entwickelte er das „Jymmin“: Sport treiben und dazu Musik mit Fitnessgeräten machen. Aus seiner Sicht eröffnen die Ergebnisse neue Therapiemöglichkeiten bei chronischen Schmerzen, Schlaganfall und Parkinson-Patienten. Mehr dazu unter https://www.mdr.de/wissen/musikempfinden-100.html.

In der Fachklinik Heiligenfeld im fränkischen Bad Kissingen gehört Rhythmus schon länger zum therapeutischen Repertoire. Es lohnt sich, sich mehr damit zu befassen: https://blog.heiligenfeld.de/start-der-zusatzausbildung-zum-taketina-rhythmustherapeuten-in-der-akademie-heili-genfeld/


Schwerpunkt Psychoedukation – zwei Bücher neu aufgelegt

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TU München am Klinikum rechts der Isar gilt als Zentrum der Psychoedukation in Forschung, Lehre und Praxis. Anfang der 1990er-Jahre starteten Dr. Werner Kissling (auch Begründer von BASTA) und Dr. Bäuml  Projekte, um zu untersuchen, wie Psychoedukation (wissenschaftliche Kenntnisse über Ursachen, Behandlung und Selbsthilfestrategien) durchgeführt in Gruppen für Patienten mit Schizophrenie und deren Angehörige den Krankheitsverlauf beeinflussen kann. Die erfolgreichen Konzepte wurden auf andere Diagnosen übertragen und haben sich in vielen Kliniken etabliert.

Dazu entwickelte Handbücher sind nun neu aufgelegt worden:

-        Psychoedukation bei Depression, Manual zur Leitung von Patienten- und Angehörigengruppen von Gabriele Pitschel-Walz, Josef Bäuml, Werner Kissling (ISBN 978-3-437-22721-9; 44,99 Euro)

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-        Lebensfreude zurückgewinnen, Ratgeber für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige von Gabriele Pitschel-Walz mit einem Geleitwort von Josef Bäuml (ISBN 978-3-437-22741-7; 19,99 Euro)

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