April-Blog

Das bayerische Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz – Was bringt die Reform?

Im November-Blog baten wir um Unterstützung zum Bayerischen PsychKHG (Pschychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz):  Bitte helfen Sie - PsychKHG muss gut werden!

Die Anhörungsfrist für Stellungnahmen zum Entwurf eines Bayerischen PsychKHG ist Ende Februar abgelaufen und das Gesetz soll im Herbst verabschiedet werden. In den Stellungnahmen wird die Einführung des Krisendienstes für ganz Bayern positiv gesehen, aber es gibt auch einige Kritikpunkte wie z.B. die geplante Maßnahme einer Datenbank mit sensiblen Patientendaten, auf die die Polizei Zugriff nehmen kann.

 
Auf 2 Termine zur Information des geplanten Gesetzes möchten wir Sie hinweisen:
 

-          Informations-und Diskussionsveranstaltung am Dienstag, 17. April 2018, 19:00 Uhr

Ort: Haus des CVJM, Landwehrstr. 13, 80336 München
(S-Bahn Karlsplatz Stachus oder U-Bahn Sendlinger Tor)


Zugang leider nicht behindertengerecht: 7 Stufen ohne Aufzug.

Wichtige Punkte wollen Experten und Betroffene erörtern und mit Ihnen diskutieren, z.B. Prof. Peter Brieger, Ärztlicher Direktor des kbo-Isar-Amper-Klinikums.

Ausführliche Informationen finden Sie unter http://kompass-m.de/aktuell/

 Psychiatrie-Beschwerdestelle Kompass in München

Psychiatrie-Beschwerdestelle Kompass in München

 

-          Anhörung zum Bayerischen PsychKHG am 24. April 2018

Am 24. April 2018 von 13 bis 16 Uhr hat der gesundheitspolitische Ausschuss des Landtags zu einer mündlichen Anhörung eingeladen, um den Entwurf mit elf Expertinnen und Experten zu diskutieren. Diese Anhörung ist öffentlich, interessierte Bürgerinnen und Bürger können teilnehmen. Die Sitzung findet im Konferenzsaal des Landtags statt. Anmeldung wird erbeten: Frau Feldmann, Leiterin des Büros des Gesundheitsausschusses, wir sammeln Anmeldungen und geben diese am 16. April an Frau Feldmann weiter. Ausweis bitte nicht vergessen!

Kontaktdaten von Frau Feldmann: dagmar.feldmann@bayern.landtag.de
oder Tel.: 089/4126 23 93.

Wegbeschreibung und Liste der Experten finden Sie unter: https://www.bayern.landtag.de/parlament/staendige-ausschuesse/sozialausschuss/

Luftaufnahme Maximailianeum /Foto: Bavaria Luftbild Verlags-GmbHBildarchiv Bayerischer Landtag/ © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Bitte geben Sie die Termine an interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger weiter. Der Eintritt ist jeweils frei.


15. Tutzinger Psychiatrietagung: „Psychopharmaka“ am 8. und 9.Mai 2018

Die 15. Tutzinger Psychiatrietagung findet in der Evangelischen Akademie Tutzing,
Schloss-Straße 2+4, 82327 in Tutzing, statt.


Es gibt Vorträge zu Themen wie „Vom Kautabak zum Haldol – zwischen Leistungssteigerung, Hochgefühl und Ruhigstellung“, „Leben mit Psychopharmaka – zwischen Widerwillen und Notwendigkeit“ und „Von Kindesbeinen an? Psychopharmaka für Kinder und Jugendliche“. Auch der Einsatz von Psychopharmaka im hohen Alter wird ausgelotet. Ein Arzt steht dazu: „Ich verschreibe diese Pillen.“ Über einen alternativen Ansatz der Psychosenbehandlung, das Soteria-Modell, wird diskutiert.

Die Anmeldung kann bei Cornelia Spehr, Tel.: 08158/251-125 oder E-Mail: spehr@ev-akademie-tutzing.de bis zum 30. April 2018 erfolgen. Der Teilnahmebeitrag beträgt 55 Euro. Auszubildende, SchülerInnen, StudentInnen und Arbeitslose erhalten eine Ermäßigung von 50 Prozent. Verpflegung und Übernachtung kosten extra.

 Motiv der Einladung zur Psychiatrie-Tagung der evanglelischen Akademie Tutzing mit dem Titel "Pscychopharmaka"

Motiv der Einladung zur Psychiatrie-Tagung der evanglelischen Akademie Tutzing mit dem Titel "Pscychopharmaka"


Tagung „Erfahrungen teilen – Stärke gewinnen“ am 4. und 5. Mai in Salzburg

In der Tagung „Erfahrungen Teilen – Stärke gewinnen“ am  4. und 5. Mai 2018 in Salzburg geht es um Selbsthilfe von Angehörigen psychisch Erkrankter. Angehörige berichten von ihren Erfahrungen mit Selbsthilfe, als TeilnehmerIn oder ModeratorIn. Was hat geholfen, was hat gestärkt und was konnte sich durch die Selbsthilfe erst entwickeln? In krisenhaften Situationen können auch Angehörige mit Aggression oder Gewalt konfrontiert werden. Wie kann damit umgegangen  und wie kommuniziert werden? Wie schützt man sich und wie können Angehörige ihre Grenzen klar aufzeigen? Diese und weitere Fragen werden behandelt.

Die Tagung wird von der HPE Österreich (Hilfe für Angehörige psychisch Erkrankter) zu ihrem 40. Jubiläum organisiert.
Anmeldeschluss ist der 25. April unter www.hpe.at/tagung.
Tagungsort:
Bildungshaus St. Virgil
Ernst-Grein-Straße 14,
5026 Salzburg.

Der Tagungsbeitrag beträgt 140 Euro, für Mitglieder der HPE 90 Euro, für Psychiatrie-Erfahrene 65 Euro. Eine Tageskarte für den 4. Mai kostet 90 Euro, eine für den 5.Mai 60 Euro.

 Cover der Einladungskarte zur Veranstaltung: "Erfahrungen Teilen - Stärke Gewinnen" der HPE Österreich

Cover der Einladungskarte zur Veranstaltung: "Erfahrungen Teilen - Stärke Gewinnen" der HPE Österreich


 Logo des Universitätsklinkum Hamburg-Eppendorf

Logo des Universitätsklinkum Hamburg-Eppendorf

Metakognitive Therapie (Metacognitive Training = MCT) für Schizophrenie

MCT ist eine kognitive Herangehensweise bei der Behandlung von positiven Symptomen bei Schizophrenie. Metakognition kann beschrieben werden als „Nachdenken über das eigene Denken“. Es beinhaltet außerdem die Art, wie wir Informationen bewerten und abwägen und wie wir mit kognitiven Einschränkungen umgehen.

Weitere Informationen über das Verfahren finden Interessenten unter www.uke.de/mkt. Prof. Dr. Steffen Moritz vom University Medical Center Hamburg-Eppendorf hat ein detailliertes Manual, Arbeitsblätter und Hunderte von Folien zusammengestellt. Diese sind für StudentInnen und ForscherInnen kostenlos. Andere Nutzer werden um eine Spende gebeten.

Weitere Pakete, die auf MCT basieren, gibt es für die Borderline-Persönlichkeitsstörung, Depressionen und zwanghafte Störungen.


Buchbesprechung: „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ von Joachim Meyerhoff

In seinem Buch „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ erzählt Joachim Meyerhoff, wie es ist, in einer Psychiatrie aufzuwachsen, weil der Vater der Direktor ist und das Elternhaus mitten auf dem Anstaltsgelände liegt. Um ihn herum sind Hunderte körperlich und geistig behinderte Menschen. Ein Roman über einen Jungen, der am besten schläft, wenn nachts die Schreie der Patienten hallen, der Blutsbrüderschaft mit dem Hund schließt und unbefangen von den Unzulänglichkeiten der jungen Patienten erzählt. Und von einem Vater, der ein gutes Verhältnis zu seinen Klienten hat, jedoch bei seiner Familie versagt.

Einige Leser finden das Buch komisch und traurig zugleich, andere können überhaupt nicht darüber lachen. Kritisch ist anzumerken, dass sich die Psychiatrie heutzutage schon in vielem zum Besseren gewendet hat. Aber der Blick aus der Perspektive eines Kinds ist auf jeden Fall interessant. Das Buch hat ein tragisches, aber auch versöhnliches Ende. 

Erschienen ist das Buch im KiWi-Verlag (ISBN 978-3-462-04681-6). Es kostet 10,99 Euro.

https://www.kiwi-verlag.de/buch/wann-wird-es-endlich-wieder-so-wie-es-nie-war/978-3-462-04681-6/

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