Februar-Blog

Blick auf den Alex in Berlin am Morgen (Foto: Peter Bechmann)

DGPPN-Hauptstadtsymposium am 5. März 2026

Thema: Prävention von Gewalttaten durch Menschen mit psychischen Erkrankungen 

Nicht zuletzt nach den Gewalttaten und Anschlägen im Verlauf des Jahres 2025 gibt es, verständlicherweise, ein starkes Gefühl gesamtgesellschaftlicher Verunsicherung, ein großes Bedürfnis nach mehr Sicherheit für die Bevölkerung sowie den Ruf nach effektiven Maßnahmen, um weitere Gewalttaten zu verhindern.

Die politische Diskussion in den Bundesländern kreiste und kreist dabei vor allem um verstärkte Kooperation von Behandlern und psychosozialen Diensten mit den Sicherheitsbehörden und um erweiterte Meldepflichten. Die Stärkung niedrigschwelliger Behandlungs- und Betreuungsangebote kommt dabei jedoch häufig zu kurz.

Die DGPPN lädt vor diesem Hintergrund zu ihrem nächsten Hauptstadtsymposium nach Berlin ein. 

Auf einen Blick:
Wann: 5. März 2026 | 15:30 - 21:00 Uhr (Einlass ab 15:00 Uhr)
Wo: Quadriga-Forum, Werderscher Markt 13, 10117 Berlin
Livestream: Die Einbettung des Livestreams erfolgt auf dieser Website. 
Veranstalter: DGPPN 
Kosten: kostenfrei
Zielgruppe: Forschende, Behandelnde, Politik und Medien sowie Erfahrungsexpertinnen und -experten, Angehörige und weitere Interessierte
Zertifizierung: Die Ärztekammer Berlin hat die Veranstaltung mit 5 Fortbildungspunkten (CME-Punkten) zertifiziert. 

Anmeldung: 
Für Ihre Anmeldung zur Veranstaltung nutzen Sie bitte das Online-Formular

Download Programm | Referentinnen und Referenten
http://www.dgppn.de/veranstaltungen/hauptstadtsymposien/hauptstadtsymposium-2026.html

 


Vorderseite des Flyers zur Fachtagung “Angehörige psychisch kranker Menschen” in Chemnitz

Fachtagung: „Angehörige psychisch kranker Menschen – benötigt, belastet, vergessen?“ am 13.& 14. März in Chemnitz

Angehörige, junge Angehörige, Fachkräfte aus Psychiatrie, Jugendhilfe und Selbsthilfe sowie Wissenschaftler*innen erfahren mehr zu aktuellen Forschungsergebnisse und praxisnahen Ansätze um die Angehörigenperspektive zu stärken.

Neben Fachvorträgen und Diskussionen bietet der zweite Tag einen eigenen Selbsthilfetag mit Workshops, Austausch und konkreten Impulsen für die Praxis. Die Veranstaltung wird durch ein Abendprogramm mit Ausstellung und Lesung ergänzt.

Tagungsort: ‘DASTietz’ Kulturkaufhaus Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz

Weitere Informationen unter https://wege-ev.de/ und Anmeldungen unter https://eveeno.com/35190850. 


Werbegrafik für die Filmtage “Farben der Seele – Psychiatrie im Gespräch” auf der Seite www.klinik-bonn.lvr.de

Filmtage - Farben der Seele vom 24. - 26. März 2026

Die Filmtage „Farben der Seele - Psychiatrie im Gespräch“ finden im LVR Landesmuseum und Kurtheater in Hennef statt. Es werden drei Filme bei freiem Eintritt gezeigt:

  • Dienstag, 24.03.2026, 19.00 Uhr (LVR-LandesMuseum Bonn)
    „22 Bahnen“ (2025) – Zum Trailer (Thema: Sucht, Kinder alkoholkranker Eltern)

  • Mittwoch, 25.03.2026, 19.00 Uhr (LVR-LandesMuseum Bonn)
    „Die, my love“ (2025) – Zum Trailer (Thematik: Postnatale Depression)

  • Donnerstag, 26.03.2026, 19.00 Uhr (Kurtheater Hennef)
    „No hit wonder” (2025) – Zum Trailer (Thematik: Vereinsamung, Social-Media-Fixierung)

Beschreibung zu den Filmen findet sich unter https://fruehehilfen-bonn.de/artikel/Filmtage-Farben-der-Seele/


Grafik zur Mental Health Alliance auf der Seite https://mental-health-alliance.org

Start der Mental Health Alliance (MHA) am 2. Februar

Mit der Gründung der Mental Health Alliance (MHA) startete am 2. Februar eine neue Allianz, die die psychische Gesundheit insbesondere der jungen Generation ins Zentrum rückt.

Die Initiative hat bekannte Stiftungen als Unterstützer:
alv Foundation, der Beisheim Stiftung; Bertelsmann Stiftung; krisenchat; ProjectTogether und Robert Bosch Stiftung.

Akteur*innen aus Wissenschaft, Politik, Praxis, Versorgung, Wirtschaft und Jugendbeteiligung arbeiten in der MHA zusammen.

Gemeinsames Ziel ist ein stärker präventiv ausgerichtetes System der mentalen Gesundheitsförderung und -versorgung in Deutschland, das junge Menschen frühzeitig so stärkt, dass sie besser vor Erkrankung geschützt sind. 

Mit folgenden Punkten beschreibt die Pressemeldung den Handlungsbedarf.
Die Jugend ist entscheidend:

  • Bis zu 75 Prozent aller psychischen Erkrankungen zeigen erste Symptome vor dem 25. Lebensjahr – hier wird die Grundlage für lebenslange Resilienz gelegt.

  • Das System muss früher greifen: Deutschland investiert bisher nur 4,8 Prozent der Gesundheitsausgaben in Prävention. Die MHA fordert ein System der Prävention und Frühintervention, bevor langwierige, kostspielige und belastende Behandlungen notwendig werden.

  • Prävention ist ökonomisch geboten: Frühzeitige Unterstützung verhindert individuelles Leid und senkt die immensen direkten und indirekten gesellschaftlichen Folgekosten in Höhe von jährlich 147 Milliarden Euro.

Ziel des Bündnisses ist es, mentale Gesundheit dort zu stärken, wo junge Menschen leben und sich bewegen: in Kommunen, Schulen, Familien, außerschulischen Aktivitäten, im digitalen Raum und in regionalen Netzwerken.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite: https://mental-health-alliance.org/


Headergrafik des Landesverbandes Bayern der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen www.lakp-bayern.de

Unbeirrbar: „Machen wir uns frei von Stigmatisierung“

In einer Kolumne zum Thema Stigmatisierung bricht Alexandra Chuonyo, Geschäftsführerin des Landesverbands Bayern für Angehörige psychisch erkrankter Menschen (lapk-bayern), in der Verbandszeitschrift „unbeirrbar“ eine Lanze für psychisch erkrankte Menschen und ihre Angehörigen. 

Chuonyo schreibt, dass Angehörige oft selbst mit eigenen Vorurteilen zu kämpfen haben. Dadurch komme es neben Stigmatisierung auch zur Selbststigmatisierung.

Angehörige können einen wichtigen Beitrag zur Entstigmatisierung leisten, indem sie sich ihrer eigenen Haltung über psychisch kranke Menschen bewusst werden und sich ihrer eigenen Vorurteile entledigen. „Sie sind diejenigen, die als Zeugen dafür einstehen, dass kein Mensch ein schlechterer wird, weil er erkrankt“, schreibt Chuoyo weiter. Das erfordere Mut und die Überwindung von Scham. Ein Preis, der sich aber lohne.

Was sich als wirksam erwiesen habe, sei der persönliche Kontakt mit psychisch erkrankten Menschen – auch über die Familie hinaus. „Ein hervorragendes Beispiel“ nennt Chuoyo hier das Schul- und Polizeiprojekt von BASTA e.V., bei denen eine psychisch erkrankte Person beteiligt ist und vor Schulklassen oder Polizisten über sich selbst, ihr Leben vor und mit der Erkrankung erzählt. Die Zuhörenden seien immer erstaunt und sagen: „Das hätte ich nie gedacht, dass Sie krank sind, dass Sie mal psychotisch, manisch oder depressiv waren.“

Den gesamten Artikel finden Interessierte unter dem Link https://www.lapk-bayern.de/wp-content/uploads/2026/01/ApK-Bayern_unbeirrbar_0325_Kolumne-Stigma.pdf


Cover des Buches “Gedichte, die einer schrieb, bevor er im 8. Stockwerk aus dem Fenster sprang.” von Charles Bukowski erschienen im MaroVerlag.

Der Mann mit der Ledertasche – ein Leben mit AlkohOlsucht

Vor vielen, vielen Jahren war einmal... es war jemand, der der Spießbürgerschaft entfliehen wollte und als Alkoholiker bei der amerikanischen Post gelandet ist. Heinrich Karl Bukowski, von dem hier die Rede ist, war einer der beeindruckendsten Persönlichkeiten des letzten Jahrhunderts und hat gezeigt, dass man es trotz Sucht (hier explizit die Alkoholsucht) zu etwas bringen kann. Er hat eine bewegte Lebensgeschichte vorzuweisen – auch mit Psychiatrie-Aufenthalten. Sein Werk wird in vielen Sprachen gelesen und überdauert die Zeit. 

Für den deutschen Sprachraum ist der Maro-Verlag die erste Adresse, wenn man sich für das Werk dieses Schriftstellers interessiert: https://www.maroverlag.de
Für Recherchen wende man sich direkt an die Charles-Bukowski-Gesellschaft:
https://www.bukowski-gesellschaft.de