Juni-Blog

Werbebilder der Kinofilme “Der Weg der Verrückten” und “Marianengraben” mit dem ehemaligen BASTA-Schirmherr Edgar Selge.

Psychiatrie im Film am 30. und 31. Juli 2026 in München

BASTA - das Bündnis für psychisch erkrankte Menschen und ariadne – Verein zur Hilfe für Alterskranke und seelisch Kranke e. V. zeigen Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Kino „Neues Rottmann“ auch dieses Jahr wieder Filme zum Thema Psychiatrie. Im Anschluss an die Filmvorführung findet eine Diskussion mit Betroffenen, Angehörigen und Psychiatrie-Profis statt.

- Donnerstag, 30.07.2026 um 18 Uhr: „Der Weg der Verrückten“

(Dokumentation, Deutschland 2025)

Zusammen mit einer Gruppe Betroffener machen sie sich auf den Weg – über 150 Kilometer, zehn Tage lang auf den Beinen. Was wie eine Wanderung klingt, wird zum tiefgreifenden Selbstversuch: Körperlich am Limit, seelisch verletzlich – und dennoch voller Mut. Ziel ist es Brücken zu bauen und sich sichtbar machen.

Der Regis­seur Timian Hopf dreht einen Film mit psy­chisch Erkrank­ten aus Augs­burg, die er auf einer 170 Kilo­me­ter langen Wan­de­rung begleitet.

Moderation: Dr. S. Mirisch, ärztliche Leitung Tagesklinik Süd für Psychiatrie und Psychotherapie, BRK Kreisverband München

 

- Freitag, 31.07.2026 um 20 Uhr: „Marianengraben“

(Tragikomödie, Deutschland 2024)

Die Geschichte beginnt nachts auf dem Friedhof. Zwei, die trauern: Paula (Luna Wedler) um ihren kleinen Bruder und Helmut (Edgar Selge) um seine Frau.  Gemeinsam begibt sich das ungleiche Paar auf eine Reise nach Südtirol.

Regisseurin und Drehbuchautorin Eileen Byrne schafft den Wechsel zwischen Schwermut und Leichtigkeit.  Der Film basiert auf dem 2020 veröffentlichten gleichnamigen Roman von Jasmin Schreiber.

Moderation: Dr. W. Stehling; Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie der Tagesklinik Süd, BRK Kreisverband München


Die Filme werden im Kino „Neues Rottmann“, Rottmannstr. 15,  80333 München gezeigt.
(Tel: 089 / 521 683). Eintrittskarten sind im Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich.

Das gesamte Programm finden Sie unter https://filmkunstwochen-muenchen.de/programm-2026/

Wir empfehlen Ihnen, die Karten telefonisch vorzubestellen. Wir freuen uns über Ihr Kommen und bitten um Werbung! 


Sobald sich ein Spalt in der versperrten Welt der Depression auftut, besteht wieder Hoffnung.
(Foto: Alexandra Pohndorf)

Door - eine Initiative bei Depression  ..

Es ist überlebenswichtig, dass Depressionen frühzeitig behandelt werden und die Sensibilität der Ärzteschaft für dieses Thema geschärft wird. DOOR - Depression PsychOeducatiOn in PrimaRy Care - das ist das Akronym ausgeschrieben. Hausärzte sind der erste Anlaufpunkt, wenn es um die Erstversorgung psychischer Probleme geht. Ziel ist es, Betroffene frühzeitig, strukturiert und kontinuierlich zu begleiten – insbesondere in Phasen, in denen Wartezeiten auf eine Psychotherapie bestehen. Die Door-Studie gibt Hausärzten die Möglichkeit, frühzeitig Verantwortung zu übernehmen und die Patienten zu begleiten. Es werden noch Patienten und Hausärzte gesucht, die teilnehmen wollen.

Die LMU - Ludwig Maximilians Universität und die Technische Universität München führen die Studie durch.
Informationen finden Sie unter: https://pokal-kolleg.de/door-studie
Wie man als Patient teilnehmen kann, wird hier beschrieben: https://pokal-kolleg.de/door-studie/kontakt-door-studie/cf6bbb7e49ac38bb
Und für Ärzt*innen findet man die Details auf dieser Seite: https://pokal-kolleg.de/door-studie/kontakt-door-studie/cf6bbb7e49ac38bb

Eine Arbeit aus der SeelenArt-Ausstellung: Roland Moroff, Befreiung, 2023, Keramik, gebrannter Ton, 57 x 28 x 15 cm (Foto: Roland Moroff)

Seelenart 2026: Ein Preis für Kunst, die sichtbar macht

Ausstellung: Oberbayerischer Kunstförderpreis ­SeelenART 2026 in der Galerie Bezirk Oberbayern

Bereits zum achten Mal würdigen das kbo-­Sozial­psychiatrische Zentrum gGmbH und der Bezirk Oberbayern künstlerische Arbeiten, die sich mit seelischer Gesundheit auseinandersetzen und zeigen, wie Kunst Brücken zwischen individuellen Erfahrungen und gesellschaftlichem Dialog schlagen kann.

Die Künstlerinnen und Künstler des Oberbayerischen Kunstförderpreises SeelenART 2026 erzählen Geschichten, die sonst oft verborgen bleiben und lassen tief in die menschliche Seele blicken. Der Bezirk Oberbayern lädt ein zur Eröffnung der Preisträgerausstellung am 8. Juli 2026.

Das inklusive Programm:

  • Kunst gemeinsam! Am 14. Juli 2026 haben Sie die Gelegenheit, bei einer Ausstellungsführung ins Gespräch mit Künstlerinnen und Künstlern von SeelenART 2026 zu kommen.

  • Am 24. Juli 2026 können Sie bei Kunst mitmachen! wieder selbst kreativ werden.

    Die Ausstellung SeelenART 2026 ist bis 2. September 2026 in der Galerie Bezirk Oberbayern im Foyer der Bezirksverwaltung in der Prinzregentenstraße 14 zu sehen.


Im Biergarten machte die MUT-Tour Station am 13. Juni in München.

Gemeinsam irre mutig

Es war ein schöner Tag voller Sonne und angenehmer Luft im Biergarten in der Hirschau, mitten im Englischen Garten in München. Es war der Tag, an dem die Mut-Tour in der Stadt Station machte. Die inklusive Band „Rotes Motorrad“ lieferte den passenden Soundtrack für dieses Event, während der Moderator Winfried Frey, der selbst Depressionen hat, durch den Nachmittag führte. Viele Organisationen hatten Stände aufgebaut – die SRH, die ihr zwanzigjähriges Jubiläum feiert, das Münchner Bündnis gegen Depression, Mut fördern e.V., der Health Care Bayern e.V., die EUTB (Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung) und die LMU (Ludwig-Maximilians-Universität) Fachabteilung Allgemeinmedizin, vertreten durch Herrn Prof. Dr. Jochen Gensichen. Es war ein angenehmer Nachmittag in der Hirschau, bei dem sogar Yoga-Übungen angeboten wurden.

Mit Spannung wurde das Eintreffen der Tandem-Fahrer Katharina Gral, Marie Schmidt, Dirk Neufeld, Wolfgang Will und Mika Koop erwartet. Spannend für die Tandemfahrer war es auch, mit der Presse zu reden, wie sie erzählten. Es ist traurig, dass die Mut-Tour nicht den ganzen Biergarten füllte, sondern es überschaubar blieb. „Gemeinsam irre mutig“ ist das Motto der Mut-Tour – und dieser Mut war in München spürbar an diesem Samstag: Wir sind viele – stehen wir gemeinsam mutig für unser Leben ein.
(Bericht des BASTA-Reporters Andreas Meyer)


Kunsttherapie kann helfen, innere Prozesse sichtbar zu machen. (Bild von Peter Bechmann aus der Kunsttherapie an der Psychiatrischen. Klinik der LMU in der Nußbaumstraße)

Berufsbild der Künstlerischen Therapien soll geregelt werden

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Künstlerische Therapien (BAG KT) tritt in den Dialog mit der Politik, um eine Richtlinie und ein Berufsgesetz für Künstlerische Therapien auf den Weg zu bringen. Zu den Künstlerischen Therapien zählen Kunst-, Musik-, Tanz- und Theatertherapie – bei diesen Formen der Psychotherapie steht der nonverbale Ausdruck im Mittelpunkt.

Die BAG KT vertritt bundesweit über 5000 Künstlerische Therapeut*innen. Künstlerische Therapien sind in den stationären Abteilungen des Gesundheitsbereichs gut verankert. Die Anwendungsgebiete decken von Depression und Schizophrenie bis zu Suchterkrankungen alle Diagnosen psychischer Erkrankungen ab. In 34 Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) sind Künstlerische Therapien aktuell genannt.

„Insbesondere in Fällen, in denen sprachgebundene Verfahren an ihre Grenzen stoßen, können Künstlerische Therapien wichtige Verarbeitungsprozesse anstoßen und Leiden lindern“, betont Neugebauer. „Der Umgang damit gehört jedoch in qualifizierte Hände.“ Genau hier liege ein Schwachpunkt, so Neugebauer.

Bisher gibt es in Deutschland keinen gesetzlichen Schutz für das Berufsbild der Künstlerischen Therapien. „Letzten Endes ist derzeit für Patientinnen und Patienten nicht erkennbar, wer ein Studium oder eine mehrjährige postgraduierte Ausbildung absolviert hat – und wer lediglich einen Wochenendkurs besucht hat.“ Die erarbeiteten Standards müssten nun dringend in ein verbindliches Berufsgesetz überführt werden. „Wir sind dankbar, wenn die Politik dieses Thema vorantreibt“, sagt Neugebauer.

Die Informationen stammen von der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft e. V. von Kerstin Ullrich.

Nachzulesen auf: https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2026/06/03/patientensicherheit-berufsbild-der-kuenstlerischen-therapien-soll-geregelt-werden/­ ­ ­ ­