Zwei Werkstattfotos zu Podcasts “Psyche im Quadrat": Folge 1 mit Peter Bechmann und Lisa Breinlinger und Folge 3 mit Rudi Starzengruber und Prof. Dr. Florian Seemüller zusammen mit Podcast Host Mathias Riedl-Rüppel (Fotos: Copyright Bezirk Oberbayern)
Psyche im Quadrat - der Podcast vom Bezirk
Vom Podcast "Psyche im Quadrat" gibt es mittlerweile vier Folgen. Initiiert wurde er vom Bezirk Oberbayern und hat Psychiatrie, Genesung und den Umgang damit zum Thema. Matthias Riedel-Rüppel, Intendant des kleinen Theaters Haar (https://kleinestheaterhaar.de/) interviewt in diesem Podcast wechselnd Betroffene, Angehörige und Professionelle.
Derzeit sind vier Folgen online und es werden mehr. In der ersten Folge „Psychische Ersterkrankungen“ war BASTA-Mitglied Peter Bechmann einer der Interviewpartner, in der dritten Folge war es BASTA-Mitglied Rudolf Starzengruber.
Empfehlenswert ist der Podcast vor allem für Menschen, die mit psychischer Erkrankung erstmals zu tun haben - Maria Nemeth-Ott ist beim Bezirk Oberbayern für das neue Angebot verantwortlich und erklärt: „Mit dem Podcast möchten wir die Menschen abholen, die zum ersten Mal Berührungspunkte mit psychischen Krisen haben.”
Das Logo des Podcasts “Psyche im Quadrat”
Erste Folge: „Psychische Ersterkrankungen“
Zweite Folge: „Aus der psychischen Krise: ein Wegweiser zur Unterstützung“
Dritte Folge: „Der erste psychiatrische Klinikaufenthalt: Erfahrungen, Herausforderungen und Chancen“
Vierte Folge: „Von der Klinik in den Alltag: Erfahrungen, Herausforderungen und Wege nach der Entlassung“
Alle Podcast-folgen finden Sie auf der Seite:
https://www.bezirk-oberbayern.de/Gesundheit/Psychische-und-psychosomatische-Erkrankungen/Podcast-Psyche-im-Quadrat/
Oft keine leichte Aufgabe, den Zugang zur Psyche eines Menschen zu finden (Foto: Alexandra Pohndorf)
Umstrittene Honorarsenkungen
Mit den Psychotherapeut*innen treffen die geplanten Kürzungen eine weitere wichtige Berufsgruppe innerhalb der psychiatrischen Versorgung. Zum 1. April 2026 soll die Vergütung psychotherapeutischer Leistungen um 4,5 Prozent abgesenkt werden. Das hat der Erweiterte Bewertungsausschuss auf seiner Sitzung am 11. März 2026 gegen die Stimmen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) entschieden.
Der Bewertungsausschuss ist ein Gremium der Selbstverwaltung des Gesundheitswesens und wird von GKV-Spitzenverband, der zentralen Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland und der Kassenärztlicher Bundesvereinigung paritätisch besetzt.
Die Leidtragenden werden nicht nur Psychotherapeut* innen sein, sondern die, die psychotherapeutische Leistungen in Anspruch nehmen: Betroffene und Angehörige. Schon heute sind psychische Krankheiten laut den Statistiken vieler Institute in hohem Maße für Arbeitsausfälle verantwortlich. So verursachten Depressionen laut DAK-Report 2024 die meisten Fehltage.
Die Bundestherapeutenkammer nimmt in dieser Pressemitteilung Stellung zu den Kürzungen:
www.bptk.de/pressemitteilungen/absenkung-der-psychotherapeutischen-honorare-inakzeptabel/
Auch das Deutsche Ärzteblatt berichtet über die geplanetn Kürzungen und deren Auswirkungen:
https://www.aerzteblatt.de/news/absenkung-der-psychotherapeutischen-honorare-stosst-auf-massive-proteste-b3119060-2de3-432a-b7a9-66d37a9055c1
Die Deutschland-Route der Mut-Tour 2026
Mut-Tour 2026
Hier ein Aufruf der Mut-Tour-Leute:
Teilnehmende gesucht
Mitfahren, mitwandern, Mut machen: Teilnehmende für Sommer 2026 gesucht
Ab 30. Mai 2026 ist die MUT-TOUR unter dem Motto „Gemeinsam irre mutig – Für mehr Offenheit im Umgang mit psychischen Erkrankungen“ erneut bundesweit unterwegs. Geplant sind zwölf Etappen auf Fahrradtandems sowie eine zusätzliche Wanderetappe. Die Teams sind mehrere Tage am Stück unterwegs, übernachten im Zelt, kochen im Outdoor-Modus und legen im Schnitt täglich 55 Kilometer auf dem Tandem zurück, wandernd ca. 15 Kilometer.
Unterwegs finden Aktionstage mit regionalen Partnerorganisationen statt – z. B. mit Infostand-Aktionen, Mitfahr- bzw. Mitwander-Möglichkeiten und moderierten Gesprächsformaten. Viele Begegnungen entstehen außerdem ganz spontan am Wegesrand – oft der Startpunkt für offene Gespräche und eine alltagsnahe Orientierung zu Selbsthilfe und weiteren Unterstützungsangeboten.
Wer kann mitmachen?
Mitmachen können Menschen mit und ohne Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen, Angehörige/Nahestehende, beruflich Helfende sowie alle, die das Anliegen der MUT-TOUR unterstützen möchten. Sportlichkeit ist keine Voraussetzung (auf dem Tandem wird Kraft geteilt). Die MUT-TOUR ist ein Mitmach- und Öffentlichkeitsprojekt – kein Therapieangebot.
MIT-MACH-Wochenenden (Voraussetzung für neue Teilnehmende)
Für neue Teilnehmende ist der Besuch eines von drei MIT-MACH-Wochenenden Voraussetzung. Sie dienen dem gegenseitigen Kennenlernen und der Vorbereitung auf Tour-Alltag und Öffentlichkeitsarbeit.
MIT-MACH-Wochenenden (nahe Kassel): 10.–12.04.2026 | 17.–19.04.2026 | 24.–26.04.2026
Infos & Anmeldung: www.mut-tour.de/etappe
In Bayern sind folgende Tandem-Teams unterwegs:
Tandem-Team T1: Kassel – Bamberg, 30.05. – 05.06.26 (7 Fahrtage)
Tandem-Team T2: Bamberg – München, 07.06. – 13.06.26 (7 Fahrtage)
Tandem-Team T3: München – Freiburg, 15.06. – 22.06.26 (8 Fahrtage)
Seit 2012 ist die Mut-Tour Teil des Jahres in Deutschland - auch im digitalen Netz. Die Mut-Tour wird vom Verein Mut fördern e.V. seit 2012 durchgeführt und bewegt was.
Alle weiteren Details finden Sie auf der Seite: https://www.mut-tour.de/
Halluzinationen können vorübergehend durch Psilocybin ausgelöst werden. (Foto Peter Bechmann)
Zauberpilze bei therapieresistenten Depressionen
Neue Studien zu Psilocybin und Depressionen belegen, dass diese Droge durchaus helfen kann, Depressionssymptomatik zu lindern. Die EPIsoDE-Studie, an der zwischen 2021 und 2024 insgesamt 144 PatientInnen teilnahmen, gibt erste Ergebnisse zu Wirksamkeit und Sicherheit von Psilocybin mit gekoppelter Psychotherapie. Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim sowie die Charité – Universitätsmedizin Berlin waren federführend bei der EPIsoDE-Studie. Das Studiendesign war dreifach verblindet (Prüfer, Teilnehmer, Bewerter), randomisiert, sowie Placebo-kontrolliert. Die Ergebnisse zur Wirksamkeit lassen aufhorchen: die Depressionssymptome reduzierten sich deutlich um durchschnittlich 7,5 Punkte. Es traten offenbar deutliche Nebenwirkungen auf, das Sicherheitsprofil wurde dennoch im Gesamten als gut bewertet.
Mehr informationen zur Studie finden Sie unter:
https://www.zi-mannheim.de/forschung/abteilungen-ags-institute/molekulares-neuroimaging/episode-psilocybin-depressionsstudie.html
Hier finden Sie es einen Bericht über die Studienergebnisse:
www.deutschlandfunk.de/psilocybin-gegen-depressionen-ergebnisse-der-episode-studie-machen-mut-100.html
Headergrafik auf der Seite sfu.ac.at
Teilnehmende gesucht I: APPS in der Psychotherapie
Im Rahmen eines Forschungsprojektes an der Sigmund-Freud-Privat-Universität Wien/Berlin wird unter der Leitung von Prof.in Dr.in Christiane Eichenberg derzeit eine Onlinebefragung zum Thema „Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) in der ambulanten Psychotherapie“ durchgeführt.
Ziel der Befragung ist es, Erfahrungen und Einstellungen zu Digitalen Gesundheitsanwendungen bei Psychotherapeut*innen zu erfassen, sowie ergänzend Patient*innenperspektiven einzubeziehen.
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind Medizinprodukte, die von Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen an ihre Patient*innen als Unterstützung bei Behandlungen in Form von Apps oder browserbasierten Webanwendungen verschrieben werden können (zum DiGA-Verzeichnis in Deutschland: https://diga.bfarm.de/de/verzeichnis).
Digitale Gesundheitsanwendungen sind aktuell nur für die Anwendung in der Therapie von erwachsenen Patient*innen zugelassen, daher richtet sich diese Befragung ausschließlich an Patient*innen ab dem 18 Lebensjahr. Es spielt dabei keine Rolle, ob ihnen Digitale Gesundheitsanwendungen vor dieser Umfrage bekannt waren oder ob sie bereits Erfahrungen mit deren Nutzung gemacht haben. Wichtig ist nur, dass sie aktuell eine Psychotherapie machen. Ihre Einschätzungen und Meinungen sind für diese Befragung gleichermaßen wertvoll, wenn sie noch keine Erfahrungen mit DiGA sammeln konnten.
Die Bearbeitungsdauer der Umfrage soll etwa 15-20 Minuten dauern.
Um ihre Privatsphäre zu schützen findet die Umfrage anonym statt. Das heißt auch, sie sehen die Antworten ihrer Therapeut*in nicht und ihre Therapeut*in kann ihre Antworten nicht sehen.
Unter diesem Link kommen Sie zur Umfrage:
https://onlinebefragungen.sfu.ac.at/diga2025/?q=qnr2
Header des Flyers zur Studie zu Bezugspersonen in der Psychotherapie
Teilnehmende gesucht II: Bezugspersonen in der Psychotherapie
Es geht um eine Studie zur Erforschung der Einbeziehung von wichtigen Bezugspersonen, wie bspw. Angehörigen oder Freunden, in die Psychotherapie. Durchgeführt wird sie unter der Leitung der Diplompsychologin Hanna Konradi von der Abteilung für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Experimentelle Psychopathologie der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz.
Ziel der Studie ist es, einen Überblick darüber zu gewinnen, ob und in welcher Form Bezugspersonen in psychotherapeutische Behandlungen einbezogen werden. Die Forscher interessiert dabei auch, “welche förderlichen oder hinderlichen Einflussfaktoren wahrgenommen werden und wie der Einbezug von Bezugspersonen von Patient*innen und von Bezugspersonen erlebt und bewertet wird”.
Die Voraussetzungen, für die Teilnahme an der Studie sind:
18 Jahre alt oder älter.
Hinreichende Deutschkenntnisse, um die Fragen zu verstehen.
Psychotherapeutische Erfahrung.
Die genaue Art, das genau Setting, die Rahmenbedingungen und ob die Therapie beendet ist oder nicht, spielen dabei keine Rolle.
Es ist nicht davon auszugehen, dass die Beantwortung der Fragen Sie besonders belasten sollte.
Die Online-Befragung ist bis einschließlich 30.05.2026 zugänglich. Die Teilnahme erfolgt anonym, dauert etwa 5–10 Minuten, und als Dankeschön werden unter allen Teilnehmenden acht Amazon-Gutscheine im Wert von jeweils 20 € verlost.
Weitere Informationen sowie die Zugänge zu den Befragungen finden Sie hier:
Patient*innen-Befragung:
https://sosci.rlp.net/bezugspersonen/
Bezugspersonen-Befragung:
https://sosci.rlp.net/bezugspersonen_psychotherapie/
