Februar-Blog

Motiv vom Flyer der Ernst-Busch-Stiftung und dem Motiv des Podcast Redseelig

Motiv vom Flyer der Ernst-Busch-Stiftung und dem Motiv des Podcast Redseelig

Trialogischer Podcast „Redseelig“ der Eckhard-Busch-Stiftung

Am 3. September 2020 hat die Eckhard Busch Stiftung einen eigenen (trialogischen) Podcast unter dem Namen „Redseelig“ (https://redseelig.podigee.io/) gestartet. Im ersten Beitrag stellten sich Bettina Busch und Paula Meßler vor und führten in die Stiftungsarbeit ein. Danach ging es um Inhalte: „Suizidalität und Suizidprävention“, „E-Mental-Health und Fachliteratur rund um psychische Krisen und Erkrankungen“, „Corona und was es mit unserer Seele macht“ sowie „Angst und Stress unterm Weihnachtsbaum“.

Am 14. Januar 2021 stand die Bildungsinitiative „Mental Health First Aid (MHFA)“, also erste Hilfe für die Seele, im Mittelpunkt. Sie wurde im Jahr 2000 in Australien ins Leben gerufen. Die Lizenz für Kurse in Deutschland hat das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim erhalten. Ziel ist es, der Ersten Hilfe für die Seele den gleichen Stellenwert zu verschaffen wie der für den Körper. Dabei geht es nicht darum, selbst zu therapieren, sondern zu erkennen, wer im eigenen Umfeld betroffen sein könnte, ihn/sie anzusprechen und an professionelle Helfer weiterzuvermitteln. Zu den Inhalten der Kurse gehören außerdem Frühwarnzeichen sowie Informationen über die wichtigsten psychischen Erkrankungen. An einem solchen Kurs haben Mitarbeiterinnen der Eckhard Busch Stiftung teilgenommen. Sie möchten ihr Wissen weitergeben und ihrerseits MHFA-Kurse in Köln anbieten. Der nächste Podcast im Februar soll sich mit dem Thema „Depression“ beschäftigen, und zwar aus der Sicht eines Betroffenen.


Colllage aus dem Titelbld des Magazins Spektrum, die Woche und dem Cover des “JAD – Journal of Affective Disorder”

Colllage aus dem Titelbld des Magazins Spektrum, die Woche und dem Cover des “JAD – Journal of Affective Disorder”

Spektrum.de: Ein Placebo unterstützt Therapie bei Depressionen

Ein vermeintliches Naturheilmittel hilft beim Entspannen und lindert Depressionen. Tatsächlich offenbart eine Studie, die im JAD erschienen ist und über die Spektrum.de berichtet (https://www.spektrum.de/news/placebo-effekt-hilft-bei-der-psychotherapie-von-depressionen/1818737?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE), dass ein handelsübliches Öl, sprich ein Placebo, in dieser Hinsicht wirkt.

Die Psychologinnen Nina Jurinec und Anne Schienle von der Universität Graz untersuchten 126 Erwachsene mit Depressionen, darunter überwiegend Frauen. Sie wurden zu vier Sitzungen von wöchentlichen Therapiegruppen eingeladen. Dort erhielten sie Informationen über die Krankheit, zudem gab es Anleitungen zu Entspannungstechniken, die zu Hause eigenständig vertieft werden sollten. Eine Gruppe sollte zur besseren Entspannung vorher drei Tropfen aus einem Fläschchen einnehmen, das mit „Rosenwurz“ beschriftet war. Dass es sich um einfaches Sonnenblumenöl handelte, wussten die Teilnehmer*innen nicht. Sie berichteten über tiefere Entspannung und führten ihre Übungen deutlich häufiger durch als die anderen Gruppen. Noch dazu minderten die Placebo-Tropfen depressive Symptome. Eine ältere Studie beziffert den Placebo-Effekt bei Antidepressiva an der Gesamtwirkung auf bis zu 50 Prozent.


Motiv zur Kampagne “Angst” auf der Homepage www.generation-psy.de

Motiv zur Kampagne “Angst” auf der Homepage www.generation-psy.de

Generation-psy.de:
Was macht die Angst zur Angststörung?

Katharina Domschke ist eine der führenden Angstforscher*innen in Deutschland. Die Psychiaterin leitet die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Uniklinik Freiburg. Unter https://www.generation-psy.de/kampagnen/angst/ findet sich ein Interview mit ihr, indem sie zunächst einmal feststellt, dass Angst lebensnotwendig sei. Sie stelle ein Alarmsystem dar, das uns warne, wenn Gefahr im Verzug sei. Angst könne uns aber auch zu Höchstleistungen antreiben. So heiße es im sogenannten „Yerkes-Dodson-Gesetz“, nicht die Abwesenheit von Angst, sondern ein mittleres Maß an Anspannung führe zum optimalen Abruf unserer Leistungsfähigkeit. Verselbstständige sich die Angst allerdings, also stelle sie sich ein, obwohl keine objektive Gefahr bestehe, dauere sie übermäßig lange an oder trete sie zu häufig auf und führe sie zu Beeinträchtigungen im alltäglichen, beruflichen oder persönlichen Leben, dann werde die Angst zur Angststörung.

Bei der Entstehung von Furcht, Angst und Angsterkrankungen, so Domschke weiter, handele es sich um ein Zusammenspiel vieler Risikofaktoren. Dazu gehörten Stress, Trennungsereignisse, chronische Belastungen oder Traumata, aber auch genetische Varianten. Die Behandlung beruhe neben Maßnahmen wie Stressreduktion, sportlicher Betätigung, Achtsamkeits- und Entspannungsübungen auf zwei Säulen: der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) sowie der Pharmakotherapie, sprich der Medikamentenunterstützung.

Die Generation PSY ist in ganz Deutschland aktiv. Koordiniert wird die Initiative von Berlin aus durch die DGPPN.


Cover des Buches “Seelenleben - Einblicke in die jugendliche Psyche” von Prof. Michael Schulte- Markwort, erschienen im Carlsen-Verlag

Cover des Buches “Seelenleben - Einblicke in die jugendliche Psyche” von Prof. Michael Schulte- Markwort, erschienen im Carlsen-Verlag

Buchbesprechung:
„Seelenleben“ von Michael Schulte-Markwort

„Seelenleben – Einblicke in die jugendliche Psyche“ ist eine Sammlung von 20 Lebensgeschichten junger Menschen, die Patienten in einer Jugendpsychiatrie waren. Reflektiert erzählen diese, in welchem Umfeld sie leben und mit welchen Problemen und psychischen Krisen sie kämpfen. Der Kinder- und Jugendpsychiater antwortet einem jedem in einem Brief, ordnet die beschriebenen Probleme fachlich ein, macht Mut und gibt Zuversicht, indem er die Stärken des Einzelnen hervorhebt. Der respektvolle und liebevolle Ton zeigt, wie wichtig er einen jeden nimmt. Darüber hinaus enthält „Seelenleben“ Kapitel mit fachlichen Informationen zu Krankheitsbildern wie Depression, Magersucht, Ess- und Zwangsstörungen oder Verwahrlosung. Auch allgemeinere Fragen werden beantwortet: „Woran merke ich, dass ich Hilfe brauche?“ und „Was ist eine Therapie?“. Porträts und Aussagen von jugendlichen Patienten wie „Es tut so gut, hier einfach mal ich sein zu dürfen – ohne bewertet zu werden“ runden das Buch ab. „Seelenleben“ gibt einen Einblick, was Hilfe leisten kann und nimmt damit Angst vor der Psychiatrie.

Das Buch „Seelenleben“ von Michael Schulte-Markwort mit Fotos von Nina Grützmacher ist im Carlsen Verlag erschienen (ISBN 978-3-551-25230-2) und kostet 16 Euro.

Hier der Direktlink zum Verlag:
https://www.carlsen.de/softcover/seelenleben/978-3-551-25230-2


Doppelseite mit Kapitelbeginn und Gedicht von Véronique Dehime aus dem Buch “Psycho-Tisch – Geschichten und Bilder aus dem Münchner Psychose-Seminar” erschienen im  Pabst-Verlag.

Doppelseite mit Kapitelbeginn und Gedicht von Véronique Dehime aus dem Buch “Psycho-Tisch – Geschichten und Bilder aus dem Münchner Psychose-Seminar” erschienen im Pabst-Verlag.

Buchbesprechung: „Psycho-Tisch – Geschichten und Bilder aus dem Münchner Psychose-Seminar“

Das Buch „Psycho-Tisch“ ist aus dem Münchner Psychose-Seminar entstanden. Dort treffen sich regelmäßig Betroffene, Angehörige und Profis aus dem Psychiatrie-Umfeld, um sich untereinander auszutauschen. Entsprechend ausgewogen kommen diese drei Gruppen in dem Buch zu Wort.

Die Beiträge sind teils poetisch, teils essayistisch, humorvoll bis ernsthaft. Vor allem aber sind sie eins: authentisch. Der Leser kann sich in Betroffene und Angehörige, aber auch in die Situation von Profis einfühlen. Deshalb ist es eine Bereicherung für alle, die mit dem Thema Psychiatrie zu tun haben – aus welchem Grund auch immer. Es wird geschildert, wie die Protagonist*innen die Psychiatrie und die Krankheit erlebt haben, im Guten wie im Schlechten. Auch begeben sich die Autor*innen auf die Suche nach dem Sinn der Krankheit und schlagen Brücken zu Wissenschaft und Gesellschaft. So kommen auch Themen wie Spiritualität und Krankheit zur Sprache.

Cover des Buches “Psycho-Tisch – Geschichten und Bilder aus dem Münchner Psychose-Seminar”

Cover des Buches “Psycho-Tisch – Geschichten und Bilder aus dem Münchner Psychose-Seminar”

Herausgeber des Buchs, das liebevoll bebildert ist, sind Heinrich Berger, BASTA-Mitglied Peter Bechmann, Véronique Dehimi, Karolina De Valerio und Josef Bäuml. Es ist im Verlag Pabst Science Publishers erschienen (ISBN 978-3-95853-231-1) und kostet 30 Euro. Erhältlich ist es zudem als E-Book (ISBN 978-3-95853-232-8).
Hier der Direktlink zum Verlag:
https://www.pabst-publishers.com/shop-checkout/detailansicht.html?tt_products%5BbackPID%5D=210&tt_products%5Bproduct%5D=1776&cHash=c299ab6a4bf895d7fc7e52c5c4ed8cd6


Januar-Blog

Video-Stil mt der Bloggerin, Gründerin des Mental Health Cafés “Berg und Mental” und BASTA-Aktiven Dominique de Marné bei der Eröffnung der bundesweiten & 14. Berliner Woche der seelischen Gesundheit.

Video-Stil mt der Bloggerin, Gründerin des Mental Health Cafés “Berg und Mental” und BASTA-Aktiven Dominique de Marné bei der Eröffnung der bundesweiten & 14. Berliner Woche der seelischen Gesundheit.

Auftaktveranstaltung zur bundesweiten & 14. Berliner Woche der seelischen Gesundheit am 09. Oktober 2020

Die Auftaktveranstaltung zur bundesweiten & 14. Berliner Woche der seelischen Gesundheit fand aufgrund der aktuellen Corona-Lage erstmals in digitaler Form statt. Unter dem Motto „Mit Kraft durch die Krise. Gesund bleiben – auch psychisch“ diskutierten Betroffene und Expert/innen über die Zusammenhänge von Corona und Psyche und gaben praktische Tipps zum Umgang mit der Krise. Mehr als 1500 virtuelle Besucher verfolgten die Talkrunde über den Live-Stream auf Facebook und den Youtube-Kanal des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit und stellten im Live-Chat Fragen an die Experten.

Die anschließende Expertenrunde wurde von Dr. Iris Hauth, ärztliche Direktorin des Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee und Mitinitiatorin der Aktionswoche geleitet. Sie stellte zu Beginn drei Best Practice Projekte vor, die ganz praktische Hilfen für verschiedene Zielgruppen entwickelt haben: die Online-Angebote der Jugendnotmail, das erste Mental Health Café in München sowie die Hilfen für Arbeitgeber der Mental Health Agentur Shit Show. Die Gründerin des Mental Health Cafés und Bloggerin Dominique de Marné - auch BASTA-Mitarbeiterin war Gast auf dem Podium. Sie betonte, dass Betroffene, die schon viele Krisenerfahrungen gemacht hätten, häufig sogar besser mit der aktuellen Situation umgehen und anderen helfen könnten: „Es gibt aber kein Patentrezept für die Krise, jeder muss seinen eigenen Weg finden, um mit schwierigen Gefühlen in dieser Zeit achtsam umzugehen“.

Ab der 50. Minute stellt Dominque de Marné ihr Café Metal und Berg vor und ist live direkt auf dem Podium. Die ganze Veranstaltung findet sich unter https://www.seelischegesundheit.net/ und auf Youtube unter https://www.youtube.com/watch?v=jnGMsseagNw&feature=emb_logo


Die Headergrafik des EO-Instituts für Entwicklung von und in Organisationen, deren Geshäftsführerin Nicole Schreibner das Interview mit Jetzt.de geführt hat

Die Headergrafik des EO-Instituts für Entwicklung von und in Organisationen, deren Geshäftsführerin Nicole Schreibner das Interview mit Jetzt.de geführt hat

Jetzt.de: Soll ich Vorgesetzten von meiner psychischen Erkrankung erzählen?

Nicole Scheibner, Geschäftsführerin des EO-Instituts (https://www.eo-institut.de), erläutert in einem Interview mit jetzt.de (https://www.jetzt.de/gutes-leben/psychische-erkrankung-am-arbeitsplatz-ansprechen?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE) die Frage, wann Offenheit über die eigene Erkrankung am Arbeitsplatz geboten ist und wann eher nicht. Scheibner arbeitet mit Arbeitnehmer*innen und Arbeitgeber*innen zusammen, um die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz zu verbessern. Frühzeitig das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen solle man insbesondere dann, wenn man ein unbefristetes Arbeitsverhältnis habe und Beeinträchtigungen im Arbeitskontext zu befürchten seien, so Scheibner. Vorsichtig dagegen sollte man sein, wenn man noch in der Probezeit ist oder ein befristetes Arbeitsverhältnis hat. Zudem spielt es eine Rolle, wie vertrauensvoll das Verhältnis zur Führungskraft ist. Insgesamt gibt es keine allgemeinen Richtlinien, vielmehr gilt es immer den Einzelfall zu betrachten. Um einen Betroffenen wegen einer psychischen Krankheit (aus einem unbefristeten Vertrag) kündigen zu können, müssen laut Scheibner bestimmte Bedingungen erfüllt sein:

  • Eine mögliche Genesung muss unwahrscheinlich sein.

  • Die erwartbaren Fehlzeiten müssen zu einer starken Beeinträchtigung des Unternehmens führen.

  • Der Arbeitgeber muss nachweisen, dass er verschiedene Maßnahmen angeboten hat, um den Betroffenen wieder einzugliedern.


Zur Sprache kommen unter dem oben genannten Link weitere interessante Punkte wie „Was ist, wenn man ein schlechtes oder distanziertes Verhältnis zum oder zur Vorgesetzten hat?“, „Wie bereitet man sich am besten auf ein Gespräch mit dem Vorgesetzten vor?“ und „Was raten Sie Selbstständigen, die gar nicht die Möglichkeit haben, sich mit psychischen Problemen an eine*n Vorgesetze*n zu wenden?“.


Cover des Flyers “Ratgeber und Inforationen für Angehörige psychisch erkrankter Menschen”

Cover des Flyers “Ratgeber und Inforationen für Angehörige psychisch erkrankter Menschen”

LApK: Übersicht über Ratgeber und Informationen für Angehörige psychisch erkrankter Menschen

Eine Übersicht über Ratgeber und Informationen für Angehörige psychisch kranker Menschen bietet der Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker e. V. (LApK) in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e. V. in Form eines Flyers an. Dieser enthält auch Informationen anderer Herausgeber, vor allem zu rechtlichen Themen und zur Krankheitsbewältigung. Die Broschüren des Landesverbands können Interessent*innen kostenfrei bei der LApK bestellen. Auch der Flyer mit allen Themen und Kontaktdaten ist dort erhältlich.

Download Link:
https://www.lvbayern-apk.de/wp-content/uploads/2020/10/LApK-Infobrosch%C3%BCre.pdf

Kontakt:

Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker e. V. (LApK)
Pappenheimstraße 7
80335 München
Tel.: 089/51 08 63 25,
Fax: 089/51 08 63 28,
E-Mail: info@lapk-bayern.de,
Web: www.lvbayern-apk.de.
Geschäftszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 14 Uhr.


Headergrafik der Webseite der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Rechts der Isar der TU München.

Headergrafik der Webseite der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Rechts der Isar der TU München.

Studie der TU München: Rolle der Angehörigen bei der Therapieplanung in der Akutpsychiatrie

Vier Ärzte der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum rechts der Isar (TU München) haben eine repräsentative Befragung von Patienten, Angehörigen und Psychiatern zum Thema Einbeziehung von Angehörigen in die stationäre Routineversorgung durchgeführt. Die Querschnittsstudie umfasst Befragungen von 55 akutpsychiatrischen Stationen und zehn Krankenhäusern. Dabei wurden 247 Patienten, ihre behandelnden Ärzte und 94 Bezugspersonen interviewt.

Die Ergebnisse: Nur in 34 Prozent der Fälle hatte eine wichtige Bezugsperson Kontakt zum behandelnden Arzt. Ob ein solcher Kontakt bestand, hing von der Diagnose des Patienten, der Anzahl der stationär-psychiatrischen Aufenthalte und des behandelnden Krankenhauses ab:

  • Bezugspersonen von Patienten mit schizophrener oder wahnhafter Störung wurden häufiger in die Behandlung einbezogen.

  • Bezugspersonen wurden seltener einbezogen, je häufiger der Patient stationär behandelt wurde.

  • Es gab große Unterschiede zwischen den behandelnden Krankenhäusern.


Zum Inhalt der Angehörigengespräche gaben die Psychiater an, es drehe sich meistens um die Behandlung im Krankenhaus sowie um organisatorische und sozialpsychiatrische Themen. Bei Patienten und Angehörigen dagegen stand neben der Behandlung im Krankenhaus die diagnostische Einordnung der Erkrankung im Vordergrund. Kam kein Kontakt zustande, nannten die drei befragten Gruppen als häufigsten Grund fehlende Notwendigkeit. Daraus ziehen die Autoren der Studie die Schlussfolgerung, dass feste Abläufe und Standards etabliert werden müssen (zum Beispiel standardisierte Datenerhebung, feste Sprechzeiten oder Infoblätter), um die Beteiligung der Angehörigen zu verbessern. Außerdem sollten Personal, Patienten und Bezugspersonen über den Nutzen der Einbeziehung von Angehörigen informiert werden.


Cover des Buches “SBT: Stressbewältigungstraining für psychisch kranke Menschen” von Matthias Hammer erschienen im Psychaitrie-Verlag

Cover des Buches “SBT: Stressbewältigungstraining für psychisch kranke Menschen” von Matthias Hammer erschienen im Psychaitrie-Verlag

Buchbesprechung:
„SBT: Stressbewältigungstraining für psychisch kranke Menschen“


Das Buch „SBT: Stressbewältigungstraining für psychisch kranke Menschen“ von Matthias Hammer richtet sich an Moderatoren von Gruppen zu diesem Thema. Kritische Lebensereignisse, andauernde Belastungen sowie Über- und Unterforderung sind bei psychisch Erkrankten oft Anlässe für Rückfälle und Krisen.

Das Buch enthält detailliert ausgearbeitetes Material für die Gruppenarbeit mit ausführlichen Hinweisen für den Trainer oder die Trainerin. Das Gruppenprogramm ist störungsübergreifend einsetzbar. Inhalte des Trainings sind Stress und Stressbewältigung, Entspannungsmöglichkeiten, Krisenbewältigung, Problemlösung, Achtsamkeit und positives Erleben. Alle Arbeitsblätter und Audiodateien sind als Download-Material abrufbar.

Das Buch ist im Psychiatrie Verlag erschienen (ISBN 978-3-88414-961-4) und kostet 30 Euro. (Zu bestellen unter https://psychiatrie-verlag.de/product/sbt-stressbewaeltigungstraining-fuer-psychisch-kranke-menschen/)

BASTA 2020 – ein Jahresrückblick

So oder so ähnlich hat sich das Jahr 2020 für viele angefühlt. Foto: Alexandra Pohndorf

So oder so ähnlich hat sich das Jahr 2020 für viele angefühlt. Foto: Alexandra Pohndorf

Personelle Veränderungen:



Nach dem offiziellen Ruhestand unserer langjährigen Projektleiterin Elfriede Scheuring führte 2020 Marcel Bischofsberger die Koordination des Bündnisses fort und kümmerte sich um alles Organisatorische. 
Wegen finanzieller Schwierigkeiten - leider keine Unterstützung durch die Stadt München, Stiftungen, Krankenkassen und Kultusministerium – suchte sich Herr Bischofberger erfolgreich eine neue Stelle. Wir wünschen ihm alles Gute.

Die Aufgaben wurden auf mehrere Schultern verteilt.


Das Schulprojekt in besseren Tagen: Foto aus dem BASTA-Flyer von einer Klasse der städtischen Berufsschule für das Hotel-, Gaststätten- und Braugewerbe, die am BASTA-Schulprojekt teilgenommen haben

Das Schulprojekt in besseren Tagen: Foto aus dem BASTA-Flyer von einer Klasse der städtischen Berufsschule für das Hotel-, Gaststätten- und Braugewerbe, die am BASTA-Schulprojekt teilgenommen haben

Das BASTA-Schulprojekt:



Unser Schulprojekt wurde weitgehend Opfer der Kontaktbeschränkungen aufgrund des COVID-19-Virus. So wurden ab März bis Schuljahresende alle Begegnungsstunden abgesagt, das waren für München und auch Rosenheim jeweils 15 geplante Termine. Manche Schulen haben sich aufgrund der Situation gar nicht bei BASTA gemeldet.

Gegen Ende des Jahres konnten einige wenige Begegnungsstunden in FSJ-Kursen (Freiwilliges Soziales Jahr) trotzdem stattfinden oder digital durchgeführt werden. Die Frage hierbei war, ob eine Begegnungsstunde ohne Begegnung in einem realen Raum funktionieren kann, doch die positive Rückmeldung der Teilnehmer war ermutigend.


Die beiden neuen Kooperationspartner: Die Sucht- und Drogenkoordiation der Stadt Wien und der Bezirk Oberbayern.

Die beiden neuen Kooperationspartner: Die Sucht- und Drogenkoordiation der Stadt Wien und der Bezirk Oberbayern.

Neue Kooperationen

Basta in Wien:


Das Institut für Sucht- und Drogenkoordination Wien, eine Organisation der Stadt Wien hat das BASTA-Schulpaket erworben.
 Bei einer Online-Konferenz erläuterte der BASTA-Aktive Peter Bechmann die Rolle der Betroffenen in den BASTA-Begegnungsstunden.

https://sdw.wien/de/praevention/schule/#basta

BASTA im Bezirk Oberbayern:

Im Rahmen des Gesundheitsmanagements und des Inklusionsgedankens hat das Personalreferat des Bezirks einen Materialkoffer für das BASTA-Schulprojekt erworben und wird mehrmals jährlich BASTA-Begegnungsstunden für Mitarbeiter und Auszubildende des Bezirks durchführen.

Das Polizei-Projekt

Hier wurden die Termine auch zum Schutz der beteiligten MitarbeiterInnen leider alle abgesagt.


Die Regisseurin Caroline Link mit Dr. Walter Stehling und Marcel Bischofberger von BASTA vor dem Neuen Rottmann nach der Diskussion zu ihrem Film “Der Junge muss an die frische Luft”.

Die Regisseurin Caroline Link mit Dr. Walter Stehling und Marcel Bischofberger von BASTA vor dem Neuen Rottmann nach der Diskussion zu ihrem Film “Der Junge muss an die frische Luft”.

Psychiatrie im Film

Ein Höhepunkt des Jahres war sicher der Besuch von Regisseurin und Oscar-Preisträgerin Caroline Link am 25. August bei der Filmvorführung „Der Junge muss an die frische Luft". Der Film fand in der BASTA-Reihe "Psychiatrie im Film" bei den Münchner Filmkunstwochen im "Neuen Rottmann" statt. Caroline Link nahm sich die Zeit, um dem Publikum spannende Einblicke in die Entstehung des Films zu gewähren. Dr. Walter Stehling führte das Gespräch mit der Regisseurin und moderierte die Diskussion.


Auftritte bei öffentlichen Veranstaltungen

Standbild der Videostreams zur Rolle der Angehörigen in Psychiatrie und Psychotherapie am 28. 10. mit Dr. Gabriele Pitschel-Walz, Angelika Hermann von der ApK und Peter Bechmann für BASTA.

Standbild der Videostreams zur Rolle der Angehörigen in Psychiatrie und Psychotherapie am 28. 10. mit Dr. Gabriele Pitschel-Walz, Angelika Hermann von der ApK und Peter Bechmann für BASTA.

Update “Forschung zur psychischen Gesundheit":

BASTA nahm an den Online-Informationstagen der vier Institutionen vom Forschungsnetz München Augsburg (Klinikum rechts der Isar, TUM / Max-Planck-Institut für Psychiatrie/Psychiatrische Klinik der LMU München / Universitätsmedizin Augsburg, Bezirkskrankenhaus Augsburg) vom 26. 10. bis zum 28. 10. 2020 teil.

Am 28. 10. stellte Dr. Gabriele Pitschel-Walz in einer trialogischen Veranstaltung die Rolle der Angehörigen in Psychiatrie und Psychotherapie vor. BASTA-Mitglied Peter Bechmann schilderte seine Erfahrungen aus der Sicht eines Betroffenen.


Link zur Videoaufzeichnung auf Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=UjLmWe1J5Mk&feature=youtu.be


In einer Feierstunde am 15.09.2020 im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes in Landshut wurde Frau Gisela Dregelyi vom Landrat Peter Dreier die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Foto: “Unbeirrbar - Infof…

In einer Feierstunde am 15.09.2020 im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes in Landshut wurde Frau Gisela Dregelyi vom Landrat Peter Dreier die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Foto: “Unbeirrbar - Infoforum für Angehörige psychisch Kranker in Bayern der LApK”

Verdienstmedaille DES VERDIENSTORDENS der Bundesrepublik Deutschland für Frau Gisela Dregelyi

Frau Dregelyi, BASTA-Vertreterin in Landshut, ist für ihre engagierte ehrenamtliche Arbeit durch den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland geehrte worden. 


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiers Worte: „Sie haben sich weit über das übliche Maße hinaus für unser Land engagiert. Mit Ihrem beharrlichen Einsatz für psychisch kranke Menschen, ihre Angehörigen und ihre Lehrer haben Sie einen bedeutenden Beitrag zum Wohl der Allgemeinheit geleistet. Dafür einen herzlichen Dank!“

Wir gratulieren Frau Dregelyi sehr herzlich!

https://www.lvbayern-apk.de/wp-content/uploads/2020/12/unbeirrbar.Dezember.2020.pdf


Danke!

BASTA bedankt sich bei allen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Einsatz in Schulen, bei den Polizeiseminaren, bei der Arbeit am Newsblog und die ideelle Unterstützung durch jeden einzelnen.

2021 besteht BASTA 20 Jahre. Wir hoffen, dass wir gemeinsam feiern können in einem gesicherten Rahmen sowohl finanziell als auch personell – das wäre schön.

Ihnen allen ein gutes und gesundes Jahr 2021!

Impression einer Winternacht, aufgenommen an der Rosenheimer Straße, Foto Peter Bechmann

Impression einer Winternacht, aufgenommen an der Rosenheimer Straße, Foto Peter Bechmann

Dezember-Blog

Headergrafik der Webseite zur Corona-Umfrag des Inklusionsnetzes Schaumburg (https://eigeninitiative-jetzt.de)

Headergrafik der Webseite zur Corona-Umfrag des INkluionsnetzes Schaumburg (https://eigeninitiative-jetzt.de)

Umfrage des Inklusionsnetzes aus Schaumburg

Das Inklusionsnetz aus Schaumburg führt im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung eine Umfrage durch und bittet um Teilnahme. Mit dem Lockdown durch die Corona-Pandemie sind zwar viele professionelle Hilfen weggebrochen, doch durch Eigeninitiave, Selbsthilfe und durch Dritte entstanden neue Aktivitäten.

Die Umfrage will genau diese Unterstützungsangebote ausfindig machen. Aus den Ergebnissen soll eine Handreichung entstehen, die zum Beispiel in der Zukunft an Menschen mit psychischen Krisenerfahrungen ausgehändigt werden kann, sozusagen als mutmachende Beispiele.

Unter https://eigeninitiative-jetzt.de kommt man zur Umfrage. Der Zeitraum der Umfrage erstreckt sich noch bis zum 11. Dezember 2020. Die Umfrage dauert etwa acht Minuten und ist anonym. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, ein persönliches Interview durchzuführen. Dazu schicken Sie einfach eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten an mittendrin@depressionen-hannover.de.


Headergrafik der Webseite von bipolaris e.V. (www.bipolaris.de), einem der beiden Gewinner des DGPPN-Antistigma-Preises 2020.

Headergrafik der Webseite von bipolaris e.V. (www.bipolaris.de), einem der beiden Gewinner des DGPPN-Antistigma-Preises 2020.

Headergrafik der Webseite von “Irre menschlich Hamburg e.V.”, einem der beiden Gewinner des DGPPN-Antistigma-Preises 2020.

Headergrafik der Webseite von “Irre menschlich Hamburg e.V.”, einem der beiden Gewinner des DGPPN-Antistigma-Preises 2020.

DGPPN-Antistigma-Preis: ein Zeichen gegen Vorurteile und Ausgrenzung

Menschen mit psychischen Erkrankungen haben in Deutschland noch immer mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Dagegen setzt der DGPPN-Antistigma-Preis ein Zeichen (DGPPN = Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde).

Den ersten Preis in Höhe von 6000 Euro teilen sich die beiden Organisationen bipolaris e.V. und Irre menschlich Hamburg e.V. bipolaris ist eine Selbsthilfevereinigung für Manie und Depression in Berlin-Brandenburg. Unter dem Motto „Bewegung für die Seele“ engagiert sich der Verein unter anderem dafür, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen sportliche Aktivität als Unterstützung und ergänzende Therapie kennenlernen. Irre menschlich wird für sein langjähriges Engagement für den Trialog (die Zusammenarbeit von Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten) ausgezeichnet. Aktuelles Beispiel ist ein Antistigma-Modul für Medizinstudierende.

Der zweite Preis geht ebenfalls an zwei Projekte: Zum einen an das Projekt „Jung und Freudlos – Psychiatrie im Podcast“, das seit zwei Jahren von Mitarbeitern der Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Freiburg erfolgreich betrieben wird. Zum anderen geht der zweite Preis auch an die Filmemacherin Andrea Rothenburg aus Bad Segeberg für ihr Projekt „Psychiatrie-Filme“. Mit einem Anerkennungspreis wurde außerdem die AUDI AG für ihre Kampagne „Jeder hat Psyche. Warum nicht darüber reden?“ gewürdigt.

Weitere Informationen zu den Auszeichnungen gibt es unter https://www.seelischegesundheit.net.


Headergrafik der Webseite der Süddeutschen Zeitung

Headergrafik der Webseite der Süddeutschen Zeitung

SZ-Kommentar: Das quälende Warum

„Verwirrter Einzeltäter, psychisch krank – so heißt es häufig nach Gewaltverbrechen wie dem von Trier. Als wäre das eine Information von Wert. Dabei gibt eine etwaige Diagnose nur selten eine Antwort auf das Warum.“ Barbara Vorsamer setzt sich in ihrem Kommentar mit vorschneller Schuldzuweisung auseinander, die zu Diskriminierung einzelner Gruppen, wie z.B. Menschen mit psychischen Erkrankungen führt.

Die Kommentatorin nimmt den Fall der Amokfahrt in Trier zum aktuellen Anlass, die gängige Praxis in vielen Medien anzuprangern, die Information “psychisch krank” als schnelle Erklärung für schwer zu erklärende Gewaltverbrechen zu verwenden.

Im Zusammenhang mit dem Fall eines Mannes, der 2019 in Frankfurt aufgrund seiner paranoiden Schizophrenie ein Kind auf ein Gleis gestoßen hatte, weist die Autorin darauf hin, dass man selten die korrekte Bezeichnung forensische Psychiatrie für den geschlossenen Maßregelvollzg lese und stattdessen generell von “der Psychiatrie” geschrieben werde, in die Straftäter eingewiesen würden. Dies sei eine Stigmatisierung aller Menschen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung professionelle Hilfe in einem psychiatrischen Krankenhaus suchen, da nur circa 1 Prozent dieser Millionen von Patienten verurteilte Straftäter seien.

Unbedingt Lesenswert: https://www.sueddeutsche.de/panorama/trier-gewaltverbrechen-psychisch-krank-kommentar-1.5136217


Logo und Headergrafik auf der Webseite https://link.springer.com

Logo und Headergrafik auf der Webseite https://link.springer.com

Springer: Psychisch Kranke oft Opfer von Gewalt – auch in Kliniken

Geschlagen, vergewaltigt, bedroht – die meisten psychisch erkrankten Menschen haben in ihrem Leben bereits massive Gewalt erfahren. Davor sind sie auch in psychiatrischen Einrichtungen nicht sicher. Das berichtete zumindest der Springer-Verlag 2017 unter https://link.springer.com/article/10.1007/s15006-017-9185-5.

In der Diskussion um die Gewaltbereitschaft psychisch Kranker wird ein Aspekt oft wenig berücksichtigt: Solche Menschen sind weitaus häufiger Gewaltopfer als –täter, sagte Prof. Tilman Steinert von der psychiatrischen Klinik in Weissenau. Er führte eine eigene Studie zu dem Thema durch. Darin wurden 170 Patienten in Wiedereingliederungsmaßnahmen befragt– die Hälfte Frauen. Ein Großteil hatte eine psychotische Erkrankung. Im Schnitt waren die Patienten bereits elfmal in einer psychiatrischen Klinik gewesen.

Die Erhebung 2016 erfolgte anonym anhand eines umfangreichen Fragebogens und ohne persönliches Gespräch. Wie sich zeigte, war im privaten Umfeld 70 Prozent der Patienten schon einmal Gewalt angedroht worden, bei 37 Prozent wurde der Drohung mit einer Waffe Geltung verschafft. 51 Prozent hatten tatsächlich Gewalt erlebt, 41 Prozent um ihr Leben gefürchtet. Die Hälfte der Frauen berichtete von Vergewaltigungen.

Auch in psychiatrischen Kliniken erlebten die Patienten Gewalt: 56 Prozent beklagten eine Einweisung und 29 Prozent eine Medikation gegen den eigenen Willen. 38 Prozent nannten Fixierungen, 51 Prozent hatten schon mal Angst vor Mitpatienten, 17 Prozent erwähnten körperliche Angriffe und 21 Prozent sexuelle Annäherungsversuche. 11 Prozent berichteten von körperlichen Angriffen durch das Personal in den psychiatrischen Kliniken, 7 Prozent von sexuellen Übergriffen durch Mitpatienten.

Der Psychiater geht davon aus, dass negative Erlebnisse in der Psychiatrie, etwa durch Zwangsmaßnahmen, die Opferrolle der Patienten noch verstärken und sich ungünstig auf den Therapieerfolg auswirken.


Umschlagbild des Buches “Muträuber – Hugo und Zugo besiegen die Angst” von Johannes Traub, Wiebke Alphei und Suse Schweizer aus der Reihe “Kids in Balance” des Psychiatrie-Verlags.

Umschlagbild des Buches “Muträuber – Hugo und Zugo besiegen die Angst” von Johannes Traub, Wiebke Alphei und Suse Schweizer aus der Reihe “Kids in Balance” des Psychiatrie-Verlags.

Buchbesprechung: „Muträuber - Hugo und Zugo besiegen die Angst“

Das Kinderbuch „Muträuber - Hugo und Zugo besiegen die Angst“ von Johannes Traub, Wiebke Alphei und Suse Schweizer schildert den Kampf zweier Räuberkinder gegen die Angst. Zugo fürchtet sich vor dem dunklen Weg hinter der Räuberhöhle, vor Spinnen und Füchsen und vor allem vor Brüll und Gröl, den fiesen Räuberzwillingen. Hugo hat keine Angst, weiß aber nicht, wie man mutig wird. „Mutig ist, wer Angst vor etwas hat und es trotzdem macht“, erklärt der Räubervater. Und so lernt Zugo, angefeuert von Hugo, sich der Angst zu stellen. Auf der riesig hohen Rutschbahn erleben sie, wie die Angst kleiner wird und der Mut wächst, je öfter sie hinunterrutschen.

Das Buch ist liebevoll illustriert und eignet sich für Kinder ab fünf Jahren. Es ist unter der ISBN 978-3-86739-188-7 in der Reihe “Kids in Balance” im Psychiatrie-Verlag erschienen und kostet 17 Euro. (https://psychiatrie-verlag.de/product/mutraeuber/)

November-Blog

Screenshot der Veranstaltungsreihe “Stärkung der Selbsthilfe” der Seko-Online  auf  der digitalen Pinnwand der App “padlet.com”

Screenshot der Veranstaltungsreihe “Stärkung der Selbsthilfe” der Seko-Online auf der digitalen Pinnwand der App “padlet.com”

Veranstaltungswoche der Seko-Online: „Stärkung der Selbsthilfe im Suchtbereich“

Von Montag, 9. November 2020, bis Freitag, 13. November 2020, findet eine Veranstaltungswoche der Seko-Online (Seko = Selbsthilfekoordination) statt. Thema dieser Woche ist die Stärkung der Selbsthilfe im Suchtbereich. Zielgruppe sind Selbsthilfeaktive und Professionelle aus dem Sucht- und Gesundheitsbereich, Angehörige und Interessierte.

Seit 2010 gab es jährlich eine große Fachveranstaltung zu diesem Thema. Dieses Jahr muss diese jedoch pandemiebedingt ausfallen. Stattdessen präsentieren die Veranstalter mit der virtuellen Veranstaltungswoche ein alternatives Programm. Die Themen sind breit gefächert. Sie reichen von neuen Projekten und Initiativen aus der Selbsthilfe über kreative Ideen zum Umgang mit Sucht und Psyche (Schreibwerkstatt, Atemtechniken) bis hin zu Fachvorträgen und kulturellen Beiträgen (Film, Lesung). Interessenten steht ab sofort unter https://de.padlet.com/selbsthilfekoordinationbayern/Veranstaltungsreihe eine digitale Pinnwand (Padlet) als Austauschplattform zur Verfügung. Informationen zu den einzelnen Beiträgen gibt es unter https://www.seko-bayern.de/veranstaltungen/veranstaltungswoche-staerkung-der-selbsthilfe-im-suchtbereich.

Anmeldungen sind ab dem 15. Oktober 2020 unter https://www.seko-bayern.de/ möglich. Technische Voraussetzungen zur Teilnahme sind PC, Laptop oder Tablet mit aktuellem Firefox- oder Chrome-Browser und ein Mikrofon. Eine Webcam ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Mit Ausnahme des Films „Zoey“ finden alle Veranstaltungen auf der Videokonferenz-Plattform BigBlueButton statt, die eine leichte Bedienung und Datenschutz garantieren soll. Bei technischen Fragen unterstützt Sie der Veranstalter gerne.

Kontakt: Selbsthilfekoordination Bayern,
Handgasse 8,
97070 Würzburg,
Tel.: 0931/20 78 16 40,
E-Mail: selbsthilfe@seko-bayern.de.


Grafik des “psychiatrie_verlag#wegbegleiters” auf der Website www.psychiatrie-verlag.de

Grafik des “psychiatrie_verlag#wegbegleiters” auf der Website www.psychiatrie-verlag.de


Psychiatrie Verlag: Informationen zum Thema Suizid

In Deutschland sterben jährlich 10.000 Menschen an einem Suizid, so der Psychiatrie Verlag in seinem Newsletter. Das sind mehr als durch Verkehrsunfälle, Drogen und Aids zusammen und auch mehr als in Deutschland bisher an Corona gestorben sind. Für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 24 Jahren ist es sogar die zweithäufigste Todesursache. Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sind bei jeder suizidalen Handlung bis zu 23 andere Personen involviert: Eltern, Kinder, Partner*innen, Freund*innen, Kolleg*innen, Nachbar*innen, Ersthelfer*innen und Zeug*innen des Geschehens.

Weltweit sterben jedes Jahr 793.000 Menschen an einem Suizid. Doch wie in Deutschland ist die Dunkelziffer weitaus höher. Etwa 60 Prozent der Menschen, die Suizid begehen, hatten eine schwere Depression. Dieser Prozentsatz nimmt drastisch ab, wenn die betroffenen Menschen professionelle Hilfe erhalten. Diese suchen aber nur 35 Prozent, was auch eine direkte Folge der Tabuisierung von Suizidalität ist. Der Mythos, dass Menschen, die von Suizid sprechen, nur Aufsehen erregen wollen und nicht wirklich gefährdet sind, ist nach wie vor aktuell. Tatsächlich werden aber zirkca 80 Prozent der Suizide im Vorfeld direkt oder indirekt angekündigt.

Weitere Informationen zum Thema und zu Projekten der Suizidprävention gibt es unter https://psychiatrie-verlag.de/wegbegleiter-zum-welttag-der-suizidpraevention/.


Cover des Buches “Grübeln - wie Denkschleifen entstehen und wie man sie löst” von Tobias Teismann erschienen im BALANCE buch + medien  Verlag

Cover des Buches “Grübeln - wie Denkschleifen entstehen und wie man sie löst” von Tobias Teismann erschienen im BALANCE buch + medien Verlag


Buchbesprechung: „Grübeln“ von Tobias Teismann

Das Buch „Grübeln – Wie Denkschleifen entstehen und wie man sie löst“ von Tobias Teismann beschäftigt sich mit Ursachen des Grübelns und wie man es verhindert. Intensives Grübeln führt nur selten zur Lösung von Problemen. Im Gegenteil: Mittlerweile weiß man, dass ausdauerndes Grübeln zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Depressionen beiträgt.

Teismann gibt Leserinnen und Lesern Strategien an die Hand, wie sie ihr Grübeln in den Griff bekommen können. Dazu gehört etwa die Schulung von Aufmerksamkeit und Konzentration. Auch Ablenkung und Aktivität können helfen. Zur emotionalen Verarbeitung trägt es bei, aufzuschreiben, was einen bewegt, oder aber über persönliche Ziele zu schreiben. Insgesamt ist es sinnvoller, Probleme auf konkrete Weise anzugehen. Das Buch enthält ausführliches Übungsmaterial, das den Lesern auch als Download zur Verfügung gestellt wird. Verschiedene Übungen machen das Buch zu einem hilfreichen Werkzeugkasten inklusive Download-Materialien in Form von Audiodateien und Arbeitsblättern zum Ausdrucken.

„Grübeln“ ist im BALANCE buch + medien Ratgeber Verlag erschienen (ISBN 978-3-86739-081-1) und kostet 15 Euro. ( https://balance-verlag.de/product/gruebeln/)


Schriftzug der Zeitschrift “unbeirrbar” der LApK

Schriftzug der Zeitschrift “unbeirrbar” der LApK

Lesenswert: Zwei Artikel in „unbeirrbar“ – der Zeitschrift des Landesverbandes Bayern der Angehörigen psychisch Kranker (LApK)

– Warum Weinen so gut für die Seele ist

Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das aus Wut, Schmerz, Trauer oder Freude weinen kann. Aus rein evolutionärer Sicht geschieht dies zum einen, um sich selbst zu erleichtern oder zu reinigen, zum anderen dienen Tränen auch als Kommunikationsmittel. Während sie Schmerz oder Hilflosigkeit signalisieren, rufen sie in aller Regel Empathie und Hilfsbereitschaft bei anderen Menschen hervor. Leider neigen wir – vor allem in den westlichen Ländern – dazu, unsere Tränen zu verstecken. Gerade am Arbeitsplatz oder in anderen geschäftlichen oder offiziellen Situationen (zum Beispiel Feiern oder Gerichtsverhandlungen) möchte man nicht unbedingt weinen. Was gilt es ist also zu tun, wenn wir unsere Tränen nicht zurückhalten können?

– Der Einfluss von Ernährung auf Schizophrenie und Depressionen

Mehrere Studien belegen laut „unbeirrbar“ den Zusammenhang zwischen Ernährung und neurologisch-psychiatrischen Erkrankungen. Im Rahmen einer australischen Studie ernährte sich die Hälfte der Probanden mit Depressionen mit Fastfood, die andere bekam mediterrane Kost. Nach einem Vierteljahr konnte man feststellen, dass bei der mediterranen- Ernährungsgruppe die Krankheitssymptome deutlich zurückgegangen waren, während sich bei der Kontrollgruppe keine Änderung ergeben hatte.

Beide Artikel finden Sie vollständig in der Juni-Ausgabe von “unbeirrbar” unter https://www.lvbayern-apk.de/pdf/unbeirrbar-juni-2020.pdf.

Oktober-Blog

Cover und Rückseite des Buches “Psycho-Tisch - Geschichten und Bilder aus dem Münchner Psychose-Seminar” erschienen im Pabst-Verlag

Cover und Rückseite des Buches “Psycho-Tisch - Geschichten und Bilder aus dem Münchner Psychose-Seminar” erschienen im Pabst-Verlag

Buchpräsentation „Psycho-Tisch“ am Freitag, 23.10.2020, 15 Uhr

Im Hörsaal A der TU im Klinikum rechts der Isar, Ismaninger Straße 22, stellen die fünf Herausgeber Dr. Heinrich Berger, BASTA-Aktiver Peter Bechmann, Véronique Dehimi, Dr. Karolina De Valerio und Prof. Josef Bäuml das Buch “Psycho-Tisch” des Münchner Psychose-Seminars vor.

Autorinnen und Autoren lesen Auszüge ihrer Texte und Gedichte, die Einblicke in die Welt psychischer Ausnahmezustände gewähren. Sie zeigen ein immer noch tabuisiertes Thema aus der Sicht der Erlebenden, Behandelnden und Angehörigen. Bilder und Fotografien aus dem Buch sowie Musikeinlagen bereichern die Beiträge.

Programm 15 bis 17 Uhr:
Begrüßung durch die Klinikleitung
Einführung durch die Herausgebergruppe
Lesung von Mitautor*innen mit Bildern
Musikalisches Intermezzo und Überraschungsgäste

Die Teilnahmezahl ist aufgrund der Corona-Bestimmungen sehr beschränkt.
Die Plätze werden vor allem Mitautor*innen, Mitveranstaltern, Sponsoren und Psychose-Seminar-Mitstreiter*innen zur Life-Veranstaltung reserviert.

Alle anderen sollen die Möglichkeit erhalten, online in Form von Streaming/Videokonferenz teilzunehmen. Die technischen Möglichkeiten werden noch geprüft.

Anmeldung unter anmeldung-mps@gmx.de.

Das Buch “Psycho-Tisch - Geschichten und Bilder aus dem Münchner Psychose-Seminar” ist im Pabst-Verlag erschienen. Das Buch kostet 30 Euro (ISBN 978-3-95853-231-1) und das E-Book 12 Euro (ISBN 978-3-95853-232-8) und hat 326 Seiten mit zahlreiche Abbildungen.

https://www.pabst-publishers.com/shop-checkout/detailansicht.html?tt_products%5BbackPID%5D=210&tt_products%5Bproduct%5D=1776&cHash=c299ab6a4bf895d7fc7e52c5c4ed8cd6


Logo der Webseite Prodo-Group.com

Logo der Webseite Prodo-Group.com

CHIMPS-net-Studie: Prävention von psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen

Das LMU Klinikum bietet das gruppenbasierte Familienprogramm „Gesund und Glücklich aufwachsen“ (GuGAuf) an. Ziel ist die Unterstützung der ganzen Familie, mit der Herausforderung „Depression“ umzugehen.

Die „CHIMPS-net“-Studie folgt der PRODO-Studie, wurde nach dem Feedback der Teilnehmer überarbeitet und wird nun in verkürzter Form angeboten. Sie dient der Prävention von psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen mit einem depressiven Elternteil. Mitmachen können Eltern mit einer depressiven Störung und Kinder sowie Jugendlichen zwischen 8 und 17 Jahren.

Im Rahmen des GuGAuf-Programms lernen Kinder, was eine Depression ist und wie sie mit schwierigen Situationen umgehen können. Eltern lernen, wie sie ihr Kind unterstützen können, damit es gesund und glücklich aufwächst, wie sie ihr Leben als Elternteil leichter machen und auch in schwierigen Phasen „positiv“ erziehen können.

Mehr Informationen zu Inhalt und Ablauf finden Sie unter https://prodo-group.com/studies/proband-werden/. Wenn sich Interessierte finden, wird ein zusätzlicher Informationsabend via Zoom geplant. Bitte melden Sie sich bei Frau Vanessa Danzer, E-Mail: kjp-prodo@med.uni-muenchen.de, an.


Bild von Mark Weber

Bild von Mark Weber

Galerie SeelenArt: Mark Weber stellt vom 14. Oktober 2020 bis 15. Januar 2021 aus

Die Galerie SeelenART im Münchner Lehel widmet sich der Kunst sogenannter „Insider“ und „Outsider“. Mit wechselnden themenbezogenen Ausstellungen bietet sie Künstlern mit und ohne Behinderung, Autodidakten, aber auch professionellen Künstlern eine Plattform. In der Ausstellung vom 14. Oktober 2020 bis 15. Januar 2021 werden unter dem Titel „Cosmic Coal“ Werke der Malerei, Drucktechnik und Grafik von Mark Weber gezeigt. Frei von akademischer Prägung hat er sich mit unterschiedlichen Techniken seinen individuellen künstlerischen Ausdruck erarbeitet. In der Ausstellung lädt Weber den Betrachter auf eine Reise in fantasievolle Welten ein. Die Vernissage findet am 14. Oktober 2020 um 17:30 Uhr mit(!) Anmeldung und ab 18:30 Uhr ohne Anmeldung nach Reihenfolge statt.

Die Ausstellung dauert vom 14. Oktober 2020 bis zum 15. Januar 2021. Die Galerie Seelenart hat ihren Sitz in der Robert-Koch-Straße 7/7a in 80538 München. Geöffnet ist Mittwoch und Freitag von 13 bis 15 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 18 Uhr. Über Weihnachten ist geschlossen.

Bitte wenden Sie sich für Fragen oder weitere Informationen an Ulrike Ostermayer,
E-Mail: ulrike.ostermayer@kbo.de, mobil: 0174/15 25 626,
oder besuchen Sie die Website: https://kbo-spz.de/startseite.html oder dem Facewbool-Auftritt: https://www.facebook.com/events/324597695299607/


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Meta-Studie des Klinikums rechts der Isar: Behandlung von älteren Patient*innen mit Insomnie

Insomnie ist eine Schlafstörung, bei der die betroffene Person nicht einschlafen kann, nicht durchschläft oder vorzeitig erwacht und nicht wieder einschlafen kann. Von einer chronischen Insomnie sprechen Ärztinnen und Ärzte dann, wenn die betroffene Person an mindestens drei Tagen in der Woche über mehr als drei Monate hinweg an Schlafstörungen leidet. Bei älteren Menschen ist Insomnie eine belastende Erkrankung: Schätzungen zufolge leiden daran in dieser Gruppe zwischen 30 und 60 Prozent. Für die Betroffenen hat das schwerwiegende Folgen. Konzentrationsschwierigkeiten, Vergesslichkeit und erschwertes Denkvermögen können zu Flüchtigkeitsfehlern und im schlimmsten Fall zu Unfällen führen. Nicht selten treten auch körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen und Zähneknirschen, müde Augen und Muskelverspannung bis hin zu starken muskulären Schmerzen auf. Die systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse des Klinikums rechts der Isar untersucht medikamentöse und nicht-medikamentöse Interventionen zur Behandlung von älteren Patient*innen mit Insomnie
https://www.psykl.mri.tum.de/sites/www.mridemo.med.tum.de/files/Zusammenfassung%20Behandlung%20von%20%C3%A4lteren%20Patienten%20mit%20Insomnie.pdf

Vor der Verordnung von Medikamenten sollten immer nicht-pharmakologische Maßnahmen ausgeschöpft werden. Bei einzelnen Patient*innen können Maßnahmen wie Verhaltenstherapie oder Lichttherapie Anwendung finden. Für viele Betroffene ist das Erlernen von Entspannungstechniken wie autogenes Training oder progressive Muskelrelaxation hilfreich. Zum Bereich der nicht-pharmakologischen Behandlungen werden folgende Optionen gezählt: Achtsamkeit, Akupunktur, Aromatherapie, Bewegung, Homöopathie, Hypnotherapie, Massage, Meditation, Musiktherapie, Öl, Reflexzonenmassage und Yoga/Tai Chi/Chi Gong. Die Medikamente, die bei Schlafstörungen eingesetzt werden, umfassen Benzodiazepine und Benzodiazepin-Rezeptor-Antagonisten, sedierende Antidepressiva, Antipsychotika, Antihistaminika oder retardiertes Melatonin. Die meisten dieser Substanzen haben erhebliche Nebenwirkungen.

Eine systematische Übersichtsarbeit bedeutet, dass die Autoren alle vorhandenen Studien, die das Thema untersucht haben, nach vorgegebenen Kriterien ausgewählt haben. Für den Bereich der nicht-medikamentösen Interventionen lagen nur wenige Studien vor.

Für weitere Informationen steht Myrto Samara, E-Mail: samaramyrto@gmail.com zur Verfügung. Das Klinikum rechts der Isar vertreten Dr. Stefan Leucht und Irene Bighelli
(Tel.: 089/4140-4243, E-Mail: irene.bighelli@tum.de).

September-Blog

Die Regisseurin Caroline Link mit Dr. Walter Stehling und Marcel Bischofberger von BASTA vor dem Neuen Rottmann nach der Diskussion zu ihrem Film “Der Junge muss an die frische Luft”.

Die Regisseurin Caroline Link mit Dr. Walter Stehling und Marcel Bischofberger von BASTA vor dem Neuen Rottmann nach der Diskussion zu ihrem Film “Der Junge muss an die frische Luft”.

Rückblick: „Der Junge muss an die frische Luft“ mit Caroline Link

Ein voller Erfolg war das gemeinsame Filmprojekt von BASTA – dem Bündnis für psychisch erkrankte Menschen und ariadne – Verein zur Hilfe für Alterskranke und seelisch Kranke e. V. in Kooperation mit dem Kino Neues Rottmann.

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals herzlich bei Caroline Link bedanken, die sich nicht nur die Zeit für eine spannende Diskussion genommen hat, sondern auch jede Menge Einblicke in die Entstehung und die Geschichte des Films gewährte. Ein ebenso herzliches Dankeschön geht an Dr. Walter Stehling, der die Diskussion moderiert hat.

Darüber hinaus hat der Kinobetreiber alles dafür getan, dass wir gemeinsam mit unseren zahlreichen Gästen einen schönen Abend verbringen konnten – abgerundet durch einen beeindruckenden Film. Danke deshalb auch ans Neues-Rottmann-Team.


Einladungskarte zur Veranstaltung im Bayerischen Landtag: “Wie gelingt der Weg (zurück) in den Beruf?”

Einladungskarte zur Veranstaltung im Bayerischen Landtag: “Wie gelingt der Weg (zurück) in den Beruf?”

10.10: Veranstaltung der Grünen im bayerischen Landtag – Psychisch erkrankt – Wie gelingt der Weg (zurück) in den Beruf?

Anlässlich der Woche der Seelischen Gesundheit laden die Grünen im bayerischen Landtag zur Veranstaltung „Psychisch erkrankt – Wie gelingt der Weg (zurück) in den Beruf?“ am Samstag, den 10. Oktober 2020 ein.
Der Dialog aus der Reihe “psychische Gesundheit” soll die Vielschichtigkeit der Problemlage thematisieren und ist mit Abgeordneten, Betroffenen und Expert*Innen geplant. Wegen der begrenzten Platzkapazität findet ein Live-Stream statt, bei der online Teilnehmer ebenso am Dialog teilnehmen können.

In der Einladung der Grünen heißt es zum Thema: “Die Stigmatisierung in diesem Krankheitsfeld ist immer noch sehr groß und die Arbeitnehmer*innen stehen, neben ihrer psychischen Erkrankung, unter großem Druck. Die medizinische Rehabilitation – ob stationär oder in ambulanter Behandlung – spielt eine entscheidende Rolle. Dabei ist es wichtig, Betroffenen die Möglichkeit zu geben, trotz einer psychischen Erkrankung die eigenen Stärken zu erkennen, mit ihren Ressourcen zum nötigen Selbstbewusstsein zurück zu kommen, sodass der berufliche (Wieder-) Einstieg möglichst einfach gelingen kann. “

Wann: Samstag, 10. Oktober 2020 | 15.00 Uhr
Wo: Online

Link zur Online-Einladung: https://124275.seu2.cleverreach.com/m/12204871/1346645-5271254e8f579ef80e6d3841b0909913


Das Titelbild der DVD zum Film “Grau ist keine Farbe” von MovieJam Studios

Das Titelbild der DVD zum Film “Grau ist keine Farbe” von MovieJam Studios

Kultusministerium setzt Depressions-Petition um und empfiehlt Doku für bessere Aufklärung

Alexander Spöri und MovieJam Studios, die Inititiatoren der Online-Petition “Binden Sie endlich Aufklärung über Depression in den Schulunterricht ein, Herr Piazolo” melden erfreut, dass schon im "Laufe dieses Schuljahres LehrerInnen über psychische Erkrankungen geschult werden.” (Wir berichteten dazu im April-Blog 2019)

Demnach habe das bayerische Kultusministerium viele Materialien zum Thema Depression entwickelt. Darunter empfehle das Ministerium auch das Doku-Drama GRAU IST KEINE FARBE über die jugendliche Depression zum Einstieg in die Thematik. (Wir zeigten den Film in der Reihe Filmkunstwochen-Psychiatrie im Film im Rottmann-Kino am 30. Juli 2019)

Link zur Meldung über die erfolgreiche Petition auf Change.org.
Link zur Webseite von MovieJam mit dem Film “Grau ist keine Farbe”: https://www.moviejam.de/gikf-kaufen/

BASTA gratuliert den jungen Filmemachern und Petitionsinitiatoren von MovieJam Studios!
Wir hoffen, dass auch das BASTA-Schulprojekt als wichtiger Baustein einer Aufklärung im Sinne der Anti-Stigma-Arbeit wahrgenommen wird und dass sich nach der Corona-Pause die Schultüren für uns weit öffnen.


Logo der Anni-Gruber-Stiftung auf der Webseite www.anni-gruber-stiftung.de

Logo der Anni-Gruber-Stiftung auf der Webseite www.anni-gruber-stiftung.de

Süddeutsche Zeitung:
Anni-Gruber-Stiftung für psychisch Kranke und deren Angehörige

Sabine Buchwald berichtet in ihrem Artikel „Wir wollen mehr Menschen erreichen“ in der Süddeutschen Zeitung vom 23. August 2020 von der Arbeit der Anni-Gruber-Stiftung in München. Diese unterstützt seit 25 Jahren psychisch kranke Menschen und deren Angehörige.

Der Suizid eines Angehörigen erschüttert eine Familie wie ein Erdbeben. Das ging auch dem Ehepaar Gruber so, das seinen Sohn durch Selbstmord verlor. Deshalb gründete Anni Gruber 1994 in München eine Stiftung mit dem Zweck, psychisch kranken Menschen und deren unmittelbar betroffenen Angehörigen zu helfen. In der Else-Rosenfeld-Straße hat die Anni-Gruber-Stiftung Wohnungen, die zu einem großen Teil an psychisch Kranke vermietet werden. Seit vielen Jahren organisiert die Stiftung außerdem Erholungsurlaube für Angehörige in Bad Griesbach.
Anni Gruber ist inzwischen 94 Jahre, möchte nicht mehr öffentlich über das Schicksal ihrer Familie und die Arbeit der Stiftung sprechen. Das überlässt sie nun anderen, zum Beispiel Albrecht Egetmeyer, einem früheren Arzt an der Universitätsklinik für Psychiatrie in der Nussbaumstraße und mittlerweile einer der Vorstände der Stiftung. Besonders liegt ihm die Suche nach der Schuld am Herzen. Zusammen mit dem Hamburger Psychiater und Psychiatriehistoriker Klaus Dörner sowie Konstanze Koenning hat er ein Buch mit dem Titel veröffentlicht: „Freispruch der Familie – wie Angehörige psychiatrischer Patienten sich in Gruppen von Not und Einsamkeit, von Schuld und Last freisprechen“ (ISBN: 978-3867391412).

Den kompletten Artikel gibt es unter https://www.sueddeutsche.de/muenchen/gemeinnuetzige-arbeit-wir-wollen-mehr-menschen-erreichen-1.5007567.
Kontakt und weitere Informationen zur Stiftung finden sich unter www.anni-gruber-stiftung.de/kontakt/.

August-Blog

Der Kinosaal des “Neuen Rottmann”, in dem am 25.8. Caroline Link Fragen zu ihrem Film „Der Junge muss an die frische Luft“ beantworten wird.

Der Kinosaal des “Neuen Rottmann”, in dem am 25.8. Caroline Link Fragen zu ihrem Film „Der Junge muss an die frische Luft“ beantworten wird.

Regisseurin Caroline Link am 25. August zu Gast Bei der Filmvorführung „Der Junge muss an die frische Luft“

Caroline Link, Oscar-Preisträgerin und Regisseurin des Films „Der Junge muss an die frische Luft“ ist zu Gast beim gemeinsamen Filmprojekt von BASTA - dem Bündnis für psychisch erkrankte Menschen und ariadne – Verein zur Hilfe für Alterskranke und seelisch Kranke e. V.

Frau Link wird vor Beginn des Films für die Fragen aus dem Plenum zur Verfügung stehen. Die Diskussion wird von Dr. Walter Stehling geleitet. Dr. Walter Stehling ist Facharzt am Klinikum rechts der Isar, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TU München.

Beginn der Diskussion ist 20:00 Uhr. Anschließend ist die Filmvorführung von „Der Junge muss an die frische Luft”.

Veranstaltungsort ist wie bereits angekündigt das „Neues Rottmann“,
Rottmannstr. 15,
80333 München,
Tel: 089 / 521 683.

Eintrittskarten sind im Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich. Wir empfehlen Ihnen, die Karten telefonisch vorzubestellen oder die Tickets direkt online unter www.neuesrottmann.de zu kaufen.


Cover des Buches “Ambulante Gruppentherapie für Männer mit Depression”

Cover des Buches “Ambulante Gruppentherapie für Männer mit Depression”

Buchbesprechung: „Ambulante Gruppentherapie für Männer mit Depressionen”

Schon seit Längerem ist bekannt, dass Männer anders mit ihren psychischen Problemen umgehen und dazu neigen, psychotherapeutische Hilfe abzulehnen. Deshalb ist ein spezielles Therapieprogramm für männliche Patienten notwendig, das auf diejenigen Problembewältigungsstile zugeschnitten ist, die als externalisierend, handlungsorientierend oder kurzgefasst als „männliche“ Stile umschrieben werden.

Hier setzt das Buch „Ambulante Gruppentherapie für Männer mit Depressionen“ an. Geschrieben wurde es von dem psychologischen Psychotherapeuten Dr. Steffen Bartholomes, der ambulant an der Uhlenhaus Klinik in Stralsund arbeitet, und Prof. Dr. Georg Schomerus, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Leipzig. Eine Reihe empirischer Befunde lässt die Interpretation zu, dass chronischer Ärger, Rückzug, Substanzmissbrauch und aggressive Verhaltensweisen Symptome einer sogenannten „männlichen“ Form von Depression sind.

Das Buch, das umfangreiche Downloadmaterialien enthält, richtet sich an Therapeuten von Männern mit einer unipolaren Depression. Oft ist diese Erkrankung mit Persönlichkeitsstörungen, chronischen Schmerzen oder sozialen Problemen wie Arbeitslosigkeit, finanziellen Schwierigkeiten, Scheidung oder Einsamkeit verbunden. Die Autoren stellen ein Therapiekonzept zur Behandlung der „männlichen“ Depression vor, das drei Hauptkomponenten beinhaltet. Zum einen erklären sich die Teilnehmer dazu bereit, über den Therapiezeitraum jeweils ein persönlich relevantes Projekt zu entwickeln und auf den Weg zu bringen. So hat sich etwa einer der Patienten der Aufgabe gestellt, sich ein möglichst differenziertes Bild von seinem früh verstorbenen Vater zu machen. Ein weiterer Patient plante die Teilnahme an einem Halbmarathon. Zum anderen geht es darum, verbesserte Zugänge zu psychologischen Grundbedürfnissen und den eigenen Bedürfnissenzu schaffen. Und schließlich wird ein angemessener Umgang mit den eigenen Ressourcen angestrebt.

Das Buch „Ambulante Gruppentherapie für Männer mit Depressionen“ ist im Psychiatrie Verlag erschienen (ISBN 978-3-88414-695-8) und kostet 30 Euro.
(https://psychiatrie-verlag.de/product/ambulante-gruppentherapie-fuer-maenner-mit-depression/)


Banner-Motiv der 14. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit auf der Webseite aktionswoche.seelischegesundheit.net

Banner-Motiv der 14. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit auf der Webseite aktionswoche.seelischegesundheit.net

Corona-Krise: Schwerpunktthema der Woche der seelischen Gesundheit

Die Corona-Pandemie steht auch im Mittelpunkt der 14. Berliner Woche der seelischen Gesundheit des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit. Angesichts der aktuellen Entwicklungen legen die Initiatoren ihr besonderes Augenmerk auf die Krise und ihre (psychischen) Folgen. Unter dem Motto „Mit Kraft durch die Krise! Gesund bleiben – auch psychisch“ findet die Aktionswoche vom 10. bis 20. Oktober 2020 statt. Wegen der bekannten Einschränkungen gibt es in diesem Jahr keine großen Präsenzveranstaltungen. Die Alternativen sind Veranstaltungen im kleinen Kreis sowie vielfältige Onlineangebote wie Videos oder Podcasts. Tipps und Empfehlungen für die Planung von Onlineevents erhalten Interessenten unter: https://aktionswoche.seelischegesundheit.net/berlin/veranstaltung-anmelden

Juli-Blog

Im Rahmen der Reihe Psychiatrie im Film der Filmkunstwochen zeigen BASTA und ariadne e.V. den Film “Der Junge muss an die frische Luft” im Kino “Neues Rottmann”

Im Rahmen der Reihe Psychiatrie im Film der Filmkunstwochen zeigen BASTA und ariadne e.V. den Film “Der Junge muss an die frische Luft” im Kino “Neues Rottmann”

Filmkunstwochen – Psychiatrie im Film:
„Der Junge muss an die frische Luft“ am 25. August 2020 um 20 Uhr im “Neuen Rottmann”

BASTA - das Bündnis für psychisch erkrankte Menschen und ariadne – Verein zur Hilfe für Alterskranke und seelisch Kranke e. V. zeigen Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Kino „Neues Rottmann“ auch dieses Jahr wieder einen Film zum Thema Psychiatrie. Im Anschluss an die Filmvorführung findet eine Podiumsdiskussion statt.

Der Film „Der Junge muss an die frische Luft“ erzählt von der Kindheit Hape Kerkelings in den 1970er-Jahren im Ruhrpott. Die Familie ist groß, laut, lustig und immer in Feierlaune. Der junge Hans-Peter bringt durch Parodien von Verwandten und Bekannten seine Umgebung zum Lachen. Doch nach einer missglückten Operation lacht die Mutter immer weniger, und es scheint, als ob sie sich schrittweise aus dem Leben verabschieden würde.

Themen im Film sind Kinder psychisch erkrankter Menschen und Depression – eingebettet in die Familiengeschichte. Die Vorführung findet am 25. August 2020 um 20 Uhr statt.

Veranstaltungsort:
„Neues Rottmann“,
Rottmannstr. 15,
80333 München,
Tel: 089 / 521 683.

Eintrittskarten sind im Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich. Wir empfehlen Ihnen, die Karten telefonisch vorzubestellen oder die Tickets direkt online unter www.neuesrottmann.de zu kaufen.


Cover des Buches “Hölderlin - Das Klischee vom umnachteten Genie im Turm”

Cover des Buches “Hölderlin - Das Klischee vom umnachteten Genie im Turm”

Buchbesprechung:
Hölderlin – Das Klischee vom umnachteten Genie im Turm

Friedrich Hölderlin steht wie niemand sonst in der deutschen Literatur für das Klischee vom geistig umnachteten Genie. Die beiden Autoren Jann E. Schlimme und Uwe Gonther, beide Psychiater und Hölderlin-Experten, wollen den Menschen Hölderlin vorstellen, indem sie unter Zuhilfenahme der vorhandenen Quellen den trialogischen Ansatz verfolgen. Sie lassen ihn selbst, seine Familie und Bekannten sowie seine Ärzte zu Wort kommen. Da die Quellen spärlich sind, ist das Buch streckenweise nicht einfach zu lesen und es bleiben Lücken. Dennoch kommen Schlimme und Gonther zu einem anderen, neuen Verständnis der Person Friedrich Hölderlin: Psychotische Krisen und mühevolle Genesung? Ja. Umnachtung? Nein.

Das Buch „Hölderlin – Das Klischee vom geistig umnachteten Genie im Turm“ ist im Psychiatrie Verlag erschienen (ISBN 978-3-96605-059-3) und kostet 20 Euro.
Hier der Link zur Bestellung: https://psychiatrie-verlag.de/product/hoelderlin/


Titelschriftzug der Webseite www.corona-und-du.de

Titelschriftzug der Webseite www.corona-und-du.de

Corona:
Plattform für Kinder und Jugendliche im Netz

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie des LMU Klinikums München hat gemeinsam mit der Beisheim-Stiftung eine quietschbunte Corona-Plattform für Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen (https://www.corona-und-du.info/).

Auch für Kinder und Jugendliche ist die derzeitige Situation schwierig. Die Unsicherheiten, wann es welche Lockerungen gibt, und die vielen Umstellungen im Alltag sind gerade für Kinder und Jugendliche eine schwere Belastungsprobe. Sorgen und Ängste können in Zeiten von Schulschließungen und einer ungewissen Zukunft schnell überhand nehmen.

Im Einzelnen finden Interessierte auf der Plattform Tipps gegen Langeweile, Übungen für eine positive Einstellung und Regeln für den Umgang mit Stress. Darüber hinaus zeigt die Plattform auf, wie man sich richtig bewegt, besser schlafen kann und sich gesund ernährt. Nicht zuletzt wird dazu geraten, zwar informiert zu bleiben, aber auch mal abzuschalten und Abstand von der ganzen Thematik zu nehmen.

Wer zudem ein offenes Ohr von Expertinnen und Experten benötigt, findet auf der Website Anlaufstellen, an die man sich mit seinenProblemen wenden kann.

Juni-Blog

Cover des Buches “Angstphase” von Antonia Wille erschienen im Piper-Verlag

Cover des Buches “Angstphase” von Antonia Wille erschienen im Piper-Verlag

Buchbesprechung: „Angstphase“ von Antonia Wille

Antonia Wille leidet seit ihrem elften Lebensjahr an einer Angststörung. In einer ersten Therapie konfrontiert sie sich mit ihren Ängsten und gewinnt so zunächst ein erstes Stück Eigenständigkeit zurück. Doch die Angst kommt wieder. Langsam lernt sie, dass sie der Angst auch zuhören muss, damit sie versteht, wieso sie da ist. Sie gibt ihrer Angst einen Namen und spricht mit ihr. Antonia meint, sie ist durch die Erfahrung mit der Angst auch gewachsen, empathischer und reflektierter geworden. Schließlich geht sie an die Öffentlichkeit und outet sich als Angsterkrankte. Offen, ehrlich und humorvoll teilt die Journalistin und Bloggerin ihre Erfahrungen, gibt wertvolle Tipps und spendet entlastende Worte für andere Betroffene. Das Buch ist kurzweilig geschrieben und eignet sich auch für Angehörigeund Freunde von Angsterkrankten, die „ihre“ Betroffenen besser verstehen möchten. Es ist uneingeschränkt empfehlenswert.

Das Buch ist im Piper-Verlag erschienen (ISBN-13: 9783492061612) und kostet 16 Euro.
Link zum Piper-Verlag: https://www.piper.de/buecher/angstphase-isbn-978-3-492-06161-2


Header der Website www.neurologen-und-psychiater-im-netz.de

Header der Website www.neurologen-und-psychiater-im-netz.de

Corona-Krise und Alzheimer-Patienten: Strukturen schaffen

Gerade Menschen, die an Alzheimer leiden, tun sich mit Veränderungen im Alltag und mit Ungewohntem schwer. Dies gilt umso mehr in Zeiten von COVID-19 und den damit einhergehenden, sich meist täglich ändernden Beschränkungen und Vorgaben.Das Informationsportal „Neurologen und Psychiater im Netz“ gibt im Artikel „Alzheimer-Patienten: Klare Struktur und einfache Erklärungen helfen durch Corona-Krise“ vom 7. April 2020 Hinweise, worauf Angehörige nun achten sollten, und bezieht sich dabei auf eine dpa-Pressemeldung. Klare Tagesstrukturen sind demnach unerlässlich für Alzheimer-Patientinnen und -Patienten. Das könnten zum Beispiel Spaziergänge sein, die immer zur gleichen Zeit stattfinden und auf denen die Betroffenen stets begleitet werden sollten. Dabei sollten Wegegenutzt werden, auf denen möglichst wenige Menschen unterwegs seien, damit die Abstandsregelungen eingehalten werden könnten. Auchregelmäßiges und gründliches Händewaschen sei sehr wichtig, da Personen mit Alzheimer im fortgeschrittenen Stadium häufig ein geschwächtes Immunsystem hätten und dadurch anfälliger für Infektionskrankheiten seien.

Außerdem sollte die gesamte Situation und alles, worauf zu achten ist, in möglichst einfachen Worten erklärt werden.Seien an Alzheimer erkrankte Verwandte im Heim untergebracht, gebe es trotz aller Beschränkungen verschiedene Möglichkeiten, Kontakt zu halten. Man könne miteinander telefonieren, die Enkelkinder könnten Bilder malen. Wer sich mit dem Smartphone auskenne, freue sich vielleicht über ein Video. Dürften die Patientinnen und Patienten im Heimauf den Balkon oder in den Garten, könnten die Angehörigen aus der Ferne winken. Allerdings: Was dem einen guttue, bringe den anderen möglicherweise durcheinander. Die perfekte Lösung gibt es aus Sicht von Christian Leibinnes vom Verein Alzheimer Forschung Initiative (AIF) nicht. Man müsse schauen, was im Einzelfall machbar sei.

Der gesamte Text ist zu finden unter https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/news-archiv/meldungen/article/alzheimer-patienten-klare-struktur-und-einfache-erklaerungen-helfen-durch-corona-krise.


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SPIEGEL: Zusammenhang zwischen Cannabis und Psychosen

In einem Beitrag vom 20. März 2019 schreibt der SPIEGEL auf seiner Online-Plattform über den Zusammenhang zwischen Cannabis und Psychosen. Je stärker das in einer Stadt kursierende Cannabis sei, desto häufiger würden dort Psychosen diagnostiziert. Dies hätten Forscher im Fachblatt „Lancet Psychiatry“ berichtet.Für die Studie seien Daten aus elf europäischen Ländern ausgewertet worden. Am deutlichsten zeige sich der Effekt in London und Amsterdam, wo Cannabis mit einem hohen Gehalt an psychoaktivem Tetrahydrocannabinol (THC) weit verbreitet sei. Setze man voraus, dass Cannabiskonsum tatsächlich für Psychosen verantwortlich sei, ließen sich in Amsterdam geschätzt die Hälfte aller neu diagnostizierten Psychosen auf den täglichen Konsum von starkem Cannabis zurückführen, in London etwa ein Drittel. Als stark bezeichneten die Forscher Cannabis mit einem Gehalt von mehr als zehn Prozent THC.Fast 30 Prozent der Menschen mit diagnostizierter Psychose hätten im Rahmen der Untersuchung angegeben, täglich Cannabis konsumiert zu haben, in der Kontrollgruppe seien es knapp sieben Prozent gewesen. Von den Konsumentinnen und Konsumenten mit Psychose gaben weitaus mehr (37 Prozent) an, starkes Cannabis zu nutzen, als diejenigen der Kontrollgruppe (19 Prozent). Im Mittel der elf europäischen Städte habe sich ein geschätzt dreimal so hohes Risiko füreine Psychose bei Menschen mit täglichem Cannabiskonsum mit hohem THC-Gehalt ergeben und ein bis zu fünfmal höheres Risiko verglichen mit Menschen, die nie Cannabis konsumierten.Deutsche Städte seien bei der Analyse nicht vertreten gewesen. Die Ergebnisse seien aber aus Sicht von Rainer Thomasius, ärztlicher Leiter des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg, auf Deutschland übertragbar. Laut Drogen- und Suchtbericht 2018 liege der THC-Gehalt hierzulande im Mittel für Haschisch bei fast 15 Prozent und für die Blütenstände der Hanfpflanze bei gut 13 Prozent.

Den ganzen Artikel gibt es unter https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/kiffen-je-staerker-das-cannabis-in-der-stadt-desto-haeufiger-sind-psychosen-a-1258831.html

Header der Petition “Selbsthilfegruppen sind systemrelevant des SHZ Münchens auf www.openpetition.de/petition/online/selbsthilfegruppen-und-selbstorganisierte-initiativen-als-systemrelevant-einordnen.

Header der Petition “Selbsthilfegruppen sind systemrelevant des SHZ Münchens auf www.openpetition.de/petition/online/selbsthilfegruppen-und-selbstorganisierte-initiativen-als-systemrelevant-einordnen.

Petition des SHZ Münchens unterstützen

Das SHZ München bittet in seiner Petition um Ihre Unterstützung. Gefordert wird, Treffen von Selbsthilfegruppen und selbstorganisierten Initiativen wieder zu ermöglichen und die Selbsthilfeunterstützungsstellen wieder zu öffnen. Dies ist trotz weitreichender Öffnungen und Lockerungen im Zuge der Corona-Krise mit Stand zum 03.06.2020 in Bayern nach wie vor nicht möglich.

Die Zahl der Selbsthilfegruppen wird bayernweit auf rund 11.000 geschätzt und bietet zahlreichen Menschen einen sicheren Raum und Rahmen sowie Struktur im Alltag. Wer weitere Informationen bezüglich der Petition bekommen will und diese mit seiner oder ihrer Unterschrift unterstützen möchte, findet hier die Petition des SHZ München hier : https://www.openpetition.de/petition/online/selbsthilfegruppen-und-selbstorganisierte-initiativen-als-systemrelevant-einordnen

Mai-Blog

BASTA in Vor-Corona-Zeiten: Auf der Kundgebung des Münchner Aktionstages gegen Stigmatisierung 2015 (heute ZehnZehn) blickt Dr. Kissling neben dem BASTA-Banner als einziger in die Kamera.  Foto: Peter Bechmann

BASTA in Vor-Corona-Zeiten: Auf der Kundgebung des Münchner Aktionstages gegen Stigmatisierung 2015 (heute ZehnZehn) blickt Dr. Kissling neben dem BASTA-Banner als einziger in die Kamera.
Foto: Peter Bechmann

Hinweis zu BASTA in Corona-Zeiten

Liebe Leserin, lieber Leser,
auch BASTA legt aufgrund von Corona eine kleine Pause ein. Aufgrund der aktuellen Situation können wir momentan nicht wie gewohnt unsere Aufklärungsseminare für SchülerInnen und PolizeibeamtInnen sowie unsere Kulturveranstaltungen durchführen. Die Gesundheit aller Beteiligten ist dabei oberstes Gut und Grundlage dieser Entscheidung.

Selbstverständlich stehen wir in dieser Zeit weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Anliegen und Anfragen.

Wir wünschen Ihnen eine gute und gesunde Zeit und wollen gerne auf das Kurzprogramm "Psychisch gesund bleiben während Social Distancing, Quarantäne und Ausgangsbeschränkungen" verweisen, in dem Sie verhaltenstherapeutische Hilfestellungen für die aktuelle Situation finden: https://www.psych.mpg.de/interventionsprogramm

Alles Gute und herzliche Grüße

Ihr BASTA-Team


Buchcover “Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein”

Buchcover “Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein”

Buchbesprechung: „Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein“

In seinem Buch „Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein“ beschreibt Benjamin Maack sein Abgleiten in eine tiefe Depression. Auch seine Suizidgedanken klammert er nicht aus. Vier Jahre zuvor hatte er sich schon einmal in die Psychiatrie eingewiesen. Jetzt ist er wieder da und schildert die letzten Nächte, die er nicht mehr im Ehebett, sondern auf dem Sofa verbracht hat, schlaflos, nervös und in Panik. Dass er sich seiner Familie nicht mehr „zumuten“ will. Er berichtet vom Alltag in der Klinik. Wie er mit den Mitpatienten „Alarm für Cobra 11“ schaut oder im Aufenthaltsraum Delfine im Mondlicht puzzelt. Dass ihm statt seiner Frau und seiner Kinder die Pfleger zum 40. Geburtstag gratulieren und wie er in der Kreativwerkstatt lernt zu sticken.

Er schreibt über Medikamente und ihre Nebenwirkungen und über jenen Abend, an dem selbst starke Beruhigungsmittel nicht mehr helfen und er auf die „Geschlossene hinter der Geschlossenen“ verlegt wird – ständig schwankend zwischen Hoffnung und tiefer Verzweiflung. Letztlich sind es die Gedanken an seine Familie, die ihm die Kraft geben weiterzumachen.

Das Buch ist authentisch und sehr gelungen, eignet sich aber nicht für Menschen mit schwachen Nerven. Denn Maack schildert seine Erfahrungen sehr eindringlich, die positiven wie die negativen.

Das Buch ist im Suhrkamp Verlag erschienen (ISBN: 978-3-518-47073-2) und kostet 18 Euro.
(https://www.suhrkamp.de/buecher/wenn_das_noch_geht_kann_es_nicht_so_schlimm_sein-benjamin_maack_47073.html)


Suizidprävention bei alten Menschen: Aktive Fürsorge hilft

Menschen, die älter als 70 Jahre sind, begehen häufiger Suizid als Jüngere. Dabei kann der Verlust des Ehepartners oder naher Angehöriger der Lebensmüdigkeit einen zusätzlichen Schub verleihen. Die meisten Betroffenen leiden unter Depressionen. Hilfreich scheint sozialer Kontakt zu sein. Damit setzt sich Susanne Donner in ihrem Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 10. September 2019 auseinander. Sie nimmt zum einen Bezug auf eine italienische Studie von 2002, die belegt, dass die Suizidrate bei 18.000 Senioren durch Telefonseelsorge um mehr als zwei Drittel reduziert werden konnte. Zum anderen befasst sie sich mit dem Modellprojekt „Gemeindeschwestern plus“ in Rheinland-Pfalz, das im Mai 2018 abgeschlossen wurde und zeigt, wie wichtig aktive Fürsorge für ältere Menschen ist. 14 Schwestern haben im Laufe des Projekts insgesamt 3000 Seniorinnen und Senioren zu Hause besucht und es ihnen ermöglicht, am alltäglichen Leben teilzunehmen. Dies hat Wirkung gezeigt. Nach Aussage von Frank Weidner, Direktor vom Deutschen Institut für Pflegeforschung, das das Projekt wissenschaftlich begleitete, fühlten sich die meisten Seniorinnen und Senioren mit den Hausbesuchenwohl und wollten nicht mehr darauf verzichten.(www.sueddeutsche.de/gesundheit/suizid-alter-1.4593328)


Werkzeuge der Kreativität

Werkzeuge der Kreativität

Malgruppe für ehemalige Patientinnen und Patienten am Klinikum rechts der Isar

Jeden Mittwoch findet von 16:15 bis 18 Uhr eine Malgruppe für ehemalige Patientinnen und Patienten des Klinikums rechts der Isar statt. Unter Leitung von Kunsttherapeutin Dorothee Burgemeister (E-Mail: mail@dorotheeb.de) wird gemalt, wonach der Sinn steht – abstrakt oder konkret, frei oder nach einer Vorlage. Themenwerden in der Regel nicht vorgegeben, es sei denn, es wird ausdrücklich gewünscht.

Die Malgruppe besteht seit etwa 30 Jahren und wurde von Flora von Spreti, ebenfalls Kunsttherapeutin, gegründet. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer schwankt zwischen sieben und neun, neue werden nur nach Rücksprache mit der Leiterin aufgenommen. Die Beteiligten sollen vor allem Spaß haben und Freude in dem Gemeinschaft erfahren, Tagesstruktur und Raum für Kreativität erhalten.


Psychische Gesundheit in Zeiten von Corona

Collage zu den Meldungen zum Artikel “Corona und die psychischen Erkrankungen mit den Logos von “Spektrum.de” und “SpiegelPsychologie” sowie “hochsensibel sein”

Collage zu den Meldungen zum Artikel “Corona und die psychischen Erkrankungen mit den Logos von “Spektrum.de” und “SpiegelPsychologie” sowie “hochsensibel sein”

Coronavirus und psychische Erkrankungen

Was macht die Corona-Krise mit Menschen, die unter psychischen Erkrankungen leiden, wie verändert sie deren Alltag und was können Betroffene tun, um die Krise zu meistern? Diese Fragen werden mit jedem Tag lauter gestellt. Erste Antworten darauf liefert spektrum.de im Interview „Für Menschen mit Depression sind weniger Sozialkontakte ein Problem“ vom 23. März 2020, das Redakteurin Daniela Zeibig mit Andreas Meyer-Lindenberg, Direktor des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim, geführt hat. (https://www.spektrum.de/news/covid-19-was-hilft-menschen-mit-psychischen-stoerungen/1714054#)

Doch auch Chancen können sich aus der Corona-Krise ergeben. Diesem Thema hat sich ebenfalls spektrum.de gewidmet. Stella Marie Hombach beschreibt in ihrem Artikel „Psyche in der Krise“ vom 30. März 2020, welche Auswirkungen die Krise hat und wie sich damit umgehen lässt. (https://www.spektrum.de/news/psychische-folgen-der-corona-krise/1716676)

Mit psychischen Belastungen in der Corona-Krise befasst sich spiegel.de in dem Artikel „Es fühlt sich an, als wären alle Erfolge vergebens gewesen“ vom 5. April 2020. Petra Maier hat die Erfahrungen dreier Menschen mit Depressionen und Angststörungen protokolliert, die sie in dieser schwierigen Zeit in der feste Strukturen, ein geregelter Alltag und soziale Kontakte fehlen, machen. (https://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/depression-in-der-corona-krise-es-fuehlt-sich-so-an-als-waeren-alle-erfolge-vergebens-gewesen-a-087f7225-5f92-4e51-ad3b-60813c1c82fd)

Dass Corona als auch als Chance begriffen werden kann, zeigt der Artikel „Corona als Chance“ vom 18. März 2020. Anne-Barbara Kern. (https://hochsensibelsein.de/corona-als-chance/)



Logo der Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)

Logo der Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)

Coronavirus: Tipps für die seelische Gesundheit von der DGPPN

Um mit der Krisensituation besser umgehen zu können, ist es wichtig, das seelische Gleichgewicht nicht zu verlieren. Die

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)

hat fünf Empfehlungen zusammengestellt, die dabei helfen sollen:

1. Informiert bleiben – aber richtig

Zurzeit geistern viele Falschmeldungen zum Coronavirus durch das Internet und auch andere Medien, die unnötig verunsichern und verängstigen. Nutzen Sie deswegen nur vertrauenswürdige Informationsquellen wie etwa Hinweise des Bundesgesundheitsministeriums, des Robert Koch-Instituts oder der Weltgesundheitsorganisation. Vermeiden Sie exzessiven Medienkonsum. Pushnachrichten auf dem Handy oder ständig laufende Nachrichtensendungen können Stress verursachen und Sorgen verstärken. Informieren Sie sich regelmäßig, aber bewusst.

2. Den Alltag positiv gestalten

Wenn der gewohnte Tagesablauf und soziale Kontakte wegbrechen, stellt das eine Herausforderung für die Psyche dar. Es ist dann normal, wenn das seelische Gleichgewicht darunter leidet und es Ihnen schwerfällt, sich auf die neuen Situationen einzustellen. Bestimmte tägliche Routineabläufe mit festen Zeiten für Schlaf und Mahlzeiten helfen dabei, innere Stabilität zu bewahren. Wenn Sie von zu Hause arbeiten, ist es sinnvoll, ähnliche Zeiten einzuhalten wie am Arbeitsplatz. Um das seelische Gleichgewicht nicht zu gefährden, sollte man jetzt auch besonders darauf achten, den Alltag mit Aktivitäten und Gewohnheiten auszugestalten, die zum körperlichen und seelischen Wohlbefinden beitragen können: Gönnen Sie sich z. B. gesunde Mahlzeiten, ausreichend Schlaf, Bewegung (falls draußen nicht möglich z. B. Gymnastikübungen in der Wohnung) und Aktivitäten, die Ihnen Spaß machen und Ihnen guttun.

3. Sich austauschen und einander helfen

Auch wenn Begegnungen mit wichtigen und geliebten Menschen von Angesicht zu Angesicht zurzeit sehr eingeschränkt sind, gibt es doch heutzutage viele Möglichkeiten, trotzdem miteinander in Kontakt zu bleiben. Sich mit Freunden und Familienangehörigen über Sorgen, Gefühle und den praktischen Umgang mit der Krise auszutauschen, kann enorm entlasten und Stress reduzieren. Insbesondere für ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen ist es wichtig, sich in dieser Situation nicht alleingelassen zu fühlen. Ein Anruf, eine Nachricht oder ein Brief können viel bewirken und die Botschaft „du bist nicht allein“ vermitteln. Nutzen Sie auch Videoanrufe über Smartphone oder Computer, sofern möglich. Das hilft, das Gefühl von Nähe noch zu verstärken. In vielen Nachbarschaften gibt es zurzeit eine Welle der Solidarität mit gegenseitiger Unterstützung, etwa das Angebot an ältere Nachbarn, Einkäufe oder Besorgungen zu übernehmen. Die Unterstützung kommt nicht nur der Person zugute, die die Hilfe empfängt: Auch beim Helfer selbst werden sich positive Gefühle einstellen, weil er etwas Sinnvolles tun kann.

4. Negative Gefühle anerkennen, positive Gefühle stärken

Positiv denken! Das klingt erstmal nach einem abgegriffenen Ratschlag. Jeder wird in der derzeitigen Situation Gefühle von Überforderung, Stress und Sorgen kennen, das sind ganz normale Reaktionen. Aus psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht sollte man diese Gefühle anerkennen und sich selbst zugestehen. Gleichzeitig kann man sich aber aktiv vornehmen, sich nicht zu sehr in negative Gefühle hineinzusteigern. Konzentrieren Sie sich stattdessen besonders auf Gedanken, Erlebnisse und Aktivitäten, die positive Gefühle auslösen. Das können ganz einfache Alltagsdinge sein wie etwa der Kaffee am Morgen, schöne Musik oder ein Anruf bei alten Freunden.

5. Wenn es Ihnen sehr schlecht geht: professionelle Hilfe suchen

Wenn Sie sich psychisch sehr belastet fühlen und das Gefühl haben, Sorgen und Ängste nicht allein bewältigen zu können, sollten Sie professionelle Hilfe suchen. Hausärzte, Ambulanzen der Kliniken und psychosoziale Beratungsstellen in Ihrer Stadt oder Region sindhier geeignete erste Anlaufstellen. Für eine fachgerechte Diagnostik und eine spezialisierte Behandlung ausgeprägter und anhaltender psychischer Beschwerden sind Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie sowie ärztliche und psychologische Psychotherapeuten die richtigen Ansprechpartner. Sie alle bauen angesichts der aktuellen Situation derzeit ihre Angebote an Telefon- und Video-Beratung aus.

Quelle: DGPPN – Coronavirus: Tipps für die seelische Gesundheit https://www.dgppn.de/schwerpunkte/corona-psyche.html


Logo von Zeit-Online

Logo von Zeit-Online

Psychotherapie in Zeiten der Corona-Pandemie

Viele Menschen stellen sich derzeit die Frage, wie sie trotz Ausgangsbeschränkungen und sozialer Distanz weiterhin ihre Psychotherapie wahrnehmen können. Stefanie Kara und Bente Lubahn beschreiben in ihrem Artikel „Psychisch krank in Quarantäne“ vom 24. März 2020 auf ZEIT ONLINE, wo Menschen Hilfe finden. „Wir versuchen jetzt Patienten, die keine Therapiepause machen können, per Videosprechstunde weiter zu betreuen“, wird der Psychologe Winfried Rief, Leiter der Psychotherapieambulanz an der Uniklinik Marburg, zitiert. Dies ginge allerdings nicht einfach per Skype, weil die Daten besser geschützt werden müssten als in einem normalen Videogespräch. Dazu sei eine spezielle Software nötig, die Patienten bekämen einen entsprechenden Link zugeschickt. Inzwischen seien Videosprechstunden unbegrenzt erlaubt, auch Erstgespräche dürften in begründeten Einzelfällen per Video geführt werden. Viele telemedizinische Anbieter würden in Zeiten der Corona-Krise ihre Programme sogar kostenlos zur Verfügung stellen.

Quelle: https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-03/psychotherapie-coronavirus-pandemie-psychologen-videochat-isolation-social-distancing

April-Blog

Collage der verschiedenen Hilfsangebote für Menschen in Krisen während der Corona-Epidemie

Collage der verschiedenen Hilfsangebote für Menschen in Krisen während der Corona-Epidemie

Anlaufstellen bei psychischen Problemen in der Corona-Krise

Die Welt steht im Moment still. Oder sie scheint sich zumindest langsamer zu drehen. Höher, schneller, weiter sind gerade nicht die Maßstäbe, in denen unsere Gesellschaft funktioniert. Wir sind, so scheint es zumindest, auf das reduziert, was wir oft zu vergessen scheinen und worauf es am Ende vom Tag eigentlich ankommt. Zusammenhalt, Solidarität und vor allem Gesundheit rücken in den Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns. Mit scheinbarem Nichtstun und zuhause bleiben retten wir die Welt und wir stellen fest, dass wir im Home-Office jede Mail mit den Worten „Bleiben Sie gesund“ beenden. Gesund bleiben ist das Mantra der Stunde. Das gilt nicht nur für unsere Körper, das gilt genauso für unsere Psyche. Doch genau das ist in Zeiten der Isolation bis hin zur Vereinsamung ein kritischer Punkt. Umso wichtiger sind Initiativen, die sich in dieser Zeit für das Thema Psychische Gesundheit einsetzen.

An erster Stelle ist zunächst der Krisendienst Psychiatrie zu nennen. Dabei handelt es sich um ein Angebot zur psychiatrischen Soforthilfe für die Bürgerinnen und Bürger Oberbayerns. Unter der Rufnummer 0180 / 655 3000 erhalten Menschen in seelischen Krisen, Mitbetroffene und Angehörige qualifizierte Beratung und Unterstützung. In selteneren Fällen, in denen das Gespräch nicht ausreicht, bietet die Leitstelle des Krisendienstes weiterführende Hilfen bei den Netzwerkpartnern an – unter anderem mobile Kriseneinsätze und Gesprächstermine bei regionalen Sozialpsychiatrischen Diensten (SpDi). Auch Fachstellen können sich an den Krisendienst wenden.

Ebenso zu nennen ist die Telefonseelsorge, die rund um die Uhr telefonisch sowie per Mail und Chat ein offenes Ohr für die großen und kleinen Anliegen haben, die uns beschäftigten. Bei der Telefonseelsorge finden Sie online oder telefonisch unter den kostenlosen Hotlines 0800/111 0 111, 0800/111 0 222 oder 116 123 rund um die Uhr Hilfe. Sie können sich dort anonym und vertraulich beraten lassen, welche Form der Therapie dir helfen könnte.

Darüber hinaus gibt es vor allem Angebote für junge Menschen, die in dieser Zeit Unterstützung benötigen. Genannt sei hier die Initiative U25, die sich mittlerweile seit 2001 für junge Menschen in schwierigen Lebenslagen einsetzen oder auch Jugendnotmail aus Berlin, die eine Online-Beratung in Form einer Einzelberatung und Themenchat anbieten. Von Themen wie Angst über Depression bis hin zu Suizidgedanken finden hier junge Menschen professionelle Unterstützung.

Ferner ergeben sich rund um die in Bayern gültigen Ausgangsbeschränkungen viele Detailfragen, z.B. Darf ich meinen erkrankten Angehörigen in seiner Wohnung besuchen?  Diese und viele andere sehr spezifische Fragestellungen werden vom bayerischen Innenministerium unter diesem Link beantwortet: https://www.stmi.bayern.de/miniwebs/coronavirus/faq/index.php


Vorderseite des Flyers zum Symposium „Palliativmedizin in Psychiatrie und Neurologie“

Vorderseite des Flyers zum Symposium „Palliativmedizin in Psychiatrie und Neurologie“

Symposium: „Palliativmedizin in Psychiatrie und Neurologie“ vom kbo-Isar-Amper-Klinikum

Am kbo-Isar-Amper-Klinikum München-Ost findet am 27. Mai 2020 um 14:30 Uhr im Gesellschaftshaus des Klinikums in der Ringstraße 36 in Haar das Symposium „Palliativmedizin in Psychiatrie und Neurologie“ statt. Die palliativmedizinische Betreuung und die Begleitung von Sterbenden in der Neurologie, der Geriatrie und der Gerontopsychiatrie sowie in der Allgemeinpsychiatrie sind laut kbo-Isar-Amper-Klinikum sehr prägende, intensive und sehr tiefgehende Erfahrungen. Nicht mehr der kurative Ansatz stehe im Vordergrund, sondern die Linderung von Beschwerden durch pflegerisch-therapeutische und auch medikamentöse Maßnahmen. Dabei müssten soziale und psychische Bedürfnisse beachtet werden.

Auf die Gäste warten unter anderem Vorträge zu den Themen „Palliativmedizin in Deutschland – aktueller Stand und Herausforderung für die Zukunft“ von Prof. Dr. Claudia Bausewein, Klinikum der Universität München, Großhadern, oder „Demenz und Lebensende“ von Prof. Dr. Janine Diehl-Schmid vom Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München. Zu den Themen „Palliativmedizin in der Neurologie“ und „Palliativversorgung im Zentrum für Altersmedizin“ referieren zudem Prof. Dr. Martin Marziniak und Priv.-Doz. Dr. Jens Benninghoff, beide vom kbo-Isar-Amper-Klinikum München-Ost. Im Rahmen des Symposiums wollen die Veranstalter die besonderen Erfordernisse von psychiatrischen und neurologischen Patientinnen und Patienten diskutieren und die aktuellen Versorgungsangebote vorstellen – den palliativmedizinischen Dienst an ihrem Standort eingeschlossen.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine formlose Anmeldung per E-Mail an henner.luettecke@kbo.de erwünscht. Den Einladungs-Flyer mit dem Programm und weiteren Details sind zu finden unter https://www.kbo.de/uploads/tx_kboveranstaltungen/Palliativmedizin_200221_kor_low.pdf.



Motiv zur Virtual-Reality-Erfahrung “Impression Depression” der Robert-Enke-Siftung

Motiv zur Virtual-Reality-Erfahrung “Impression Depression” der Robert-Enke-Siftung

„Impression Depression“: Eine Virtual-Reality-Erfahrung der Robert-Enke-Stiftung

Mit mehr als vier Millionen Betroffenen in Deutschland sind Depressionen eine Volkskrankheit. Sie sind gut behandelbar, jedoch für Nichtbetroffene schwer zu verstehen. Vor diesem Hintergrund hat die Agentur Raphael Brinkert gemeinsam mit der Robert-Enke-Stiftung die Kampagne „Impression Depression“ entwickelt. Sie soll das Thema Depression mittels Virtual Reality erlebbar machen. Gestartet wurde das Projekt bereits Anfang 2019 mit Unterstützung von Teresa Enke, der Frau des Fußballnationalspielers Robert Enke, der sich am 10. November 2009 das Leben genommen hat. Ziel ist es, mittels Virtual Reality zu zeigen, wie sich einzelne Symptome der Krankheit anfühlen. Auf der dazugehörigen Seite https://robert-enke-stiftung.de/impression-depression-eine-virtual-reality-erfahrung-der-robert-enke-stiftung erhalten Interessierte nähere Informationen.


Logo auf der Website https://shitshow.de

Logo auf der Website https://shitshow.de

Wanderausstellung: Depression erfahrbar machen

Drei Kommunikationsdesignerinnen aus Berlin wollen die Krankheit Depression am eigenen Leib erfahrbar machen. Dafür haben Johanna Dreyer, Luisa Weyrich und Nele Groeger „Die SHITSHOW – Eine Ausstellung über Scheißgefühle“ konzipiert und gestaltet. Es handelt sich dabei um eine Pop-Up-Ausstellung zum Thema schlechte Gefühle, Depressionen und Angststörungen. Aus dem, was letztes Jahr als Kunstprojekt begonnen hat, ist mittlerweile eine Agentur für psychische Gesundheit geworden. Mit dieser verfolgen Dreyer, Weyrich und Groeger das Ziel, dem Thema psychische Gesundheit einen festen Platz in der Gesellschaft zu geben. Dafür berät das Trio vor allem Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Organisationen mithilfe von Workshops und Vorträgen.

Alle weiteren Informationen zur SHITSHOW finden sich unter https://shitshow.de.

 

März-Blog

Cover des Einladungs-Flyers zum Symposium über stationsäquivalente Behandlung (STÄB)

Cover des Einladungs-Flyers zum Symposium über stationsäquivalente Behandlung (STÄB)

Symposium über Stationsäquivalente Behandlung (StäB) am 22.April 2020 in München

Am 22. April 2020 findet in München ein Symposium statt, in dem sich alles um die stationsäquivalente Behandlung (StäB) dreht. StäB bedeutet, dass Menschen mit psychischen Krankheiten und Krisen nicht im Krankenhaus, sondern zu Hause behandelt werden. Organisiert wird das Symposium, das von 9:30 bis 15 Uhr dauert, vom kbo-Isar-Amper-Klinikum München-Ost. Es bietet diese Behandlung seit 2018 an. Derzeit kümmert sich die entsprechende Abteilung jeden Tag im Schnitt um 20 Patientinnen und Patienten. Welche Erfahrungen mit der stationsäquivalenten Behandlung gemacht wurden und wie sie von Nutzerinnen und Nutzern, Angehörigen, Kostenträgern, Kooperationspartnern und Landespolitik gesehen wird, steht im Mittelpunkt des Symposiums. Veranstaltungsort ist der Sophiensaal im Bayerischen Landesamt für Steuern in der Sophienstraße 6, 80333 München, die Teilnahme ist kostenlos. Das gesamte Programm und weitere Informationen finden sich auf der Website des Klinikums unter:

https://kbo-iak.de/fileadmin/user_upload/veranstaltungen/2020/Symposium_StaeB_April2020/Staeb_Symposium_200126_low.pdf

Eine formlose Anmeldung richten Sie bitte an Henner Lüttecke, E-Mail: henner.luettecke@kbo.de.



Logo der Galerie Seelenart auf einem Programm-Flyer

Logo der Galerie Seelenart auf einem Programm-Flyer

„Golem – Malerei und Collage“: Eine Ausstellung in der Galerie SeelenART

Vom 12. März bis 12. Juni 2020 ist in der SeelenART Galerie für Outsiderkunst, Robert-Koch-Str. 7/7a, 80538 München (Lehel), die Ausstellung „Golem – Malerei und Collage“ zu sehen. Darüber hinaus findet am 12. März 2020 um 18 Uhr eine Vernissage statt. Die Ausstellung zeigt einerseits farbrauschartige, intensive, dichte Zeichnungen wie Kaleidoskop-Landschaften und andererseits luftige Assemblagen mit arrangierten Fundstücken der Berliner Großstadt, beispielsweise von abgebröckelten Graffitiwänden. Die Arbeiten stammen von Lars Wessel und geben den Dialog zwischen Absicht und Zufall, Aufgeregtheit und Ruhe, innerem Spiegelbild und außen erzählter Geschichte wieder. Mit wechselnden themenbezogenen Ausstellungen bietet die Galerie SeelenART Künstlern mit und ohne Behinderung eine Plattform.

Die Öffnungszeiten sind Mittwoch und Freitag von 12 bis 15 Uhr sowie Donnerstag von 15 bis 18 Uhr.
Der Kontakt läuft über Ulrike Ostermayer, Tel.: 0174/15 25 625 oder E-Mail: ulrike.ostermayer@kbo.de. Nähere Informationen über SeelenART sind unter kbo-spz.de zu finden. Zur Ausstellung gibt es unter https://kbo-spz.de/angebote/seelenart/galerie.html?fs=http%253A%252Fwww.hellosk Informationen.




Logo des Universitätsklinikums Regensburg

Logo des Universitätsklinikums Regensburg

Zwangsstörungen: Können Elektroden im Gehirn helfen?

Als „weltweit erste Patientin“ mit einer Zwangsstörung – so verkündet das Universitätsklinikum Regensburg – hat eine 36-jährige Frau nun einen neuartigen Hirnschrittmacher implantiert bekommen, der sie von ihrem Leiden befreien soll. Sie leidet unter dem Zwang, ständig ihre Fähigkeiten in Zweifel zu ziehen. Dies berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer Samstagsausgabe vom 15. Februar 2020. Die Patientin hat Hautschnitte hinter der Stirn-Haar-Grenze und zwei Bohrlöcher durch den Knochen, damit man die beiden Elektroden überhaupt ins Gehirn einsetzen kann.

Jürgen Schlaier, neurochirurgischer Leiter des Zentrums für Tiefe Hirnstimulation, gibt zu, dass durch die neue Methode keine Heilung von der Zwangsstörung, sondern nur eine Linderung der Symptome möglich sei. Wie das funktioniere, wisse keiner.

Die Tiefe Hirnstimulation wurde in den späten 1980er-Jahren etabliert und bisher vor allem bei Parkinson-Patienten eingesetzt. Der implantierte Schrittmacher sende nicht nur Signale an die beiden ins Hirn gesetzten Elektroden, sondern könne auch die Signale des Gehirns lesen und entsprechend darauf reagieren. Dazu bekam die Patientin ein Handy versehen mit einer App, mit der sie den Schrittmacher darüber informiert, wie sehr sie augenblicklich die Zwangsvorstellungen quälen – abgestuft von „schlimm“ bis „leicht“.

Nun übernimmt Berthold Langguth, Chefarzt im Zentrum für Allgemeinpsychiatrie II im Uniklinikum Regensburg, die Patientin. In den ersten Wochen nach der OP, die Anfang des Jahres durchgeführt wurde, ging es ihr so gut wie lange nicht mehr, obwohl noch gar keine Stromimpulse erfolgten. Mittlerweile hat sich ihr Zustand wieder verschlechtert. Anfang März soll ihr Hirnschrittmacher erstmals Strom abgeben. „Es kann bis zu einem Jahr dauern, bis wir die beste Signalkonstellation gefunden haben“, sagt Langguth in der SZ.

Die Patientin setzt große Hoffnungen in das Gerät. Allerdings sei das Vorgehen nicht ohne Risiko. So könne es bei dem Eingriff durch Verletzung eines Gefäßes zu einer Gehirnblutung kommen. Daher wenden Neurochirurgen viele Stunden auf, um die OP so exakt wie möglich vorzubereiten und die Stelle im Gehirn genau zu lokalisieren, an der die Elektroden implantiert werden sollen. Zudem dürfen Elektroden nur an jenen Stellen eingesetzt werden, an denen sie keine Schäden wie etwa Sprach-, Bewegungs- oder Gefühlsstörungen verursachen können.

Quelle: Dietrich Mittler: Die Gedanken sind frei, Süddeutsche Zeitung, 15. Februar 2020, Seite 70.


logo des Netzwerk-Psychiartie auf der Webseite www.netz-m.de

logo des Netzwerk-Psychiartie auf der Webseite www.netz-m.de

Netzwerk Psychiatrie München e. V.: Neuer Krisenpass

Das Netzwerk Psychiatrie München e. V. hat einen neuen Krisenpass erstellt. Er wurde mithilfe eines Fachanwalts und eines Psychiaters sowie von Betroffenen neu gestaltet und formuliert. Somit ist er juristisch und psychiatrisch nun auf dem neuesten Stand. Ein bis zwei Exemplare können gegen Übersendung eines frankierten Rückumschlags (80 Cent) bestellt werden. Größere Mengen sind auf Anfrage (gegen eine kleine Spende) erhältlich. Das Netzwerk Psychiatrie München e.V. ist ein Zusammenschluss von Psychiatrie-Erfahrenen, Angehörigen, Fachkräften sowie Bürgerhelfern und Bürgerhelferinnen.

Die Adresse lautet:
Netzwerk Psychiatrie München e. V.,
Karl-Theodor-Str. 66,
80803 München,
Tel.: 089/38 46 20 72,
E-Mail: kontakt@netz-m.de
Web: https://www.netz-m.de/

Februar-Blog

Plakat zur Filmvorführung “Der Junge muss an die frische Luft” in Rosenheim.

Plakat zur Filmvorführung “Der Junge muss an die frische Luft” in Rosenheim.

Film: „Der Junge muss an die frische Luft“ am 24. März 2020 in Rosenheim

Der Film „Der Junge muss an die frische Luft“ erzählt von der Kindheit Hape Kerkelings in den 1970er-Jahren im Ruhrpott. Die Familie ist groß, laut, lustig und immer in Feierlaune. Der junge Hans-Peter bringt durch Parodien von Verwandten und Bekannten seine Umgebung zum Lachen. Doch nach einer missglückten Operation lacht die Mutter immer weniger, und es scheint, als ob sie sich schrittweise aus dem Leben verabschieden würde. Themen im Film sind Kinder psychisch erkrankter Menschen und Depression – eingebettet in die Familiengeschichte.

Die Vorführung findet am 24. März 2020 um 19 Uhr statt.
Veranstaltungsort
Schüler- und Studentenzentrum Rosenheim,
Pettenkoferstraße 9
83022 Rosenheim

Im Anschluss stehen Betroffene, Angehörige und Psychiatrie-Profis für Fragen zur Verfügung.
Der Eintritt ist frei.
Organisiert wird die Filmvorführung von BASTA, Vertretern der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen und dem Sozialpsychiatrischen Dienst der Caritas.

Unter dem Link https://lizenzshop.filmwerk.de/shop/detail.cfm?id=2920 sind Materialien für den Unterricht ab der 9. Jahrgangsstufe für alle Schularten zusammengestellt.


Logo des Bildungswerkes Irrsee auf der Seite www.bildungswerk-irsee.de

Logo des Bildungswerkes Irrsee auf der Seite www.bildungswerk-irsee.de

LApK-Tagung: „Qualifizierung Ehrenamtlicher“ vom 20. bis 22. März 2020

Dem Thema „Qualifizierung Ehrenamtlicher“ widmet sich eine Tagung für Angehörige psychisch erkrankter Menschen, deren Verband den gleichnamigen Titel (kurz ApK) trägt.
Sie beginnt am Freitag, 20. März 2020, um 12:30 Uhr
und endet am Sonntag, 22. März 2020, um 12:30 Uhr.

Veranstaltungsort:
Kloster Irsee,
Schwäbisches Tagungs- und Bildungszentrum,
Klosterring 4,
87660 Irsee.

Am ersten Tag wird das Züricher Ressourcenmodell vorgestellt. Die Referenten sind Dr. Barbara Cramer und Gerhard Cramer vom Centrum für Disease Management der TU München. Es handelt sich dabei um ein psychoedukatives Selbstmanagementtraining. Der zweite Tag steht ganz im Zeichen des Themas „Empathische Gesprächsführung / Gewaltfreie Kommunikation“. Referent ist Dr. Uwe Bernd Schirmer, Leiter der Akademie Südwest, Bad Schussenried. Am dritten Tag befasst sich Karl-Heinz Möhrmann, Vorsitzender der LApK, mit dem Thema Verantwortung.
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt. Die Kursgebühr beträgt 130 Euro für Verpflegung und Doppelzimmer, 190 Euro für Verpflegung und Einzelzimmer sowie 90 Euro nur für Verpflegung.

Angemeldet werden kann sich telefonisch unter 08341/906-608 oder -604,
per Fax 08341/906-605
oder per E-Mail unter info@bildungswerk-irsee.de.

Das vollständige Programm gibt es unter https://www.bildungswerk-irsee.de/veranstaltung/7710.


Screenshot der Seite www.nightline-muc.de mit Logo-Motiv

Screenshot der Seite www.nightline-muc.de mit Logo-Motiv

Nightline: Wo Studierende ein offenes Ohr für ihre Probleme finden

Angst vor Seminararbeiten, Stress in der WG, ein leerer Geldbeutel: Immer mehr junge Menschen holen sich Beistand. So etwa bei der Nightline, einem Zuhörtelefon von Studierenden für Studierende, das vor allem abends und nachts erreichbar ist. Die Nightliner, die sich für ihre Kommilitonen engagieren, gibt es in einigen Unistädten. Das Angebot im Überblick ist unter https://www.studis-online.de/Studieren/nightliner.php zu finden. Nightline ist anonym und niederschwellig. Im Vordergrund steht das Zuhören. Alle Helfer werden geschult, bevor sie ans Telefon dürfen. Prinzipiell verbringen sie den Abend zu zweit, Neulinge immer mit der Unterstützung eines erfahrenen Kommilitonen. Die Münchner Nightline besteht seit zehn Jahren. Sie ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein und institutionell sowie konfessionell unabhängig.
Zu erreichen ist sie unter der Telefonnummer 089/3571 3571 dienstags und donnerstags von 21 bis 00:30 Uhr.
Weitere Informationen gibt es auf der Website https://www.nightline-muc.de/.


Screenshot der Grafik zur Petition für mehr Personal für psychische Gesundheit

Screenshot der Grafik zur Petition für mehr Personal für psychische Gesundheit

Update BApK: Petition gegen neue Personalrichtlinie

Wir können uns freuen: 54.134 Menschen haben die Petition gegen die neue Personalrichtlinie unterschrieben, die damit das Quorum, sprich die notwendige Stimmenanzahl, erreicht hat. Dabei beteiligten sich 20.148 Menschen online, 33.987 haben offline unterschrieben. Jetzt wird unser Anliegen, nämlich mehr Personal für Psychiatrie und Psychosomatik, öffentlich beraten und die Petentin im Petitionsausschuss des Bundestags gehört. Die Politik ist aufgerufen, sich dem Thema neu zu widmen. – wir bedanken uns für die Unterstützung.
Es bleibt spannend: Wie reagieren Gesetzgeber und zuständiges Ministerium? Was macht Gesundheitsminister Jens Spahn? Wir bedanken uns für die Unterstützung und halten Sie auf dem Laufenden.
Mehr erfahren Sie unter https://www.dgppn.de/petition.html.


Screenshot mit dem Logo von 8Leben auf der Webseite 8leben.psychenet.de

Screenshot mit dem Logo von 8Leben auf der Webseite 8leben.psychenet.de

Neues Programm: „8 Leben – Erfahrungsberichte und Wissenswertes zum Thema Suizid“

Über Suizidalität wird wenig gesprochen, obwohl es in sehr vielen Familienauf die eine oder andere Weise Thema ist. Viele Menschen haben oder hatten Suizidgedanken, aber sprechen nicht darüber. Mit dem neuen Onlineprogramm „8 Leben – Erfahrungsberichte und Wissenswertes zum Thema Suizid“ soll sich das ändern. Es richtet sich an Personen ab 18 Jahren mit unterschiedlichen Erfahrungen mit Suizidalität sowie an Personen, die mehr über das Thema Suizidalität erfahren möchten. Wer mitmacht – die Teilnahme erfolgt online, ist anonym und kostenlos –, wird (ebenfalls online) von acht Personen begleitet, deren Leben in verschiedener Weise von Suizid berührt wurde. Es ist keine Krisenintervention.

Zur Befragung geht’s hier: https://8leben.psychenet.de/.

Entwickelt wurde „8 Leben“ im Rahmen des Projekts „4E – Entwicklung und Evaluation einer E-Mental-Health-Intervention zur Entstigmatisierung von Suizidalität. 4E wird vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, Institut für Medizinische Soziologie, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie) durchgeführt und steht unter der Leitung von Dr. Sarah Liebherz.

Januar-Blog

Cover des Buches “Resilienz” von Rebecca Böhme

Cover des Buches “Resilienz” von Rebecca Böhme

Buchbesprechung: „Resilienz“ von Rebecca Böhme

Stress, Krisen und Niederlagen gehören zu jedem Leben dazu, oft auch traumatische Erfahrungen. Für die Kraft, die es uns ermöglicht, solche Ereignisse zu bewältigen, verwendet die Psychologie den Begriff der Resilienz. Sie fußt auf den Pfeilern Veranlagung, vorgeburtliche und frühkindliche Erfahrungen, Stress und Immunsystem, Kindheit und Jugend sowie auf sozioökonomischen Faktoren. Der sozioökonomische Status ist die Kombination aus Einkommen, Bildung und Beruf.

Die Autorin setzt sich in ihrem Buch intensiv mit dem Begriff auseinander und beschreibt ausführlich, was unter Resilienz zu verstehen ist. Darüber hinaus gibt sie Ratschläge, wie sich mehr Resilienz erreichen lässt. Ganz wichtig sei, zunächst einmal die körperlichen Grundlagen zu schaffen, sprich Ernährung, Fitness und Schlaf. Hinzu kämen Unterstützung und Nähe sowie Übungen für die Psyche.

Ein abschließendes Kapitel beschäftigt sich mit der Resilienz im Alter. Rebecca Böhme ist Neuropsychologin und forscht am Zentrum für soziale und affektive Neurowissenschaften in Linköping, Schweden. Das Buch ist im Verlag C.H.Beck erschienen (ISBN 978-3406739569) und kostet 9,95 Euro.
https://www.beck-shop.de/resilienz/product/27670787


Logo der LApK

Logo der LApK

Beratung durch den Landesverband Bayern für Angehörige psychisch Kranker (LApK)

Der Landesverband Bayern für Angehörige psychisch Kranker (LApK) ist weiterhin sehr aktiv. Der Landesverband und die Ortsvereine bieten umfassende Beratungsgespräche an. Erfahrene Angehörige geben ihre Erfahrungen und ihr Wissen persönlich, telefonisch und per E-Mail weiter. Alle Beratungen finden kostenlos und vertraulich, auf Wunsch auch anonym statt.
Zur Info: Mehr als die Hälfte der psychisch Kranken und psychisch behindertenMenschen leben in ihrer Familie. Unter Angehörigen versteht der Verband nicht nur Familienangehörige, sondern auch alle, die dem Erkrankten nahestehen und die von seinem Schicksal mit betroffen sind oder daran Anteil nehmen. Alle Anstrengungen des Landesverbands haben zum Ziel, die Lebensqualität der Angehörigen psychisch kranker Menschen zu verbessern, ihnen Benachteiligungen zu ersparen und die Familien im selbstbewussten Umgang mit einer psychischen Erkrankung zu stärken. Jedes Mitglied erhält viermal jährlich die Zeitschrift „unbeirrbar“.

Eine Kontaktaufnahme ist über info@lapk-bayern.de oder http://www.lvbayern-apk.de möglich.


Screenshot dse Krisenpasses

Screenshot dse Krisenpasses

Krisenplan und Krisenpass

Kennen Sie das Konzept des Krisenplans und Krisenpasses? Damit wird sichergestellt, dassSie und Ihre Angehörigen nicht unvorbereitet mit dem schlimmsten Fall konfrontiert werden. Durch den Krisenpass können Betroffene im Krisenfall ihre behandelnden Ärzte über die optimale Medikation und ihre eigenen Behandlungswünsche informieren.
(Quelle: Dietz. u.a. Behandlungsvereinbarungen – https://psychiatrie-verlag.de/wp-content/uploads/2019/07/krisenpass.pdf).
Ein Krisenplan ist für Psychose-Erfahrene und ihre Angehörigen oft hilfreich. Dieser Plan kann in einem angeleiteten Gespräch mit dem Betroffenen und allen therapeutischen sowie hilfsbereiten persönlichen Unterstützern entwickelt werden.

Es wurde eine Arbeitshilfe für dieses Gespräch entwickelt, die als PDF-Datei heruntergeladen werden kann (https://www.dgsp-ev.de/fileadmin/user_files/dgsp/pdfs/Stellungnahmen/ADERHOLD_-_Leitfaden_Krisenplangespraech.pdf).
Das Gespräch besteht aus einer Einstiegsrunde, dem Rückblick auf eine vergangene Krise, aus vorbeugenden Maßnahmen vor der Krise und Unterstützungswünschen mit Beginn einer Krise.


Logo des GKV

Logo des GKV

Hürden für Stationsäquivalente psychiatrische Behandlung (StäB)

Wäre eine Versorgung schwer psychisch kranker Menschen in ihrem Umfeld, ohne dem Damoklesschwert Klinikaufenthalt, nicht schön? Seit Januar 2018 haben Kliniken und Fachabteilungen die Möglichkeit, schwer psychisch kranke Menschen mit multiprofessionellen Klinikteams zu Hause zu behandeln. Die sogenannte Stationsäquivalente psychiatrische Behandlung (StäB) soll flexibler auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten eingehen und vor allem Klinikaufenthalte vermeiden helfen.

Wie so oft sind die Ressourcen knapp, personell wie finanziell. Gespannt kann man die weitere Entwicklung der Stationsäquivalenten psychiatrischen Behandlung verfolgen und nur hoffen, dass wir einen Schritt in die richtige Richtung gehen.

Mehr erfahren Sie unter folgendem Link: https://www.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/krankenhaeuser/psychiatrie/stationsaequiv_psych_behandlung/st_aequ_beh.jsp

Dezember-Blog

Szene aus dem Video: Elfriede Scheuring baute mit am Turm zum TurmSturm und riss ihn anschließend wieder mit ein.

Szene aus dem Video: Elfriede Scheuring baute mit am Turm zum TurmSturm und riss ihn anschließend wieder mit ein.

Das Video zu ZehnZehn

Im Rahmen der 7. Münchner Woche der Seelischen Gesundheit beteiligte sich BASTA als Mitglied des Aktionsbündnises ZehnZehn an den Veranstaltungen “Poetry Slam – „WahnSinnsWorte“ und an der Performance „TURMSTURM“.
Das kurze Video gibt einen guten Eindruck von den beiden Projekten:
https://drive.google.com/open?id=15w_DF7TL_-qGj_wXi9ASHqnxnMCrYqZ9

Logo des Deutschen Bundestages auf der Webseite epetitionen.bundestag.de

Logo des Deutschen Bundestages auf der Webseite epetitionen.bundestag.de


BApK: Petition gegen neue Personalrichtlinie

Die neue Personalrichtlinie, die die alte Psychiatrie-Personal-Verordnung ab Januar 2020 ersetzen soll, wird von vielen Betroffenen, Angehörigen und in der Psychiatrie Beschäftigten abgelehnt. „Sie ist ein Affront auch für Angehörige“, meint Gudrun Schliebener, Vorsitzende des Bundesverbands für Angehörige psychisch Kranker (BApK). Da nur noch Gesundheitsminister Jens Spahn sie stoppen kann, hat der BApK gemeinsam mit anderen Verbänden und Einrichtungen eine Petition gestartet. Darin heißt es, der Deutsche Bundestag möge geeignete Maßnahmen beschließen, damit in psychiatrischen, kinder- und jugendpsychiatrischen und psychosomatischen Kliniken flächendeckend und in allen Altersgruppen ausreichend Personal und genügend Zeit für einegute Behandlung zur Verfügung stehen. Die Frist endet am 24. Dezember 2019. Die Petition kann online über das Portal des Bundestags oder analog per Unterschriftenliste unterzeichnet werden. Bis zum 24. Dezember 2019 müssen 50.000 Unterschriften zusammenkommen, dann wird die Petition in einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses des Bundestags behandelt.

Hier ein Link zur Petition:

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2019/_09/_24/Petition_99626.nc.html oder https://www.dgppn.de/petition.html


Header-Bild auf der Webseite www.bergundmental.de

Header-Bild auf der Webseite www.bergundmental.de

Erstes Mental-Health-Café in München eröffnet

Am 2. Dezember 2019 ist in der Thalkirchnerstraße 62 in München mit BERG & MENTAL das erste Mental-Health-Café Deutschlands eröffnet worden. Hier hat das Thema seelisches Wohlbefinden einen festen Raum. Das Angebot umfasst Events (Lesungen, Vorträge, Gruppen-/Themenabende), Workshops (Yoga, Achtsamkeit, Mental Health First Aid), einen kleinen Shop mit Büchern und Postkarten sowie eine Versorgungstheke, an der es heiße und kalte Getränke, Kuchen sowie kleine Brotzeiten gibt – alles schmackhaft, bio und ohne Alkohol. Die Begründer, BASTA-Mitglied Dominique de Marné, und Lasse Münsterman sind sehr engagiert und werden den Gewinn aus dem Cafébetrieb in neue Mental-Health-Projekte investieren. Ein Besuch lohnt sich! Die Mental-Health-Crowd freut sich auf Ihren Besuch. www.bergundmental.de


Foto auf dem Einladungsflyer zur Gedenkveranataltung am 18. Januar 2020

Foto auf dem Einladungsflyer zur Gedenkveranataltung am 18. Januar 2020

Gedenkveranstaltung für die von den Nazis ermordeten psychisch kranken Menschen

Am 18.Januar 2020 findet eine Gedenkveranstaltung für die von den Nazis ermordeten psychisch kranken und behinderten Menschen am kbo-Isar-Ampere-Klinikum München-Ost statt. Mit der Deportation von 25 Männern aus der damaligen Pflegeanstalt Egling-Haar in die Tötungsanstalt Grafeneck am 18. Januar 1940 begann seinerzeit das dunkelste Kapitel in der Geschichte dieses Klinikums. Diese Deportation war zugleich der Anfang eines hunderttausendfachen Mordens.

Das Klinikum München-Ost lädt daher zu einer Gedenkveranstaltung im Gesellschaftshaus des Klinikums in der Ringstraße 36, 85540 Haar,ein. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr. Musikalisch untermalt wird sie vom Jewish Chamber Orchestra Munich. Rückblicke auf das Leben von Lisa Wanninger und Josef Held gibt es ebenso wie einen Vortrag über die Geschichte der Transporte in die Tötungsanstalt und die Verantwortung der Ärzte für die Tötung psychisch kranker Menschen. Eine formlose Anmeldung per E-Mail an henner.luettecke@kbo.de genügt.

Der Link zur Einladung (pdf): https://kbo-iak.de/uploads/tx_kboveranstaltungen/Gedenkveranstaltung_18.1.2020.pdf


logo auf der Webseite www.schatten-und-licht.de

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Wenn der Babyblues zur handfesten Krise wird

In ein postpartales Stimmungstief, auch Babyblues genannt, geraten 50 bis 80 Prozent aller Mütter in den ersten 14 Tagen nach der Entbindung. Es ist auf die hormonelle Umstellung zurückzuführen und damit keine Krankheit. Doch wenn die Symptome wie Traurigkeit, Empfindsamkeit und Müdigkeit länger als zwei Wochen andauern und Schuld- sowie Versagensgefühle, allgemeines Desinteresse, Schlafstörungen, psychosomatische Beschwerden, Ängste oder Panikattacken hinzukommen, liegt eine peripartale psychische Erkrankung vor (lat.: peri = rund um, partus = Niederkunft). Das berichtet Sabine Surholt in einem Gespräch mit Cornelia Schäfer in der Psychosozialen Umschau 04/2019. Ursachen können sogar Ereignisse sein, die vor der Schwangerschaft passiert sind. Beispiele sind eineFehlgeburt oder langes Warten auf das Wunschkind. Hinzu kommen Schwierigkeiten während der Schwangerschaft wie vorzeitige Wehen oder bei der Geburt selbst. Jede siebte bis achte Gebärende entwickelt nach der Entbindung Angststörungen, Depressionen oder Psychosen. Helfen können eine psychotherapeutische Behandlung wie eine Traumatherapie, Medikamente oder auch ein Gespräch mit anderen Betroffenen. Weitere Informationen gibt es unter https://www.schatten-und-licht.de/index.php/de/ .


Logo auf der Webseite www.mutmacher.de

Logo auf der Webseite www.mutmacher.de

MutMacherMenschen eG: Arbeitsplätze für psychisch beeinträchtigte Menschen in Augsburg

Im November 2014 haben sich 19 Personen in Augsburg getroffen und die Sozialgenossenschaft MutMacherMenschen eG gegründet. Die Genossenschaftsmitglieder sind zum großen Teil psychisch beeinträchtigte Menschen und bestimmen durch ihr Votum in der jährlichen Generalversammlung die Ausrichtung der Genossenschaft. Außerdem sind eine geschäftsführende Vorsitzende mit einer handwerklichen und pädagogischen Ausbildung, ein Schreinermeister und eine Psychologin festangestellt. Ziel ist es, Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten für den Personenkreis psychisch beeinträchtigter Menschen zu schaffen. Aktuell bietet die MutMacherMenschen eG einen Zuverdienstarbeitsplatz in einer Manufaktur und Jobcoaching an. Die Manufaktur stellt vorrangig Naturschutzprodukte her, zum Beispiel Wildbienenhotels, Vogelfutterhäuschen undNistkästen, daneben gibt es auch Arbeitsplätze in den Bereichen Lager, Farbe, Qualitätskontrolle, Verwaltung, EDV und Marketing. Die MutMacherMenschen begleiten alle Teilnehmenden auch bei der Suche nach einer geeigneten Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Weitere Informationen finden Interessenten unter https://www.mutmachermenschen.de/.
Auf YouTube gibt es außerdem einen Film über die Manufaktur: https://www.youtube.com/watch?v=OSD3JnFKLVg.

Diese Informationen sind einem Artikel der Psychosozialen Umschau 04/2019 entnommen und stammen von Carmen Checchia, die Aufsichtsratsvorsitzende der Genossenschaft ist.


Logo des Inklusionspreises auf der Webseite www.seelische-gesundheit.de

Logo des Inklusionspreises auf der Webseite www.seelische-gesundheit.de

DGPPN-Antistigma-Preis 2019

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. ( https://www.dgppn.de/) hat Ende November 2019 mit dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ihren diesjährigen Antistigma-Preis an vier Gewinner vergeben.
Eine ausführliche Beschreibung der Projekte findet sich unter https://www.seelischegesundheit.net/presse/pressemitteilungen/presse-archiv-2019/915-pressemitteilung-2019-6


BASTA wünscht allen Lesern und Mitarbeitern ein besinnliches Fest und einen guten Start ins Jahr 2020:


“Die größten Menschen sind jene, die anderen Hoffnung geben können”

— Jean Jaurés (1859 - 1914, französischer Sozialist und Historiker)
Nicht jeder muss Berge bezwingen, um Mut zu beweisen und zum Vorbild zu werden. (Foto: Peter Bechmann)

Nicht jeder muss Berge bezwingen, um Mut zu beweisen und zum Vorbild zu werden.
(Foto: Peter Bechmann)

November-Blog

Logo der Dorothea-Buck-Stiftung

Logo der Dorothea-Buck-Stiftung

Dorothea Buck im Alter von 102 Jahren gestorben

Dorothea Buck (auch J. E. Deranders oder Sophie Zerchin) wurde am 5. April 1917 in Naumburg an der Saale geboren und starb am 9. Oktober 2019 in Hamburg. Sie war eine deutsche Autorin und Bildhauerin. Zugleich war sie eine bedeutende Persönlichkeit der Bewegung Psychiatrie-Erfahrener und ständige Mahnerin für die Anerkennung und Rechte von Menschen mit psychischer Erkrankung.

Im Alter von 19 Jahren wurde sie 1936 mit der Diagnose Schizophrenie in die Von Bodelschwinghschen Anstalten in Bethel eingewiesen. Sie verschwieg ihren Aufenthalt und die Sterilisation, konnte deswegen 1937 das Töpferhandwerk erlernen und ab 1942 die private Städel-Kunsthochschule in Frankfurt am Main besuchen. 1943, während eines weiteren Psychiatrie-Aufenthalts, erlebte sie, wie Mitpatient(inn)en von Psychiatern ermordet wurden. Nach dem Krieg begann Dorothea Buck als Bildhauerinzu arbeiten. Von 1969 bis 1982 war sie Lehrerin für Kunst und Werken an der Fachschule für Sozialpädagogik in Hamburg. Sie verfasste ein Theaterstück über den hunderttausendfachen Mord an psychisch Kranken und Behinderten in der NS-Zeit, schrieb zahlreiche Aufsätze und hielt Vorträge, um aufzuklären und für eine humanere Psychiatrie in der Gegenwart zu werben. Buck erhielt zwei Klassen des Bundesverdienstkreuzes. Mehr erfahren Sie unter https://dorothea-buck-stiftung.de/.




Logo der Münchner Insel

Logo der Münchner Insel

Münchner Insel: Krisen- und Lebensberatung

Die „Münchner Insel“ am Marienplatz im Untergeschoss (www.muenchner-insel.de), isteine Anlaufstelle für Krisen- und Lebensberatung. Jeder Mensch, der ein Gespräch sucht oder eine Information braucht, ist willkommen. Man kann anonym bleiben und während der Öffnungszeiten (Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr sowie Donnerstag 11 bis18 Uhr) jederzeit kommen. Auf Wunsch lässt sich auch ein Termin vereinbaren (Tel.: 089/22 00 41, info@muenchner-insel.de). Der/die Ratsuchende erzählt, was ihn/sie beschäftigt. Dann wird gemeinsam überlegt, was helfen könnte. Wenn gewünscht, arbeiten die Insel-Berater auch mit anderen Fachleuten zusammen. Die Münchner Insel wird getragen von der katholischen und der evangelischen Kirche.Das Team besteht aus Psycholog(inn)en, Theolog(inn)en, Sozialpädagog(inn)en mit psychotherapeutischer beziehungsweise seelsorgerischer Ausbildung sowie einer Juristin.


Onlinetherapie und niederschwellige Angebote

Logo der Online-Selbsthilfe Novego

Logo der Online-Selbsthilfe Novego

Auf der Website therapie https://www.novego.de/wissen/therapien/online-therapie finden sich allgemeine Informationen zum Thema Onlinetherapie. Sie reichen von Unterschieden bei den therapeutischen Onlineangeboten bis hin zu möglichen Vorteilen von Therapien via Internet. Aufgeführt sind aber auch Kritikpunkte. Ein Vorteil dieser Therapien ist, dass es sich um ein besonders niederschwelliges Angebot handelt.

Logo des Online-Selbsthilfeprogramms moodgym auf www.moodgym.de

Logo des Online-Selbsthilfeprogramms moodgym auf www.moodgym.de


Spezielle Hilfe gibt es unter https://moodgym.de – empfohlen von Stiftung Warentest. Wörtlich übersetzt heißt moodgym „Fitness für die Stimmung“. Die Behandlung ist kostenlos und kann vorbeugend oder behandlungsbegleitend erfolgen, ersetzt aber keinen Arztbesuch.

Logog der Angstselbsthilfe auf ww.angstselbsthilfe-muenchen.de

Logog der Angstselbsthilfe auf ww.angstselbsthilfe-muenchen.de


Die Münchner Angst-Selbsthilfe (MASH) besteht größtenteils aus Betroffenen, die sich für Betroffene einsetzen (https://www.angstselbsthilfe-muenchen.de/).


logo_krisendienst


Der Krisendienst Psychiatrie wiederum, der bisher nur in Oberbayern angeboten wird, ist auf psychiatrische Soforthilfe spezialisiert. Unter der Rufnummer 0180/655 30 00 erhalten Menschen in seelischen Krisen, Mitbetroffene und Angehörige qualifizierte Beratung und Unterstützung. Mehr Informationen gibt es unter http://www.krisendienst-psychiatrie.de/.



Cover des Romans “Neben der Wirklichkeit” von Anna Sperck

Cover des Romans “Neben der Wirklichkeit” von Anna Sperck

Buchbesprechung: „Neben der Wirklichkeit“ von Anna Sperk

Das Buch „Neben der Wirklichkeit“ von Anna Sperk handelt von einer jungen Mutter, die an Schizophrenie erkrankt ist. Wie eine Löwin kämpft sie um das Sorgerecht für ihre Tochter. Auch als sie aus der Psychiatrie entlassen ist, hört die Diskriminierung nicht auf. In ihrem ersten Job kommt die Wahrheit über ihre Krankheit durch einen Zufall ans Licht und sie wird nach der Probezeit entlassen. Steine legen ihr vor allem die Mitarbeiterin des Jugendamts und ihre Chefin in den Weg. Doch sie gibt nicht auf. Die Autorin erzählt einfühlsam und authentisch.
Das Buch ist im mitteldeutschen verlag erschienen (ISBN- Nr. 978-3-96311-014-6) und kostet 16 Euro.
https://www.mitteldeutscherverlag.de/literatur/alle-titel-literatur/sperk,-anna-neben-der-wirklichkeit-detail


Logo des Bindungstrainings wir2 auf der Seite https://www.wir2-bindungstraining.de/

Logo des Bindungstrainings wir2 auf der Seite https://www.wir2-bindungstraining.de/

Bindungstraining für Alleinerziehende und ihre Kinder

Alleinerziehende sind hohen wirtschaftlichen, gesundheitlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Grund dafür sind häufig die zahlreichen Anforderungen im Alltag: Arbeit und die Bedürfnisse ihrer Kinder unter einen Hut zu bringen, permanenten Zeitmangel zu managen, Einsamkeit und finanzielle Engpässe. Die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) weist darauf hin, dass sich die vielfältigen Belastungen auch auf die Eltern-Kind-Beziehung auswirken können. Das Bindungstraining „wir2“ richtet sich gezielt an Alleinerziehende mit Kindern zwischen drei und zehn Jahren und besteht aus 20 wöchentlichen Gruppensitzungen von je 90 Minuten. Dass dieser Ansatz greift, hat sich in der wissenschaftlichen Evaluation des Programms gezeigt. Danach gehen die Eltern mit gestärktem Selbstvertrauen und besserem Wohlbefinden aus dem Gruppenprozess hervor, psychische Belastungen verringern sich und auch das Verhalten und Wohlbefinden der Kinder werden positiv beeinflusst. Diese Effekte lassen sich noch ein Jahr nach dem Ende des Programms nachweisen. Für die Alleinerziehenden ist die Teilnahme kostenlos. Weitere Informationen finden sich unter www.wir2-bindungstraining.de. Das Programm hat Prof. Dr. med. Matthias Franz vom Klinischen Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universitätsklinik Düsseldorf gemeinsam mit Kollegen entwickelt.


Header der Webseite des Bayersischen Landtages

Header der Webseite des Bayersischen Landtages

Mitschnitt der Veranstaltung im Bayerischen Landtag:
„UNSER BLICK AUF MENSCHEN MIT PSYCHISCHEN ERKRANKUNGEN“ am 22. OKTOBER 2019

Wir brachten im September-Blog die Einladung zur Landtagsveranstaltung. Der Bayerische Landtag lud zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), Berlin, zur Eröffnung des Fotografieprojekts von Herlinde Koelbl zur Entstigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen am Dienstag, 22. Oktober 2019, Beginn 17.15 Uhr, im Bayerischen Landtag, München ein. (Siehe September-Blog)

Hier der Link zu der Podiumsdiskussion, eingestellt auf Youtube.
https://www.youtube.com/watch?v=jpx_kkDwDe0&app=desktop

Der Filmmitschnitt der Podiumsdiskussion wurde von der Crew von MovieJam erstellt.

Fotos von der Podiumsdiskussion und der Gruppe






Oktober-Blog

Impressionen zur Münchner Woche der Seelischen Gesundheit

Performance “TURMSTURM” bei Sonnenschein

Anne Rothkopf hielt den entscheidenden Moment am Gasteig mit ihrem Handy fest

Anne Rothkopf hielt den entscheidenden Moment am Gasteig mit ihrem Handy fest

Der TURMSTURM vor dem Münchner Gasteig, am Dienstag den 15. Oktober, war eine beeindruckende Performance. Nachdem der fast vier Meter hohe Stigma-Turm aus bemalten und beschrifteten “Vorurteils”-Kartons aufgebaut war, schlüpften zwei Performerinnen des Theaterateliers (TheA) hinein und lasen Texte der Wortagenten Ute, Esther, Anja, Hari, Wolfgang, Renate und Eva S. des TheA vor.

Nach dem Schlusstext “Bleib Cool, Schätzchen” von Eva S. versammelten sich zehn Organisatoren rings um den Turm, zogen an den Schnüren und brachten den Turm zum Einsturz.

Alexander Roth, BASTA-Mitglied, der mit die Idee für die Performance hatte, war sichtlich angetan vom perfekten Zusammensturz. Einziger Wermutstropfen waren die lauten Rückkopplungsgeräusche der Soundanlage, die die Lesung immer wieder unterbrachen. Doch mit gelegentlichen heftigen Störgeräuschen zu leben, sind Menschen mit psychischen Erkrankungen ja gewohnt.


Bleib Cool, Schätzchen (Auszug)

Bleib cool, Schätzchen
wenn der Wind sich dreht
wenn dir der Arsch auf Grundeis geht
wenn dir das Wasser bis zum Halse steht
für Umkehr ist es nie zu spät
[…]
Bleib cool Schätzchen
wenn der Mond ins Ghetto kracht
der Wahnsinn machnt den Tag zur Nacht
der Prinz schläft ein, Dornröschen wacht
im Märchenwald ist Schicht im Schacht

Bitte auf die Bilder klicken um Galerie anzuschauen!
1. Foto: BASTA-Aktive Anne Rothkopf, Elfriede Scheuring, Peter Bechmann und der Mann mit der Idee Alexander Roth vor dem noch stehenden Stigma-Turm.

Fotos von Alexandra Pohndorf und Peter Bechmann.


Wahnsinnsworte im Freiheiz und Diskussionen mit den Grünen und Dominique de Marne im Landtag

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Sowohl der Poetry-Slam “Wahnsinnsworte” am Donnerstag Abend im Freiheiz als auch die Veranstaltung “Reden hilft, Zuhören auch”, zu der die Grünen am Freitag in den Landtag geladen hatten, waren gut besucht und kamen bei den Gästen gut an.

Am Welttag der psychiscnen Gesundheit bewiesen drei Profi-Slammer und vier Poetry-Slam-Neulinge bei der Veranstaltung “Wahnsinsworte” im Freiheiz, dass die Kombination aus starken persönlichen Texten, intensiver Performance und dem Thema Mental Health eine ideale Kombination für einen unvergesslichen Poetry-Slam-Abend sein kann.

Im großen Konferenzraum des bayerischen Landtages waren die Plätze fast restlos mit interessierten Gästen belegt, als die Gastgeberin Kerstin Celina von der Grünen Landstagsfraktion die beiden jungen Filmemacher Luca Zug und Vitus Rabe von MovieJam Studios und Dominique de Marne begrüßte. Nach einer Vorstellung der Podiumsgäste wurde ein Ausschnitt aus dem Film “Grau ist keine Farbe” von MovieJam Studios gezeigt. Um das Thema “Psychische Gesundheit” erfolgreich in die Schulen zu bringen, haben die Filmemacher außerdem 2019 eine Online-Petition in den Landtag eingebracht.

Dominque de Marné wies auf die erfolgreiche Arbeit des BASTA-Schulprojektes hin. Sie betonte, wie wichtig es für sie gewesen sei, das Schweigen zu brechen, über sich und ihre Erkrankung Bescheid zu wissen und zu reden. Deswegen habe sie auch ein Buch geschrieben. Sie sieht sich als Mental Health Advocat und davon könne es nicht genug geben.

Am Ende wurde deutlich, wie groß der Redebedarf und damit auch der Handlungesbedarf für die Landtagspolitik in diesem Feld ist, vor allem nach dem noch in einigen Punkten unzureichenden bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (PsychKHG), das im Sommer 2018 vom Landtag verabschiedet wurde.



1. Rosenheimer Psychiatrietag am 20. November 2019

1. Rosenheimer Psychiatriefachtag

1. Rosenheimer Psychiatriefachtag

Gemeinsam veranstalten Anthojo, das kbo Inn-Salzach-Klinikum, die Oberbayerische Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener e. V. (OSPE) und BASTA am Mittwoch, dem 20. November2019, den 1. Rosenheimer Psychiatrietag. Drei mal drei Vortragsreihen laufen jeweils parallel. Auch BASTA-Mitglieder kommen dabei zu Wort.

So spricht beispielsweise Peter Bechmann zusammen mit Kerstin Schultes über das BASTA-Schulprojekt und Dominique de Marné berichtet von ihrem Weg mit ihren psychischen Erkrankungen. Weitere Vorträge beschäftigen sich mit neuen Wegen in der Therapie für Psychosen (Dr. Dirk Schwerthöffer vom Klinikum rechts der Isar), demenziellen Erkrankungen (Dr. Stephanie Kürmayer vom kbo-Inn-Salzach-Klinikum) und psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter (Myriam Schroeder, kbo-Heckscher-Klinikum).

Veranstaltungsort ist das Rosenheimer Kultur+Kongress Zentrum (KU ́KO, Kufsteiner Str. 4, 83022 Rosenheim). Anmeldung ist bei Tom Anagnostopoulos unter Tel.: 08035/187 000 oder tom.a@anthojo.de möglich. Weitere Informationen gibt unter https://www.anthojo.de/anthojo-gruppe/aktuelles/detailansicht/article/1-psychiatriefachtag-in-rosenheim.html.


Logo und Überschrift des Sekbsthilfekongresses

Logo und Überschrift des Sekbsthilfekongresses

12. Bayerischer Selbsthilfekongress am 16. November 2019 in Hof

Der 12. Bayerische Selbsthilfekongress findet am Samstag, dem 16. November 2019, von 9:30 bis 16:30 Uhr in Hof in der Freiheitshalle (Kulmbacher Str. 4, 95030 Hof) statt. Das Motto des Kongresses lautet: „Tragende Netze erleben – Selbsthilfekompetenz im Gesundheitswesen“. Am Vormittag hält Prof. Armin Nassehi vom Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München einen Vortrag zum Thema „Was heißt eigentlich Gesundheitskompetenz?“. Am Nachmittag steht ein Themenforum „Patientenkompetenz im Fokus – Was kann gemeinschaftliche Selbsthilfe leisten?“ an, in dem gemeinsam diskutiert werden darf. Alternativ dazu gibt es weitere sechs Foren beziehungsweise Workshops, die zu Begegnung, Information und Austausch, aber auch zu Achtsamkeit und Bewegung einladen. Mit einem Abschlussplenum schließt die Veranstaltung. Bitte melden Sie sich unter www.seko-bayern.de mit dem Anmeldeformular für den Kongress an. Bei Fragen helfen Tel.: 0931/20 78 16 42 oder E-Mail: irina.tezak@seko-bayern.de. Das gesamte Programm:https://www.seko-bayern.de/images/download/programm_selbsthilfekongress_190909.pdf


„Kleine Patienten lohnen sich nicht“ – SZ vom 19. September 2019

Der Abteilung für psychisch kranke Kinder und Jugendliche des TU-Uniklinikums rechts der Isar droht die Schließung. Dabei ist die Nachfrage in München groß, die Wartelisten sind lang und der Bedarf wächst weiter. Doch die Kinder- und Jugendpsychosomatik macht Verluste. Zwei ihrer Tageskliniken wurden bereits geschlossen. Dabei ist ein psychisch gesundes Kind die beste Voraussetzung für ein gesundes Leben als Erwachsener. Lesen Sie weiter unter
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-kindermedizin-klinikum-rechts-der-isar-kinder-und-jugendpsychosomatik-1.4607401-0.


90 Jahre Heckscher Klinkum – BASTA gratuliert!

1929 wurde in München-Schwabing die erste Kinder- und Jugendpsychiatrie gegründet. Leider spüren auch die Mitarbeiter des Heckscher Klinikums den ökonomischen Druck, weil Leistungen von den Krankenkassen nicht aufwandsgerecht finanziert werden. Mehr dazu unter https://www.sueddeutsche.de/muenchen/90-jahre-heckscher-klinikum-es-begann-mit-500-000-reichsmark-1.4620388.


Grafik für die Petition “Mehr Personal für psychische Gesundheit”

Grafik für die Petition “Mehr Personal für psychische Gesundheit”


Psychische Gesundheit braucht Personal und Zeit – Kundgebung in Berlin

Eine ausreichende Zahl von qualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern istfür eine moderne psychiatrische, kinder- und jugendpsychiatrische sowie psychosomatische Versorgung unverzichtbar. Die Entwicklung geht aber gerade in eine ganz andere Richtung. So hatte die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen, der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), den gesetzlichen Auftrag erhalten, die Voraussetzungen für mehr Qualität zu schaffen. Leider hat der G-BA jetzt eine Richtlinie verabschiedet, die die heute schon prekäre Personalsituation weiter verschärfen könnte.Für den 10. Oktober 2019 ist eine Kundgebung in Berlin geplant. Veranstalter ist das Bündnis „Mehr Personal und Zeit für psychische Gesundheit“. Weitere Informationen stehen unter www.mehr-personal.org zur Verfügung.Eine Petition ist eingereicht und wird vom Bundestag noch geprüft.


Header der Webseite des Kinikums Rechts der Isar der TU München

Header der Webseite des Kinikums Rechts der Isar der TU München

Behandlung von älteren Patient(inn)en mit Depressionen

Schätzungen zufolge leiden zwischen 10 und 20 Prozent der älteren Menschen an Depressionen. Für die Betroffenen haben Depressionen negative Folgen wie schlechte Lebensqualität, höheres Risiko für andere Krankheiten und im Extremfall Tod durch Suizid. DieBesonderheit bei älteren Menschen ist, dass diese aufgrund einer körperlichen Erkrankung bereits mit anderen Medikamenten therapiert werden, auf bestimmte Nebenwirkungen besonders empfindlich reagieren oder die Medikamente langsamer verstoffwechseln.Um herauszufinden, welche Medikamente und nicht-medikamentöse Therapien bei Menschen, die älter als 65 Jahre sind, am besten wirken, wurde eine Netzwerk-Metaanalyse durchgeführt. Die Methoden des Projekts wurden unter http://www.crd.york.ac.uk/PROSPERO/display_record.php?ID=CRD42018107814 veröffentlicht (Englischsprachige Webseite).
die Ergebnisse findet man unter https://doi.org/10.1016/j.euroneuro.2019.07.130 (Englischsprachige Webseite) und https://www.psykl.mri.tum.de/node/73.

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. BASTA- Mitglieder wurden zu einem Gespräch eingeladen und die Ergebnisse flossen in die Zusammenfassung ein.

Kontakt: krause@ifem.uni.freiburg.de